Pilze sicher sammeln

Pilze sicher sammeln Hier werde gerne Fragen zu Wildpilzen beantwortet... Das Reich der Pilze ist unendlich gross. wie die Pilzkunde im Fachjargon genannt wird, zu befassen.

Wer sich in die Thematik vertiefen will, muss in Wissensgebiete vordringen, die normalerweise Biologen, Toxikologen, Pathologen und anderen Gelehrten vorbehalten sind. Das soll aber Niemanden davon abhalten, sich mit der spannenenden Materie der Mykologie. Unkenntnis und Leichtsinn können schnell tödliche Folgen haben. Darum ist es
wichtig, die Unterscheidungsmerkmale von essbaren und ungeniessbar

en Pilzen genau zu kennen. Und selbst, wenn man gelernt hat, zwischen giftigen und ungiften Pilzen zu unterscheiden, weiss man immer noch nicht genug, um jeden Pilz und dessen Wirkung auf den Organismus zweifelsfrei einschätzen zu können. Darum sollten für die Küche gesammelte Pilze immer einem Pilzberater zur Kontrolle vorgelegt werden...

Mit Verstand Pilze sammeln  gehen…Als Pilzführer braucht man eine Menge Geduld und muss zuweilen krude Fragen aushalten....
29/09/2024

Mit Verstand Pilze sammeln gehen…

Als Pilzführer braucht man eine Menge Geduld und muss zuweilen krude Fragen aushalten. Geduld brauchen aber auch all die Anfänger und Pilz-Laien, die jetzt zu Tausenden ausströmen, um alles zu sammeln, was ihnen vor die Füsse kommt. Sich zuvor die Basics des Pilzsammelns anzueignen, das ist nicht in fünf Minuten erledigt. Und doch kommt es mir manchmal so vor, als fehlte zuweilen die Geduld, erst mal alles Wichtige über Pilz zu lernen, damit sicher zu stellen, dass genug Verständnis dafür da ist, dass nicht jeder Pilz essbar ist, eine Pilzvergiftung heftig sein kann.

Viele Pilze landen derzeit in den Körben der Pilzsammler, die man gescheiter im Wald gelassen hätte, nicht schlimm, wenn sie explizit dafür gesammelt wurden, um sie daheim mit Hilfe der Fachlitertur zu bestimmen. Leider, und ich sage bewusst leider, werden auch viele Pilze gesammelt, um sie im Anschluss an die Suche kulinarisch zu verwerten. Und nicht selten, werden dann auch noch Freunde und Verwandte beschenkt, in der Hoffnung denen damit eine Freude zu machen. Das ist lieb gemeint, keine Frage….aber was nützt das, wenn deren Sachkenntnisse genauso mangelhaft sind und man denen sagen muss, dass die überreichten Pilze giftig oder ungeniessbar sind?

Woher kommt die Idee, Pilze ohne ausreichende Artenkenntnisse zu sammeln? Sind wir Pilzgruppen vielleicht mitschuld daran, weil wir den Hype beflügeln und Menschen dazu motivieren, selber Pilze sammeln zu gehen? Vielleicht ist es aber auch die logische Konsequenz dessen, dass hier Menschen für schöne Pilzfotos bewundert werden und noch mehr, wenn sich wer mit vollen Pilzkörben ins Rampenlicht stellt. Ist völlig in Ordnung und letztlich dem Zweck sozialer Medien entsprechend. Nur sollte man hier vielleicht etwas mehr darauf hinweisen, dass das Sammeln ohne ausreichende Kenntnisse fahrlässig ist….und man sollte auch jenen keine Ovationen erteilen, die mehr sammeln, als das, was die Regeln erlauben. Man muss fehlbare Sammler nicht auslachen und auch gar nicht unfreundlich runterputzen, aber erklären, warum es wichtig ist, auf den Expertenrat zu hören, erst mal ein Buch zu lesen, indem alle wichtigen Pilze vorgestellt werden, einschliesslich der giftigen Verwechslungspartner. Man sollte sich auch damit befassen, wo und wann das Pilzen erlaubt ist, wie viel Pilze man aus dem Wald tragen darf und welche aufgrund eines Sammelverbotes oder einer Empfehlung gar nicht gesammelt werden dürfen oder um deren Schonung gebeten wird. Man soll sich ökologischen Bedenken nicht verschliessen. Wir leben in Zeiten, in denen dem Klimaschutz mehr Beachtung geschenkt wird, als noch vor 20 oder 30 Jahren. Unsere Wälder sind bedroht und brauchen Zeiten, in denen sie sich von der Belastung durch uns Menschen erholen können. Wer jeden Tag 4 h durch den Wald tappt, tut ihm nichts gutes. Wer das ins Lächerliche zieht, der weiss nicht Bescheid.

Man muss also viel wissen, wenn man Pilze sammeln will. Klar darf man sich dabei in verschiedene Richtung entfalten, sollte das Hobby aber in Einklang mit der Natur betreiben, weil das der beste Weg ist sicher zu stellen, dass auch morgen noch genug davon da ist. Pilze sind nicht für uns Menschen gemacht. Jeder Pilz hat eine Aufgabe in der Natur. Es liegt darum ganz viel Segen auf der Idee, ressourcenschonend mit Pilzen umzugehen. Sammeln ja, weil das ein sehr schönes Hobby ist, aber bitte mit Verstand. Was das genau heisst, vermag jeder zu beantworten. Uns ist die Intelligenz gegeben zu wissen, was wir uns zumuten dürfen, damit wir selber und alle anderen „heil“ bleiben, die Tiere im Wald etwas zu fressen haben und wir uns nicht den Vorwurf gefallen lassen müssen, „masslos“ zu sein.

Einen schönen Sonntag, allen Pilzfreunden wünsche…

eure Bea

Guten Morgen, liebe Freunde...Habe mich in letzter Zeit rar gemacht...und das aus gutem Grund. Ich war wochenlang im Gar...
01/04/2024

Guten Morgen, liebe Freunde...

Habe mich in letzter Zeit rar gemacht...und das aus gutem Grund. Ich war wochenlang im Garten beschäftigt. Endlich ist es mir gelungen, da Morcheln und Verpeln anzusiedeln. Habe vor paar Jahren damit begonnen, da Rindenmulch auszubringen. Zwischen den Ri-mu-Rabatten habe ich Inseln angelegt, die ich mit Waldsubstrat gefüllt und darauf Lerchensporn, Schlüsselblumen, Aronstäbe und wilden Veilchen angepflanzt habe. Die Sämlinge stammen aus dem Spessart nahe Bad Orb. Im ersten Jahr waren die Inseln noch etwas dürftig bewachsen. Aber seit letztem Jahr spriesen die Wildpflanzen und es ist einfach toll, wie die Vegetation blüht und gedeiht...Die jungen Eschen, die ich während der Corona-Pandemie gesetzt habe, sind inzwischen auch gut angewachsen und sorgen für die nötigen Voraussetzungen, damit Morcheln wachsen.

Seit etwa einer Woche kann ich in den Rindenmulch-Ecken leckere und einwandfrei gewachsene Spitzmocheln ernten. Auf den Inseln mit den Wildblumen zeigen sich die ersten Verpeln und Rundmorcheln. Da ich selber nur wenig Pilze esse, gebe ich gerne einen Grossteil von der Ernte ab. Ich verkaufe die Morcheln zu den handelsüblichen Preisen. Die Pilze werden selbstverständlich alle von mir kontrolliert und mit einer legitimen Essensfreigabe versehen.

Käppchen- und Speisemorcheln für € 65.-- / kg
Spitzmorcheln für 125.-- / kg
Verpeln und Scheibenlorcheln für 38.-- / kg **

Judasohren und Blasige Becherlinge sind auch noch genug da. Die gibt es umsonst. Ebenso Pilzpulver und Chaga-Tinkturen aus dem Vorjahr. Der Erlös aus dem Verkauf der Pilze kommt wie jedes Jahr den Meerholzer Vereinen und der Anlegung eines Pilzlehrpfades zu gute.

Die Pilze können jeweils nachmittags von 14:00 bis 17:00 ab geholt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich...

Gruss, Bea

Wünsche allen einen schönen Nikolaustag...LOVE, Bea
06/12/2023

Wünsche allen einen schönen Nikolaustag...

LOVE, Bea

Interessanter Artikel zu der Frage, ob und wie weit das Sammeln den Pilzen schadet....https://www.waldwissen.net/waldwir...
24/09/2020

Interessanter Artikel zu der Frage, ob und wie weit das Sammeln den Pilzen schadet....

https://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/nebennutzung/produkte/wsl_pilzsammeln/index_DE #:~:text=In%20einigen%20Kantonen%20ist%20das,haben%20also%20keine%20direkte%20Wirkung.

In den meisten Kantonen ist das Pilzsammeln zu gewissen Zeiten verboten. Eine Langzeitstudie der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zeigt nun: Das Sammeln hat weder auf die Zahl der Pilze noch auf die Artenvielfalt einen Einfluss.

Sorgsamer Umgang mit Pilzen...Pilze sind wegen der anhaltenden Trockenheit immer noch vielerorts Mangelware... nichts de...
24/09/2020

Sorgsamer Umgang mit Pilzen...

Pilze sind wegen der anhaltenden Trockenheit immer noch vielerorts Mangelware... nichts desto trotz ist das Interesse an ihnen gross und man wird mit vielen Fragen und Anregungen zu den Wildfrüchten konfrontiert. Die sozialen Medien sind voller Diskussionen rund um Pilze, von denen einige überflüssig wären, täte man sich die Mühe machen, mal ein Buch zu lesen. Einige Diskussionen kommen immer wieder auf, wie etwa die Frage, ob man Pilze besser abschneiden oder aus dem Boden drehen soll...und natürlich wird reichlich darüber debattiert, ob man überhaupt Pilze sammeln oder sie besser im Wald stehen lassen soll....

Das ist eine berechtigte Frage. Aber eben auch eine, die man in einem Satz nicht beantworten kann. Man muss schon etwas tiefer in die Materie eindringen, um sich bewusst zu werden, was wir der Natur antun, wenn wir Pilze aus dem Wald holen, um unseren Speiseplan damit zu bereichern. Die Natur selber sieht das nicht vor, hat aber auch nichts dagegen. Man muss (sollte) aber Spielregeln dabei beachten. Man soll nur soviel Pilz aus dem Wald holen, wie für den persönlichen Gebrauch nötig ist. Und man soll nur das sammeln, was man zweifelsfrei kennt, damit das, was man nicht braucht, geschont wird. Einfach in den Wald gehen und alles abernten, was einem vor die Füsse kommt, das hat weder Stil noch macht Sinn. Man muss schon wissen, was verwertbar, also essbar ist oder wegen giftiger Inhaltsstoffe gemieden werden muss. Das ist eine Kunst, die nicht im Handumdrehen gelernt ist und auch ein App den Menschen nicht abnehmen kann. Wer sich mit Pilzen nicht oder nur ungenügend auskennt, der sollte das Pilzesammeln bleiben lassen oder sich jemandem anschliessen, der weiss, was man sammeln darf und was nicht.

Das heisst nicht, dass man als Laie gar nichts sammeln soll. Im Gegenteil! Es macht viel Sinn mal den einen oder anderen Pilz aus dem Wald zu tragen und diesen mit Hilfe eines Buches bestimmen zu wollen, oder indem man jemanden fragt, der sich mit Pilzen auskennt. In so Fällen genügt es, zwei, drei Exemplare eines Pilzes zu pflücken, z.B. in verschiedenen Grössen oder Reifegraden, damit man das Gewächs möglichst umfassend studieren kann. Nicht sein muss, dass man einen ganzen Korb füllt und damit zum Berater geht. Der wird sich zwar freuen, wenn er/sie/es viel über Pilze erzählen und damit interessantes Wissen vermitteln kann. Aber wenn dann die ganze Ladung entsorgt werden muss, weil doch nichts "essbares" darunter ist, dann ist das Frevel an der Natur und nützt weder denjenigen, die die Pilze gesammelt haben, noch der Natur.

Aber auch, wenn man sich mit Pilzen auskennt, dann sollte man nur das sammeln, was man gerade für eine Mahlzeit braucht. Egal, ob der Wald voller Pilze ist....sich einfach alles zu nehmen, was da ist, ziemt sich ebenso wenig, wie wenn man auf Verdacht hin sammelt. Jeder Pilz in der Natur hat seine ganz bestimmte Aufgabe. Deshalb sollte man Sorge dazu tragen, dass Pilze sich reproduzieren können, was durch das Erscheinen der Fruchtkörper angekündigt wird. Nehmen wir alle Pilze aus dem Wald, bleibt nichts übrig, was absporen kann und es wird im Jahr darauf weniger Pilze geben. Wir müssen sie aber auch nicht alle stehen lassen. Die Natur wird durch das Pflücken von Pilzen zu mehr Fruchtkörperbildung angeregt. Allerdings nimmt der Boden Schaden, wenn zu viel auf ihm rumgetrampelt wird. Sorge tragen müssen wir aber auch zur Umwelt. Nur, wo das ökologische Gleichgewicht gewahrt ist, finden Pilze ideale Wachstumsbedingungen. Ist es zu warm und zu trocken, geht der Bestand zurück oder es wachsen andere Pilze, die dann die angestammten Arten vertreiben. So oder so ist ein schonungsvoller Umgang mit Pilzen unerlässlich, um die Vielfalt zu wahren. Das ist "hart", wenn der Wald voller Pilze steht und noch härter, wenn es wenige Pilze gibt, Wälder systematisch geplündert werden, wie das in jüngster Zeit Mode geworden ist. Umso wichtiger ist ist selber vernünftig zu bleiben auch wenn andere Pilze mit dem Lastwagen aus dem Wald karren. Das sind Verbrecher! Der wahre Pilzfreund lebt immer in Einklang zur Natur und nimmt - wie schon gesagt - nur soviel mit, wie man gerade für sich braucht.

Bea Furrer-Heeg

Foto: Bernd Bracke

Meine Funde von gestern...Leider nicht aus dem Wald, sondern mehrheitlich von lichten Stellen am Waldrand und mitten aus...
07/09/2020

Meine Funde von gestern...

Leider nicht aus dem Wald, sondern mehrheitlich von lichten Stellen am Waldrand und mitten aus dem Siedlungsgiebt. In den Wäldern rund um Gelnhausen (Südhessen) ist es aktuell zu trocken und man findet dort keine Pilze...

Foto: bfu

Bitterröhrling gefunden...Der Meerholzer Wald gibt momentan ein trauriges Bild ab. Obwohl die Zeit für PILZE gekommen wä...
04/09/2020

Bitterröhrling gefunden...

Der Meerholzer Wald gibt momentan ein trauriges Bild ab. Obwohl die Zeit für PILZE gekommen wäre, sucht man die Wildgewächse augenblicklich vergebens und wird bestenfalls mit einer Lupe fündig, oder wenn man sich gut mit Pilzen auskennt und ihre Verstecke kennt..Warum das so ist, weiss keiner so recht. Geregnet hat es in den letzten Tagen genug. Und seit die Temperaturen auf ein der Jahreszeit entsprechendes Mass gefallen sind, wären eigentlich all die Voraussetzungen gegeben, damit Pilze wachsen könnten, bzw. deren Fruchtkörper gebildet werden. Was wir an der Oberfläche als sog. Pilze sehen könnte sind ja nur die keimtragenden Teile eines im Verborgenen lebenden Organismus. Der eigentlich Pilz lebt im Boden oder unter Baumrinden....

Nichts desto trotz freut es uns, wenn Pilze erscheinen, auch weil man ein Teil davon verspeisen kann, was der Herbstküche eine besondere Note gibt. Entsprechend gross ist die Freude, wenn die Steinpilze heranreifen, die man in unserer Gegend bislang nicht missen wurde, auch wenn das Stadtgebiet von Gelnhausen nicht zu den besonders prädestinierten und damit begehrten Pilzgebieten zählt. Und auch nicht jeder Pilz, der so kompakt wie ein Steinpilz daher kommt, lässt sich wie ein solcher in der Küche verarbeiten. Man muss schon zwischen den essbaren und ungeniessbaren Röhrenpilzen unterscheiden können, was nicht immer einfach ist und auch schon mal für lange Gesichter sorgt. Umso mehr, wenn Pilze wie aktuell Mangelware sind und man sie nicht - was für die Jahreszeit eigentlich normal wäre - körbeweise aus dem Wald tragen kann. Im Wald ist es für Pilze immer noch zu trocken. Aber im Siedlungsgebiet, in Gärten und Parkanlagen spriessen sie, wie es sich für den Herbst gehört. mit der Konsequenz, dass man da aktuell einen Pilz finden kann, der faszinierend schön aussieht, wegen seiner grossen, markanten Fruchtkörper gleich ins Auge sticht und mit den für Steinpilze typischen polsterförmigen Hüten daher kommt.

Dummerweise schmeckt das Fleisch dieses Pilzes bitter, was ihm im Volksmund den Namen "Bitterröhrling" eingetragen hat. Die wissenschaftliche Bezeichnung hierfür ist "Wurzelnder Bitterröhrling" oder auf lateinisch Caloboletus radicans, was dem Begriff Wuzel (Radix) entlehnt ist und sich auf den Stiel bezieht, der etwas tiefer als üblich im Boden verwurzelt ist. Der Pilz ist nicht wirklich giftig. Er schmeckt bloss bitterlich und auch ein bisschen säuerlich, was durch das Erhitzen verstärkt wird, sodass von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) die Empfehlung gilt, diesen Pilz nicht zu Speisezwecken zu sammeln. Das fällt schwer, eben weil der Pilz von seiner Gestalt her auffällig ist, aus kompaktem Fleisch besteht, somit eine ganze Familie von einer Handvoll Pilz ernährt werden könnte. Ich finde es trotzdem spannend, diesem Pilz zu begegnen. Er ist standorttreu und erscheint selten alleine sondern in Gesellschaft von bis zu einem Dutzend Fruchtkörpern, die bis zu 20 cm im Durchmesser grosse Hüte ausbilden können. Deshalb bin ich ganz froh, dass mir heute morgen von einer Pilzsammlerin diese Fundstücke vorbei gebracht sind, damit das Auftreten in Gelnhausen nachgewiesen werden kann. Die Pilze wachsen derzeit auf dem Friedhof in Gelnhausen, wo man sie immer wieder beobachten kann. Ist wie gesagt kein "essbarer" Pilz, da der Geschmack minderwertig ist, ausserdem kann der Genuss bei empfindlichen Menschen Vergiftungserscheinungen bewirken. Von daher gilt auch von meiner Seite die Empfehlung, den Pilz als Sammelpilz zu meiden, aber gerne mal ein Exemplar zu Studienzwecken zu pflücken. Der Wurzelnde Bitterröhrling ist ein interessanter Pilz, der durchwegs als Vorbote von essbaren Röhrlingen wie den echten Steinpilzen, den Maronen-Röhrlingen, Birkenpilzen und den Rotkappen betrachtet werden darf.

Foto: bfu

Keine Pilze da....Der Starkregen der letzten drei Tage hat meine Hoffnung genährt, dass die Pilze bei mir daheim langsam...
23/08/2020

Keine Pilze da....

Der Starkregen der letzten drei Tage hat meine Hoffnung genährt, dass die Pilze bei mir daheim langsam zu spriessen beginnen. Also bin ich heute morgen mal die Strecken oberhalb vom Meerholzer Waldfriedhof abgelaufen, die ich normalerweise begehe, wenn ich für meine Pilzführungen rekognostizieren gehe. Habe all die Plätze aufgesucht, an denen man früher um diese Jahreszeit Steinpilze, Maronen, Pfifferlinge und andere tollen Pilze finden konnte. Ungefähr eine Stunde lang bin durch den Friedwald gelaufen, habe mich im Laubwald, als auch unter den Fichtenbeständen umgeschaut und konnte das Resultat kaum fassen.

Ein einziger Pilz ist mir auf der gründlichen Suche vors Auge gekommen. Ein junger Kartoffelbovist, der erst noch verkümmert war. An drei oder vier Baumstämmen habe ich immerhin unreife Schmetterlingstrameten ausmachen können. Sie müssten schon viel grösser sein und ganze Stubben überziehen. Aber in diesem Jahr muss man sie wohl mit der Lupe suchen gehen. Und auch sonst gab der Wald nichts her, was man als Pilzbewuchs hätte identifizieren können. Irgendwie schade, denn eigentlich wäre das Wetter jetzt prima, um in die Pilze zu gehen. die tropischen Sommernächte sind vorbei. Es wird nachts wieder kühler, also genau so, wie es Pilze haben wollen, damit sie Fruchtkörper ausbilden können...und doch wird sich das Bild so rasch nicht ändern. Ich bedauere das sehr. Es ist nichts da, was man zu einer leckeren Pilzpfanne verarbeiten könnte. Und es sind keine Pilze da, die man interessierten Menschen zeigen könnte, damit bei denen das Interesse dafür geweckt wird. Vor allem aber sind keine Pilze da, die für Nachwuchs sorgen werden. Und schliesslich fehlt dem Wald einfach etwas, wenn man die Pilze weder sehen noch riechen kann. Ist doch immer wieder ein schöner Anblick, wenn man an eine Stelle kommt, wo sich die ersten Schwefelköpfe oder der Gesäte Tintling breit machen. Und wem geht beim Anblick eines Fliegenpilzes nicht das Herz auf? Und wer wüsste nicht gerne eine Stelle, wo man mit etwas Glück einen Steinpilz findet? Momentan kann man in unserem Wald noch nicht mal die Kartoffelboviste finden, die auch in trockenen Sommern immer massenweise da sind und dazu einladen, zertreten zu werden, damit sich das Sporenpulver in die Luft entladen kann, im nächsten Jahre neue Pilze daraus wachsen...

Ja, es ist traurig, wenn man an einem herrlichen Spätsommertag mit leerem Pilzkorb heim kommt, aber wenigstens genug unterwegs gesehen hat, über das man daheim noch ein wenig reflektieren kann. Heute kann ich bestenfalls über die nackten Stubben nachdenken, die eigentlich längst mit den ersten Baumpilzen übersät sein müssten. So, wie ich das aus anderen Jahren kenne. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf. In ein paar Tagen gehe ich nochmals in den Wald. Dann mit einem kleineren Korb, dafür umso grösseren Herz, dass sich für all die Pilze öffnen wird, die dann wachsen...selbst auf die Gefahr hin, dass es bloss Schimmelpilze sind...

Bea Furrer-Heeg

Foto: Pilzfunde vom 18.8.2017 beim Waldfriedhof

04/12/2019

Für all diejenigen, die daran interessiert sind theroretisches Pilzwissen zu büffeln, habe ich all das, was in meinen Vorträgen Theamtisiert wird in kleinen Postings zusammen gefasst...

Während ich hier weiterhin Bestimmungsfragen beantworten und allgemeine Fragen zu den Pilzen...

Gruss, Bea

https://www.facebook.com/reichderpilze/?modal=admin_todo_tour

"Reich der Pilze" richtet sich an Menschen, die gerne mehr über die heimische Wildpilze erfahren m?

28/11/2019

Für alle, die gerne mehr über das Pilzesammeln erfahren möchte. Hier gibt es all die Informationen, über die ich an meinen Vorträgen spreche und die Laien den Zugang zum Reich der Pilze erleichtern...

Bea

https://www.facebook.com/reichderpilze/?modal=admin_todo_tour

"Reich der Pilze" richtet sich an Menschen, die gerne mehr über die heimische Wildpilze erfahren m?

09/11/2019

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