26/03/2024
Es ist aktuell ein wenig leiser hier. Ein Projekt nimmt gerade viel Raum ein, dass mich die letzten 2 Jahre begleitet hat. Es ist meine Arbeit mit balinesischen Frauen, Freundinnen und Bekannten, die sich bereit erklärt haben mit mir über ihr Leben und ihre Rolle als Frau zu sprechen.
Und obwohl meine Forschung sich auf die Region Bali bezieht, handelt diese Arbeit von uns allen. Sie handelt von dem transgenerationalen Schmerz den wir in uns tragen. Von Werten, denen wir denken gerecht werden zu müssen, der gesellschaftlich und sozial geprägten Rolle, deren Ideal wir unterbewusst internalisiert haben. Sie spricht über die Herausforderung, die mit sich kommt, wenn wir uns für uns entscheiden und davon, dass dadurch nicht umbedingt alles einfacher wird - dafür aber echter. Und den Weg, der vor uns liegt, der so einzigartig und individuell sein darf wie wir.
Und da einige von euch immer wieder gefragt haben, will ich heute meine zwei Beobachtungen aus dieser Forschung mit euch teilen:
1. Ein großer Teil weiblicher Marginalisierung geschieht, weil Frauen nicht genug Mut & Ressourcen haben, ihre Stimme für das einzusetzen was ihnen wichtig ist - wir uns also selbst silencen.
2. Sollten Frauen sich doch äußern, erhalten sie umso weniger Unterstützung aus der Community, je mehr das Thema den anerkannten Normen widerspricht.
Wir alle bewegen uns in dem patriarchalen System und haben von klein auf gelernt was es braucht, um in diesem System erfolgreich uns sicher zu sein.
Was aber ist das, was du in dir brauchst um dich in dir sicher und erfolgreich zu fühlen?
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