Fahrschule Höpfner

Fahrschule Höpfner

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www.fahrschulehoepfner.de Module 1-5, Ladungssicherungsseminare, usw.

Wir bieten: Fahrschule aller Klassen (PKW,Motorrad,LKW,BUS), Berufskraftfahreraus.-u.Weiterbildung (beschleunigte Grundqualifikation BUS/LKW), ASF/FES-Seminare, sonstige Kraftfahrerweiterbildungen, z.B.

21/10/2025

Bitte einmal lesen!!! Leider nicht aus meiner Feder, aber genauso ist es. Die Fahrausbildung muss gerade in heutiger Zeit, sicher für alle Verkehrsteilnehmer bleiben. Simulatoren sind teuer und mit schlechter Grafik alles andere als Real. Verkürzung der Sonderfahrten sind gefährlich, weil gerade hohe Geschwindigkeit immer wieder zu Unfällen führt. Daher keine überstürzte Reform, die uns in die 60/70er zurückwirft. Und bitte auch keine Preisvergleiche aus dieser Zeit..
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Aus meiner pädagogischen Perspektive ist die geplante Fahrlehrerreform 2025 kein Fortschritt – insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Fahrlehrerausbildung erst 2018 grundlegend reformiert, verlängert und pädagogisch deutlich gestärkt wurde.

Seither durchlaufen angehende Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer inklusive Lehrpraktikum eine rund einjährige Vollzeitausbildung, die inhaltlich neben Verkehrsverhaltenslehre, Recht und Technik fast so viele pädagogische Themen umfasst wie ein erziehungswissenschaftliches Bachelorstudium. Die Ausbildung vermittelt didaktische Kompetenz, Kommunikationspsychologie, Lernpsychologie und methodisches Handeln auf einem Niveau, das Fahrlehre zu einer pädagogisch hochqualifizierten Lehrtätigkeit macht.

Nur wer am Ende eine fahrpraktische Fahrlehrerprüfung, eine 5-stündige schriftliche Prüfung, eine 30-minütige mündliche Prüfung vor einer 4-köpfigen Kommission und zwei Lehrproben besteht, kann in Deutschland Fahrlehrer werden. Ziel: Vision Zero.

Gerade vor diesem Hintergrund ist die angedachte Reform eine pädagogische Entwertung. Sie gefährdet die Qualität der Fahrausbildung und schwächt die Rolle des Fahrlehrers als Lehrperson, Lernbegleiter und pädagogische Fachkraft. Besonders die mögliche Abschaffung der Präsenzpflicht im Theorieunterricht steht im Widerspruch zu grundlegenden Erkenntnissen der Lernpsychologie und Erwachsenenbildung:

Lernen gelingt am besten im sozialen Kontext – durch Austausch, direkte Rückmeldung und Beziehung. Präsenzunterricht – auch in Form von Blended Learning auf freiwilliger Basis – schafft Struktur, Motivation und Verbindlichkeit, besonders für junge Menschen, die Orientierung und persönliche Begleitung brauchen. Ein rein digitales Unterrichtsmodell mag auf den ersten Blick modern wirken, entzieht der Ausbildung jedoch den pädagogischen Kern und droht, gerade die Schwächeren im System abzuhängen. Es gibt im Theorieunterricht kognitive Lehrthemen, die sich zweifelsohne digital gut vermitteln lassen. Allerdings gibt es auch affektive Themen, die persönliche Bindung, Präsenz und Gruppendynamik verlangen.

Ebenfalls kritisch ist die geplante Einbindung von Laien in die Ausbildung. Pädagogische Qualität beruht auf fachlicher Kompetenz, Erfahrung und methodisch-didaktischer Verantwortung – nicht auf gelegentlicher Unterstützung durch Personen ohne pädagogische Qualifikation. Wird diese Grenze aufgeweicht, verliert die Fahrlehre inhaltliche Tiefe und Lernende verlieren den geschützten Rahmen einer professionellen Begleitung.

Auch die starke Betonung von Simulatortraining und Digitalisierung trägt zur Entfremdung des Lernprozesses bei. Simulation kann reale Fahrpraxis und persönliche Anleitung sehr sinnvoll ergänzen, aber niemals ersetzen. Lernen im Straßenverkehr erfordert Beziehung, Beobachtung, Einfühlung und individuelles Feedback – all das kann kein Bildschirm leisten.

Zudem birgt die geplante Veröffentlichung von Preisen und Durchfallquoten aller Fahrschulen pädagogische Risiken. Wenn wirtschaftlicher Wettbewerb und öffentliche Vergleichbarkeit in den Vordergrund rücken, gerät der individuelle Lernprozess unter Druck. Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer könnten gezwungen sein, Unterricht zu verschlanken, Lernende schneller zur Prüfung zu schicken oder pädagogische Standards zugunsten von „Erfolgszahlen“ abzusenken.

Qualität darf jedoch nicht in Kennzahlen gemessen werden, sondern in nachhaltiger Kompetenz und sicherem Verhalten im Straßenverkehr. Nicht umsonst werden pädagogische Themen wie Binnendifferenzierung, Heterogenität und Herkunft in der Fahrlehrerausbildung hervorgehoben.

Was jetzt notwendig ist, ist ein deutliches gemeinsames Auftreten der Fahrlehrerschaft. Fahrlehrerinnen, Fahrlehrer und Fahrschulinhaber müssen sich zusammenschließen und ihre pädagogischen Werte geschlossen vertreten. Es gilt, den Präsenzunterricht als Kern der Fahrausbildung zu verteidigen, die Bedeutung echter pädagogischer Begleitung zu betonen und der Vorstellung entgegenzutreten, Fahrausbildung ließe sich durch Technik oder Laien ersetzen.

Die Fahrlehrerreform 2025 ist damit kein Schritt nach vorn, sondern ein Angriff auf das Herzstück pädagogischer Qualität in der Fahrausbildung. Alles, wofür die Fahrlehrerschaft in den letzten 20 Jahren gekämpft hat. Jetzt ist der Moment, Haltung zu zeigen, gemeinsam aufzustehen und klar zu machen: Fahrausbildung ist mehr als Wissensvermittlung – sie ist Beziehungsarbeit, Verantwortung und Persönlichkeitsbildung.

Hanne Poguntke
Diplom-Pädagogin und
Dozentin in der Fahrlehrerausbildung

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