Gedenken an die Opfer des NS - Göttingen

Gedenken an die Opfer des NS - Göttingen

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Diese Veranstaltungsreihe in Göttingen ist seit 1997 dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialis

Die Umsetzung und Gestaltung dieser Facebookseite wird im Jahr 2020 von der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Göttingen gefördert. https://www.gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de/foerderungen.php

Photos from Gedenken an die Opfer des NS - Göttingen's post 08/03/2026

Wir gratulieren Dr. Dr. h.c. Leon Weintraub und dem Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage vertreten durch Sanem Kleff herzlich zur Verleihung des Göttinger Friedenspreises!

Der Göttinger Friedenspreis setzt seit 1999 ein Zeichen für den Frieden und würdigt Menschen und Initiativen, die sich weltweit für eine friedlichere Welt einsetzen.

Wir sind glücklich, Dr. Leon Weintraub zum zweiten mal in Göttingen erleben zu dürfen. Am 27. Januar 2024 war er im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus" unser Gast.

Leon Weintraub wurde 1926 in Łódź geboren. Er überstand als Zwangs­arbeiter das Ghetto Litz­mann­stadt, wurde nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er dem für ihn vor­gesehenen „Tod durch Ver­gasung“ entkam, indem er sich unbeobachtet einem Gefangenen­transport anschloss. Er überlebte drei weitere Konzentrations­lager, bevor ihm im April 1945 die Flucht von einem SS-Todes­marsch gelang.

Nach der Befreiung begann Leon Wein­traub 1946 ein Medizin­studium in Göttingen. „Ich konnte mein Glück kaum fassen, als armer Juden­junge hier studieren zu können“, sagte er einmal über diese Zeit. Ab 1950 arbeitete Wein­traub als Gynäkologe in Warschau, wo er 1966 zum Doktor der Medizin promoviert wurde, bevor er Polen 1969 in Folge des stärker werdenden Anti­semitismus verließ und nach Schweden über­siedelte, wo er bis heute lebt.

Fotos: Katrin Raabe - Fotografie & Webdesign

23/01/2026

Absage!
Leider müssen wir die für Mittwoch, den 28.01.2026 geplante Filmvorstellung zum Thema Verschickungsheime im Kino Lumière absagen.
Wir hoffen auf einen Ersatztermin in der nächsten Veranstaltungsreihe.
Ausführliche Informationen zum Thema "Verschickungsheime" sind zum Beispiel auf dieser Webseite zu finden:
https://verschickungsheime.de

Photos from Gedenken an die Opfer des NS - Göttingen's post 22/01/2026

Mädchenhimmel. Lyrik und Prosa von Lili Grün vor dem Vergessen bewahrt
Rezitation und Musik mit Carmen Barann und Martin Tschoepe

Sonntag, 25.01.2026, 17:00 Uhr
Ev.-reformierte Gemeinde, Untere Karspüle 11, Göttingen

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit Göttingen e.V.

Lili Grün, geboren 1904 in Wien, verfasste Gedichte, Kurz­geschichten und drei Romane im Zeit­stil der neuen Sachlich­keit. Nach der Okkupation Öster­reichs durch die National­sozialisten 1938 hatte sie als Jüdin keine Möglich­keit mehr zu publizieren.

Sie wurde 1942 aus Wien deportiert und sogleich nach ihrer Ankunft im weiß­russischen Maly Trostinec ermordet. Ihr Werk wurde erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt. Carmen Barann und Martin Tschoepe spüren in ihren Rezitationen dem Leben und Werk der Dichterin nach und schaffen es durch die eigens dafür komponierte Gamben­musik, die Stimmung der Worte hervor­zuheben und die Atmosphäre der 30er Jahre in Wien und Berlin einzufangen.

21/01/2026

Wie erging es Wohnungslosen während der NS-Zeit? Dieser Frage geht eine aktuelle Sonderausstellung nach. Zu sehen ist sie noch bis zum 13. Februar in der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945".

Mehr Infos hören Sie hier: https://www.stadtradio-goettingen.de/permalink_to?objid=e133860

Photos from Gedenken an die Opfer des NS - Göttingen's post 21/01/2026

Gedenkveranstaltung zum 27. Januar
Ein Abend mit Gesprächen und jüdischen Liedern — mit der Zeitzeugin Rozette Kats, der Sängerin Mirjam van Dam und Ed Boekee am Klavier

Dienstag, 27.01.2026, 19:00 Uhr
Die Bündnisveranstaltung findet voraussichtlich im Altem Rathaus in Göttingen statt.

Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburts­tages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holo­caust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Über­lebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihm das Hochzeits­bild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass ca. drei Monate vor der Deportation der Eltern von Wester­bork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerz­licher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangen­heit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein viel­fältiges Engagement in der Erinnerungs­arbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist. Rozette Kats hat in den vergangenen Jahren mehrfach an verschiedenen Schulen in unserer Region ihre Biographie erzählt. Im Jahr 2023 hielt sie im deutschen Bundes­tag eine Gedenk­rede zum 27.Januar.

Musikalisch wird der Abend von der Sängerin Mirjam van Dam und Ed Boekee am Klavier untermalt. Sie werden Lieder aus der Zeit vor dem Krieg vortragen, als Juden in „Shtetels“ Osteuropas lebten.



KZ-Gedenkstätte Moringen
Bildungswerk ver.di in Niedersachsen
Roma Antidiscrimination Network RAN
Roma Center e.V.
NS-Familien-Geschichte e.V.

20/01/2026

„Ich hoffe es kommen bald andere Zustände in den Anstalten!“
Als homo­sexuell markierte Jugend­liche im national­sozialistischen Zwangs­erziehungs­system

Freitag, 23.01.2026, 19:00 Uhr
Buchladen Rote Straße, Nikolaikirchhof 7 in Göttingen

Veranstaltet von OLAfA und Buch­laden Rote Straße

1929 schildert der homo­sexuelle Jugend­liche O. S. seine Gewalt­erfahrungen im Landes­erziehungs­heim Struveshof und hofft auf Besserungen in der Zukunft. Mit der Macht­übernahme der National­sozialisten wurde die Verfolgung sexueller Vielfalt jedoch systematisch ausgeweitet.

Der Vortrag von Jako Wende beleuchtet einen bisher wenig beachteten Aspekt dieser Verfolgung: die sogenannte Für­sorge­erziehung. Jugend­liche, die aus ihrem Umfeld gerissen wurden, um sie in Heimen zu instituti­onalisieren und zu indoktri­nieren. Welchen Alltag und welche Gewalt erlebten sie in den Heimen? Und in welcher Form gab es Wider­stand?

19/01/2026

Die Möllner Briefe
Donnerstag, 22.01.2026, 20:00 Uhr
Kino Lumière, Geismar Landstr. 19, Göttingen

Veranstaltet vom Bildungs­werk ver.di und Amnesty Inter­national Stadtgruppe Göttingen

Die Veranstaltung ist online bereits ausgebucht. Restkarten können ggf. an den Abendkasse reserviert werden.

Der preisgekrönte Dokumentar­film „Die Möllner Briefe“ erinnert an die rassistischen Brand­anschläge von Mölln 1992, bei denen drei Menschen ermordet wurden. Im Mittel­punkt steht der Über­lebende İbrahim Arslan, der als Kind seine Schwester, seinen Cousin und seine Groß­mutter verlor. Hunderte von Solidaritäts­briefen wurden damals an die Stadt Mölln geschickt, diese wurden jedoch nie an die Opfer weiter geleitet, sondern lagen unbeachtet im Stadt­archiv. Der Film folgt Ibrahim Arslan bei der Entdeckung dieser Briefe.

Im Anschluss wird ein Film­beteiligter für ein Nach­gespräch zur Verfügung stehen.

05/01/2026

Eugenia Adler. Erinnerungen aus der Hölle

Mittwoch, 07.01.2026, 18:00 Uhr
Holborn­sches Haus, Rote Str. 34, Göttingen

Es lesen und berichten: Isa Rühling und Hanne­lore Mann

Intermezzi: Andreas Düker, Laute

Moderation: Lutz Heinke, freier Mit­arbeiter in der Freien Alten­­arbeit Göttingen e.V.

Solidaritäts­beitrag: Wir bitten um einen Betrag von 5 bis 20 €

Veranstaltet von der Freien Alten­­arbeit Göttingen e.V.

Warschauer Ghetto; Majdanek; Auschwitz; Sankt Georgen­thal — wie konnte sie überleben? Eugenia Adler, Göttinger Bürgerin seit ihrer Emigration 1968 aus Warschau, hat im August 1996 der Steven-Spielberg-Shoa-Stiftung ein Video-Inter­view gegeben. Ihre Tochter Halina hat es transkribiert und auf Englisch über­setzt, ihr Sohn Marian hat es seiner Schwägerin Isa Rühling über­geben, die das Manuskript ins Deutsche übertragen hat. Aus­schnitte daraus, die detailliert die Stationen ihres Weges wieder­geben, werden in einer Lesung vorgetragen.

10/12/2025

Führung zu den Moringer Konzentrations­lagern
Freitag, 12.12.2025, 15:30 Uhr
KZ-Gedenkk­stätte Moringen, Treffpunkt: Torhaus, Lange Str. 58, Moringen

Anmeldung erforderlich unter [email protected]

Veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Moringen
Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten KZ des NS-Staates errichtet. Dort wurden vor allem politische Gegner aus dem Raum Hannover — Göttingen inhaftiert. Von Oktober 1933 bis März 1938 war Moringen das zentrale Frauen-KZ Preußens. Inhaftiert waren Frauen aus dem politischen Wider­stand, aber auch Zeuginnen Jehovas. Von 1940–1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Rassistisch, religiös oder politisch verfolgte männliche Jugendliche waren hier SS-Terror, Zwangs­­arbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungs­­methoden“ ausgesetzt.

Informationen zu weiteren Führungen findet ihr auch auf der Webseite der Gedenkstätte KZ-Gedenkstätte Moringen

08/12/2025

Ein Leben für den Humor. Biografie
Silja Behre liest Ephraim Kishon

Mittwoch, 10.12.2025, 20:00 Uhr
Literatur­haus, Nikolaistr. 22, Göttingen

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit Göttingen e.V. und der Orts­gruppe der Deutsch-Israelischen Gesell­schaft Göttingen

Als Autor zahlreicher Bestseller wurde Kishon (1924-2005), „der Über­lebende, der die Deutschen zum Lachen brachte“, ausgerechnet im Land der Täter zu einem der erfolg­reichsten Schrift­steller.

Wie kam es dazu? Auf Basis bislang unveröffent­lichter Archiv­quellen, der Erinnerungen von Zeitzeug*­innen und Presse­artikeln sowie unter Berück­sichtigung der zeit­historischen politischen, gesell­schaftlich-kulturellen und wirt­schaftlichen Rahmen­bedingungen beantwortet die Historikerin Silja Behre (*1983) diese Frage umfassend und über­zeugend. Sie verortet ihn im Literatur­betrieb und beleuchtet seine Rolle als Intellektueller und zentraler Ansprech­partner für deutsch-israelische Themen

Photos from Gedenken an die Opfer des NS - Göttingen's post 26/11/2025

Alexander Estis und Evgeniya Kleyn:
Klavikomik
Sonntag, 30.11.2025, 18:00 Uhr
Altes Rathaus, Markt 9, Göttingen

Literatur trifft auf Musik, Wort trifft auf Klang, Klavier trifft auf Komik: Virtuose Inter­pretationen der Pianistin Evgeniya Kleyn verbinden sich mit sprach­akrobatischen Satiren des Schrift­stellers Alexander Estis zu einem satirischen Bühnen­programm. Virtuos bespielen sie die gesamte Klaviatur des Komischen.

Als Autor mit jüdisch-russisch-ukrainischen Wurzeln ist Alexander Estis in den letzten Jahren vermehrt gefordert, zu den aktuellen politischen Krisen und Auseinander­setzungen in der Ukraine und dem Nahen Osten publizistisch Stellung zu beziehen. Die Lesung einiger dieser politisch geprägten Texte und ein Gespräch mit dem Publikum bilden den kürzeren zweiten Teil der Veranstaltung.

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­­arbeit e.V.

23/11/2025

Dienstag, 25.11.2025, 19:00 Uhr
Holborn­sches Haus, Rote Str. 34, Göttingen
SS-Fotografie, Gewalt und Karrieren im KZ

Veranstaltet vom Bildungs­werk ver.di
Bildungswerk ver.di in Niedersachsen

In langjähriger Forschung hat der Historiker Stefan Hördler foto­grafische Über­lieferungen der SS analysiert. Die Fotos zeigen SS-Männer im Alltag und KZ-Dienst, aber auch privat beim Fußball oder Feiern. Zugleich werden Perspektiven einer zunehmenden Radikalisierung von Gewalt und Rassismus sichtbar.
Weiterlesen:
https://gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de/november-2025

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