01/09/2026
Spätmittelalterliche Geschichte und Landesgeschichte gibt es nicht nur bei uns vor Ort. Überall auf der Welt stehen Zeugnisse vergangener Zeiten mitten im modernen Stadtbild. So auch in Florenz, wo eine unserer studentischen Hilfskräfte ein Auslandssemester verbrachte und euch diese tollen Bilder mitgebracht hat.
Zu sehen sind:
Bild 1–2: Montefioralle bei Greve in Chianti. Bei diesem Dorf aus dem Hochmittelalter, das heute aus einer Straße und weniger als hundert Einwohnern besteht, handelte es sich anfänglich um ein Castello, dessen Mauerreste und Toranlagen teils noch heute sichtbar sind. Wie viele toskanische Siedlungen liegt es daher erhöht. Auch die Familie der Vespucci, zu denen der italienische Kaufmann und Seefahrer Amerigo Vespucci gehört, soll dort ihre Ursprünge haben.
Bild 3: Certosa San Lorenzo di Galluzzo auf dem Monte Acuto. Gegründet wurde das Kartäuserkloster auf Wunsch des Neapolitaner Niccolò Acciaiuoli, eine entsprechende Schenkungsurkunde geht auf das Jahr 1342 zurück. Bemerkenswert ist wie sich in der Architektur die Spiritualität der Kartäuser widerspiegelt, die primär Eremiten waren. So lebte jedes Ordensmitglied in einer eigenen Wohnung, das Essen wurde durch eine zusätzliche Spalte in der Wand in die Wohnung gereicht. Ein Gang neben der Kapelle diente als Gesprächsraum, der aber nur für eine Stunde in der Woche benutzt wurde. Heute ist die Anlage im Besitz der Zisterzienserordens.