21/08/2025
The article "Art education in polycrisis
Afterthoughts from The Educational Web symposium“ by Mi You, is published in the reader ”The Educational Web," 2025
Kunstverein in Hamburg
The Educational Web brought together eight schools, educational organizations, and independent, self-organized educational programs at the Kunstverein in Hamburg that see themselves as alternatives to traditional art academies and currently occupy central positions in the field of contemporary art.
The reader is the result of the symposium held in 2023 and contains texts by Luis Camnitzer, Feza Kayungu Ramazani, Maria Lind, Ghislaine Leung, Christian Nyampeta, Sofía Olascoaga, Emily Pethick, Laurence Rassel, Anja Steidinger, Nora Sternfeld, Prodige Kevin Tumba Makonga, Marina Vishmidt, and Mi You.
The reader is published in German and English.
06/08/2025
The recordings from our sympsosium "Navigating Multiplicity: Artistic exchanges in East, Southeast, and South Asia 1950s-1980s” (May 23 – 24 2025, Fridericianum, Kassel) are now online.
The conference explores the artistic and cultural exchanges that shaped narratives and subjectivities in East, Southeast, and South Asia in the second half of the 20th century in four panels.
Symposium and workshop co-organized by documenta Institut and Goethe-Institut.
Panel 1: Cold War Cultural Networks & Institutional Influences
Das Symposium, Navigating Multiplicity: Artistic exchanges in East, Southeast, and South Asia 1950s-1980s untersucht den künstlerischen und kulturellen Austa...
29/07/2025
Out now: Kojèves verkannte Autorität von Marius Kemper jetzt im Turia + Kant Verlag erschienen
07 / 2025
Die Monographie Kojèves verkannte Autorität ist jetzt erhältlich
In einem kleinen Raum der École pratique des hautes études in Paris infizierte Alexande Kojève in den 1930er Jahren eine ganze Generation junger Intellektueller mit dem „Hegelschen Virus“. Taumelnd, „halb erstickt“ verließ Georges Bataille die Seminarsitzungen, die zum Anlass seiner Lehre vom souveränen Leben wurden, das wie kein anderes Michel Foucaults wahnsinniges Lachen verkörpern sollte. Foucault war es auch, der in seiner Antrittsvorlesung am Collège de France erkannt hat, dass der Virus längst aus dem stickigen Seminarraum gedrungen war und als „allgemeiner Anti-Hegelianismus“ noch unter seiner Generation grassierte. Man müsse daher ermessen, „wie weit uns Hegel insgeheim vielleicht nachgeschlichen ist; und was in unserem Denken gegen Hegel vielleicht noch von Hegel stammt“.
Das Buch versucht, in der untrennbaren Einheit von theoretischer Erklärung und seinsgebundener Erzählung der unmittelbaren und mittelbaren Wirkung Kojèves nachzuspüren. Dabei wird im Sinne einer performativen Interpretation das wirkungsgeschichtliche Echo der Lehre Kojèves in Theorien zur Autorität, Macht oder Herrschaft rekonstruiert. Kojève soll wiederholt, nicht aber dergestalt vergegenwärtigt werden, wie er selbst Hegel vergegenwärtigte, indem er ihn im Rahmen seiner berühmten Seminare von 1933 bis 1939 virtuell zum Zeitgenossen machte. Während dieses „intellektuellen Pfingsterlebnisses“ entwickelte Kojève in actu seine eigene Lehre, was ihm, dem bürgerlichen Emigranten aus Sowjet-Russland, zu einer einzigartigen Stellung im intellektuellen Feld Frankreichs verhalf. Jene Sonderstellung wird deutlich durch den Einfluss, den Kojève auf so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Pierre Bourdieu, Michel Foucault, Georges Bataille, Carl Schmitt und Leo Strauss ausübte. Das Denken dieser Autoren kreiste um Begriffe wie Macht, Herrschaft, Souveränität oder Tyrannis, weniger jedoch um Autorität. Kojève hingegen entwickelte eine viergliedrige Autoritätstheorie, wobei sich die von ihm unterschiedenen vier Autoritätsfiguren durch Teilnehmende seiner Seminare ersetzen lassen: die Figur des „Richters“ kann statt mit Platon mit Jacques Lacan besetzt werden; Hannah Arendt ersetzt die Scholastiker; Maurice Merleau-Ponty verkörpert anstelle von Aristoteles die Figur des „Anführers“ und nicht Hegel, sondern Hegel in der Interpretation Kojèves, daher häufig als „Hegel-Kojève“ apostrophiert, inkarniert (scheinbar zumindest) die Figur des „Herrn“. Auch in Kojèves spätem Memorandum für ein „Lateinisches Reich“ bleiben diese Denkfiguren präsent. Es handelt sich also weniger um eine Vergegenwärtigung Kojèves, denn um eine performative Wiederholung im Sinne Derridas, im Zuge derer sich jedoch nicht nur Kojèves Gegenwart, sondern ebenso seine Gegenwärtigkeit zeigen soll.
Das Buch ist im Handel erhältlich.
10/07/2025
Letzte Woche ging unsere Gesprächsreihe „documenta lessons. Von, mit und ohne Kunst lernen“ bei strahlendem Sonnenschein zu Ende.
Herzlichen Dank an alle, die diese Veranstaltungsreihe möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt unseren Gastgeber*innen, dem Fridericianum, der Jacob Grimm Schule Kassel, dem Stadtmuseum Kassel, HeraKu WH22 und dem Schlachthof Kassel für ihre Offenheit und Unterstützung. Ebenso danken wir herzlich unseren Gästen – Eva Maria Stadler, Marie Rosenkranz, Jörn Peter Budesheim, María do Mar Castro Varela und Magdalena Nieslony! Herzlichen Dank auch an Christoph Huntzinger (documenta und Museum Fridericianum gGmbH) und Almahdi Rajha (Dock4) für die technische Unterstützung.
Im Rahmen von fünf Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten der Bildung und des Lernens in Kassel, eröffneten die „documenta lessons“ Raum für kritische Reflexionen, persönliche Erinnerungen und neue Perspektiven. Künstler*innen, Forscher*innen und Pädagog*innen diskutierten gemeinsam mit dem Publikum zentrale Fragen: Hat sich das heutige Publikum von der Idee eines exemplarischen Lernens durch Kunst emanzipiert? Welche Rolle spielt die Vorstellung einer „nützlichen Kunst“? Und was kann, was soll, was muss Kunst heute leisten?
01/07/2025
The CELA conference focuses on the concept of the oceanic as ‘thinking with water’ to explore counter-currents in hegemonic systems and ideologies, and to discussing notions of liquefaction and fluidity as metaphors and allegories. The gathering addresses petrified economic and political models such as colonialism and extractivism, and the counter-currents that take on aesthetic forms of care.
The meeting aims to open a discussion from the perspective of ecological humanities to experiment collaborative relationships with the oceanic, including with more-than-human beings, beyond the instrumentalization of water: the oceanic not only as an abstract concept and metaphor, but as a praxis that recognizes that “waters are carefully placed or embodied in specific materialities and spacetimes” (Chen, 2013). The conference seeks to launch a search for a common vocabulary that recognizes aquatic ecologies as eco-social spaces relevant to transformation beyond an extractivist model.
Full program and details via link in bio
07/04/2025
EINLADUNG
Am Freitag, 11. April, ab 17.30 Uhr eröffnet im Showroom die Ausstellung "Art Meets Companies", inklusive Panel mit den beteiligten Künstler:innen Madeleine Andersson & Gary Zhexi Zhang. Moderation Andreas Niegl.
Ein Kooperationsprojekt von ZfKW, TRegKS, Uni Kassel und documenta Institut.
Das Pilotprojekt „Art Meets Companies“ wird vom Fachbereich Kunst & Ökonomien der Universität Kassel und dem documenta Institut organisiert und von Professorin Mi You geleitet. Während des Projekts haben die ausgewählten Künstler:innen in einem ergebnisoffenen Prozess mit verschiedenen Unternehmen zusammengearbeitet. Das Konzept dieses Projekts bestand darin, künstlerische Praxis als eine innovative Methode zu betrachten, die Transformationsprozesse in Unternehmen im Hinblick auf zukünftige Herausforderungen und Chancen unterstützen kann. Im Austausch mit Manager:innen und Mitarbeiter:innen stellten die Künstler:innen Fragen und identifizierten Hoffnungen und Herausforderungen in Bezug auf laufende Transformationsprozesse, setzten sie in einen größeren gesellschaftlichen Kontext und spekulierten gemeinsam über die Zukunft.
Das Hauptziel des Projekts war die Umsetzung und Auswertung dieser konkreten Kooperationen im Hinblick auf die Entwicklung einer Methodik für die Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Künstler:innen und Unternehmen, die in Zukunft weiter ausgebaut werden kann.
Andreas Niegl (Mitarbeiter am documenta Institut und Projektkoordinator von “Art meets Companies”) wird am Samstag, 12. April zusammen mit den Künstler:innen des Projekts den dazugehörigen Workshop "Artistic Experiments Outside of the Art World" leiten.
Workshop in englischer Sprache.
Die Ausstellung läuft vom 12. April bis 26. Mai 2025. Der Eintritt frei.
Weitere Informationen unter: https://www.zfkw.de/veranstaltungen
12/03/2025
Open Call: Symposium and Workshop
Navigating Multiplicity: Artistic exchanges in East, Southeast, and South Asia 1950s-1980s
The Emerging Scholars Workshop is part of a three-day symposium examining the cultural and artistic exchanges that contributed to (trans)national narratives while navigating geopolitical, ideological, and institutional dynamics across East, Southeast, and South Asia during the transformative decades of the mid-20th century. Part of a long-term research project supported by documenta Institut and various Goethe Instituts, the project investigates the role of art in constructing (trans)national identities and institutional formations amid geopolitical transformations.
Call for Papers
We invite submissions from emerging scholars and researchers whose work engages with topics related to the symposium’s themes, including but not limited to:
Artistic and cultural exchanges between East, Southeast, and South Asia in the 1950s-1980s, including their interactions with the West and Socialist Bloc .
Counter-hegemonic artistic practices and their roles in transnational and regional dialogues in the second half of the 20th century.
Case studies on artists, collectives, or institutions that navigated and negotiated political, ideological, or cultural frameworks in the historical framework.
Methodologies and frameworks for studying and comparing artistic narratives, cultural policies and artistic practices historically and today.
Participants selected for the workshop will have the opportunity to present their work, receive feedback from conference participants and peers to develop new insights and methodologies.
Submission Guidelines
Abstract: Please submit an abstract of 300 words outlining your research.
Biography: Include a brief biography (max. 100 words) detailing your academic background and research interests.
Deadline: March 31. 2025
Submission Email: [email protected]
Accepted participants will be notified by April 15. 2025
Funding Details
A small stipend will be provided to all selected workshop participants.
Image: Abstract Art Exhibition: Japan and U.S.A., held at the National Museum of Modern Art in Tokyo in 1955.
13/02/2025
Exhibition Ecologies
Workshop und öffentliche Vorträge
27. Februar – 1. März 2025
Organisiert von Mateo Chacón Pino (Universität Kassel/documenta Institut) und Friederike Schäfer (Freie Universität Berlin/Exzellenzcluster Temporal Communities)
Im Laufe der letzten Jahre rückten sowohl Ausstellungsstudien als auch geistes- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Umweltfragen zunehmend in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Jedoch wurde das interdisziplinäre Feld, welches diese zwei Gebiete miteinander verknüpft, noch nicht etabliert. Die Arbeitsgruppe Exhibition Ecologies wurde 2024 mit dem Ziel gegründet, Ausstellungen aus ökologischen Perspektiven zu untersuchen und ein internationales Netzwerk an Forschenden aufzubauen. Die Gruppe reagiert damit auf die Notwendigkeit, angemessene Methoden und Theorien zu entwickeln, die dafür geeignet sind, komplexe Überschneidungen von Ausstellung und Ökologien mit Fokus auf Ästhetik, Epistemologie und Infrastruktur anzusprechen
Der konzeptuelle Rahmen der 'Exhibition Ecologies' untersucht die vielfältigen Beziehungen zwischen Ausstellungen und Ökologien Ressourcen, Ästhetik, Medien und Technologie als globales Phänomen. Diese Wechselwirkungen werden als vielfältige Ökologien innerhalb und außerhalb von Ausstellungen verstanden. Der Begriff berücksichtigt sowohl temporale, erkenntniswissenschaftliche und ästhetische Dimensionen von Ausstellungen als auch das Ausstellen als kulturelle Praxis, die ökologisches und planetarisches Verständnis formt und vermittelt.
Dieses Arbeitstreffen widmet sich der Fortentwicklung der Arbeitsbegriffe und Methoden der 'Exhibition Ecologies' und wird von zwei Vorträgen begleitet, zu denen interessiertes Publikum herzlich eingeladen ist.
Programm
27. Februar – 1. März 2025
Arbeitstreffen (auf Einladung)
27. Februar 2025 | 18:15 – 19:30 Uhr
Exhibition Ecologies – Exhibiting Ecologies. Some Considerations
Öffentlicher Vortrag von Hannah Baader (Kunsthistorisches Institut in Florenz)
Ort:
Freie Universität Berlin
EXC 2020 "Temporal Communities"
Raum 00.07
Otto-von-Simson Straße 15
14195 Berlin
28. Februar 2025 | 19:15 – 20:30 Uhr
Fragile Ecologies Across Aesthetics and Politics
Öffentlicher Vortrag von Shannon Jackson (University of California, Berkeley)
Ort:
Künstlerhaus Bethanien
Kohlfurter Str. 41-43
10999 Berlin
Aktuelle Mitglieder der Arbeitsgruppe Exhibition Ecologies:
Dr. Friederike Schäfer (Freie Universität Berlin/EXC 2020, Initiatorin)
Mateo Chacón Pino (Universität Kassel/documenta Institut, initiator Initiator)
Dr. Linn Burchert (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)
Dr. Lee Chichester (Ruhr Universität Bochum)
Dr. Regine Ehleiter (Universität Münster)
Dr. Michael Klipphahn-Karge (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)
Vis. Prof. Dr. Fiona McGovern (Kunsthochschule Kassel)
Magali Wagner (Universität Bern/SNF project "Mediating the Ecological Imperative: Formats and Modes of Engagement")
Critical Friends:
Dr. Hannah Baader (Kunsthistorisches Institut in Florenz)
Prof. Dr. Shannon Jackson (University of California, Berkeley)
Prof. Dr. Liliana Gómez (Universität Kassel/documenta Institut)
Dr. Maria Bremer (Ruhr Universität Bochum)
Isabelle Lindermann (Akademie der Bildenden Künste, Wien)
Weitere Information
Die Vorträge am 27. und 28. Februar 2025 sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Arbeitstreffen ist eine geschlossene Veranstaltung.
Für weitere Fragen melden Sie sich bitte bei Mateo Chacón Pino ([email protected]) oder Friederike Schäfer ([email protected]).