Lange dachte ich, eine gute Yogapraxis müsste anstrengend sein. Sonst hatte ich das Gefühl, sie zählt nicht.
Heute frage ich mich etwas anderes: Was
braucht mein Körper gerade?
An manchen Tagen ist das eine dynamische Vinyasa-Praxis.
An anderen Tagen sind es ein paar ruhige Bewegungen.
Denn genau das ist für mich heute Yoga.
Nicht einer Vorstellung zu folgen, wie Yoga aussehen sollte.
Sondern dem, was dir in diesem Moment guttut.
Riverflowyoga
Vinyasa Flow / Prana Flow Yoga
Wie oft sagen wir zu uns selbst: „Das geht schon noch.“
Noch schnell die Mail beantworten.
Noch schnell einkaufen.
Noch schnell den Haushalt erledigen.
Noch schnell für alle anderen da sein.
Und während wir all das schaffen, überhören wir oft die leisen Signale unseres Körpers.
Die Müdigkeit.
Die Anspannung.
Den Wunsch nach einer Pause.
Ein voller Alltag kostet Kraft. Das lässt sich nicht wegreden.
Aber manchmal erschöpft uns nicht nur das, was wir tun – sondern auch, wie oft wir uns dabei selbst übergehen.
Für mich beginnt Selbstfürsorge deshalb nicht erst auf der Yogamatte.
Sie beginnt in den kleinen Momenten dazwischen.
In dem Moment, in dem ich kurz innehalte und mich frage:
Was brauche ich gerade wirklich?
Vielleicht magst du heute einmal ganz bewusst in dich hineinspüren.
Welches Signal deines Körpers hast du in letzter Zeit vielleicht überhört?
Letzte Nacht habe ich von meinem Papa geträumt.
Seit elf Jahren ist er nicht mehr hier, und manchmal kann ich ihn trotzdem noch so nah spüren.
Menschen, die wir lieben, gehen vielleicht aus unserem Leben. Aber niemals aus unserem Herzen.💕
Zuhause ist heute kein Ort,
sondern der Moment,
in dem du wirklich da bist.
Vielleicht ist Zuhause nicht immer ein bestimmter Ort.
Vielleicht ist es dieser eine Moment,
in dem du nicht schon beim nächsten Gedanken bist.
In dem du deinen Atem bemerkst.
Deinen Körper spürst.
Und für einen Augenblick nichts leisten musst.
Für mich bedeutet Ankommen nicht,
dass plötzlich alles ruhig sein muss.
Sondern dass ich mich mitten im Alltag wieder wahrnehme.
Wann fühlst du dich wirklich bei dir?
Wie oft sagen wir uns:
„Nur noch diese Woche.“
„Nur noch bis zum Urlaub.“
„Dann wird es ruhiger.“
Und plötzlich merken wir, dass wir unsere Erholung immer wieder auf später
verschieben.
Ich freue mich genauso auf den Urlaub.
Aber ich möchte nicht mehr darauf warten, bis ich mir erlaube,
durchzuatmen.
Denn unser Alltag besteht aus viel mehr als den wenigen Wochen Urlaub im
Jahr.
Deshalb frage ich mich inzwischen viel öfter:
Was kann ich heute tun, damit mein Körper einen kleinen Moment der Ruhe
bekommt?
Manchmal ist es ein Spaziergang.
Manchmal eine bewusste Pause.
Manchmal ein paar tiefe Atemzüge.
Und manchmal reicht schon die Erlaubnis, für einen Moment nichts leisten zu
müssen.
Erholung muss nicht perfekt sein. Sie darf klein anfangen.
Wie ist das bei dir?
Freust du dich gerade schon auf den Urlaub – oder gelingt es dir auch
zwischendurch immer wieder, kleine Momente der Ruhe zu finden?
Wie oft sagen wir uns: „Das geht schon noch.“
Nur noch schnell die Mail.
Nur noch schnell der Einkauf.
Nur noch schnell der Haushalt.
Und irgendwann merken wir, dass wir längst müde sind.
Dass wir Hunger haben.
Dass Nacken und Kiefer angespannt sind.
Oft haben wir nicht gelernt, diese Signale wirklich wahrzunehmen.
Oder sie ernst zu nehmen.
Also machen wir weiter.
Bis es irgendwann nicht mehr geht.
Darum ist es so wichtig, uns selbst zuzuhören.
Auch die kleinen, subtilen Signale wahrzunehmen.
Kurz innezuhalten.
Und bewusst zu entscheiden:
Was geht heute wirklich noch?
Und was ist gerade zu viel?
Für mich bedeutet das, Verantwortung für meine eigenen Bedürfnisse zu
übernehmen.
Denn niemand kennt meine Grenzen besser als ich.
Und niemand kann die Verantwortung dafür übernehmen – außer ich selbst. 🤍
Kennst du dieses „Das geht schon noch“-Muster auch?
Viele von uns haben sehr früh gelernt, weiterzumachen.
Zu vergleichen. Zu funktionieren. Erwartungen zu erfüllen.
Aber kaum jemand hat uns gezeigt, wie wir mit uns selbst verbunden bleiben, wenn es innerlich laut wird.
Wie wir unsere Grenzen wahrnehmen.
Wie wir aufhören, ständig gegen uns selbst zu arbeiten.
Für mich ist Yoga ein Weg geworden, genau das immer wieder zu üben.
Nicht perfekt. Nicht immer sofort.
Aber Schritt für Schritt.
Stehen bleiben.
Atmen.
Spüren.
Mich selbst wieder mitnehmen.
Vielleicht ist das manchmal schon der Anfang: nicht härter zu werden, sondern wieder weicher mit sich selbst. 🤍
Eine kleine Erinnerung für die Tage, an denen du sie besonders brauchst. 🤍
Du musst nicht alles perfekt machen.
Du musst nicht schon alles wissen.
Vielleicht reicht es heute, dir selbst ein bisschen mehr zuzuhören.
Denn wir sind alle „nur“ Menschen und genau das macht uns aus.
20/07/2026
Vor ein paar Jahren dachte ich noch, dass ich erst dann unterrichten oder Räume halten darf, wenn ich selbst alle Antworten habe. Dass Unruhe, Zweifel oder ein voller Kopf auf der Matte nichts zu suchen haben.
Heute weiß ich: Das war ein ziemlicher Trugschluss.
Riverflow ist nicht entstanden, weil ich das Rezept für ein stressfreies Leben gefunden habe. Es ist entstanden, weil ich selbst durch Momente gegangen bin, in denen ich mich im Funktionieren verloren hatte – und lernen
durfte, Schritt für Schritt wieder meiner eigenen Stimme zu vertrauen.
Ich gehe heute nicht auf die Matte, weil ich alles im Griff habe. Ich gehe auf die Matte, um ehrlich mit mir zu sein. Auch an den Tagen, an denen es
wackelt.
Genau diese Haltung möchte ich dir mitgeben: Du musst nicht perfekt sein,um bei dir anzukommen.
Aber du darfst anfangen, dir wieder zuzuhören. 🤍
Gab es bei dir auch schon mal einen Glaubenssatz, den du über dich selbst oder
deine Praxis loslassen durftest?
Wie oft am Tag läufst du auf Autopilot, ohne es im ersten Moment überhaupt zu merken?
Wenn der Kopf drei Schritte voraus ist und wir nur noch am Machen und Tun sind, verpassen wir oft den Moment.
Die Brücke zurück zu uns führt nicht über noch mehr Ablenkung – sondern über unseren Körper.
Auf der Matte löst sich nicht sofort alles auf. Es wird auch nicht immer direkt still im Kopf. Aber die Bewegung, der spürbare Boden und der Atem schenken dir genau den Raum, den du brauchst, um dir wieder selbst zuzuhören:
Wie geht es mir eigentlich gerade wirklich?
Und was brauche ich jetzt?
Du musst deinen Kopf nicht erst etwas verändern, um bei dir anzukommen. Du darfst genau so kommen, wie du gerade bist. 🤍
Woran merkst du im Alltag als Erstes, dass du gerade wieder im Autopilot-Modus unterwegs bist?
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