23/08/2026
Ich war übrigens auch sehr lange stolz darauf, so unkompliziert zu sein.
Mit mir konnte man alles machen.
Plan geändert? Kein Ding.
Jemand sagt ab? Alles gut.
Du willst lieber woanders hin? Machen wir.
Du hast gerade keine Zeit für mich? Verstehe ich.
Ich hatte ja für alles Verständnis.
Das klingt erstmal nach einer ziemlich angenehmen Eigenschaft.
Bis du irgendwann feststellst:
Komisch. Für alle anderen habe ich Verständnis. Nur mich selbst frage ich erstaunlich selten, was ich eigentlich möchte.
Und genau da wird aus „pflegeleicht“ irgendwann ein Problem.
Wenn du deine eigenen Wünsche regelmäßig schon aussortierst, bevor ein anderer überhaupt die Chance hatte, Nein dazu zu sagen.
Wenn du enttäuscht bist und trotzdem „alles gut“ sagst.
Wenn du dich anpasst, bevor überhaupt jemand verlangt hat, dass du dich anpasst.
Und wenn du irgendwann wirklich glaubst, dir sei das alles egal.
Ich finde überhaupt nichts falsch daran, unkompliziert zu sein.
Ja, ich bin heute noch ziemlich unkompliziert.
Aber inzwischen gibt es mich dabei auch noch.
Und das ist der Unterschied.
Du musst nicht plötzlich wegen jedem Kleinscheiss ein Fass aufmachen.
Du darfst weiterhin großzügig sein. Verständnis haben. Kompromisse machen.
Aber vielleicht fragst du dich zwischendurch einfach mal:
Ist das gerade wirklich okay für mich?
Und wenn die Antwort Nein lautet, darf das auch mal jemand erfahren.
Denn ein selbstbestimmtes Leben besteht nicht nur aus den großen Entscheidungen.
Es beginnt manchmal bei einem ziemlich simplen:
„Nee. Heute hätte ich es gerne anders.“
Wenn du merkst, dass du deine eigenen Wünsche oft erst bemerkst, wenn du schon längst wieder Ja gesagt hast, können wir genau daran arbeiten.
Infos zum 1:1 Coaching und zum kostenlosen Kennenlerngespräch findest du über den Link in meiner Bio.
20/08/2026
Gründe, mir zu folgen. Oder eben auch nicht.
Ich glaube, man sollte ziemlich schnell merken, ob ein Mensch, dem man folgt – und erst recht ein Coach – zu einem passt.
Deshalb hier die etwas ausführlichere Gebrauchsanweisung für mich.
Ich bin ehrlich.
Ich bin nicht immer deiner Meinung.
Ich halte wenig von Blabla und noch weniger davon, Probleme bis zum Sanktnimmerleinstag zu analysieren.
Natürlich ist es wichtig zu verstehen, warum du heute so denkst, fühlst und handelst.
Denn deine Vergangenheit hat Spuren hinterlassen.
Vielleicht hast du früh gelernt, dich anzupassen.
Es allen recht zu machen.
Dich verantwortlich für die Gefühle anderer zu fühlen.
Perfekt zu sein.
Bloß niemanden zu enttäuschen.
Das zu verstehen, kann unglaublich wichtig sein.
Aber für mich ist Verstehen immer nur der Anfang.
Denn irgendwann kommt die viel spannendere Frage:
Was möchtest DU jetzt mit deinem Leben machen?
Wie möchtest du Beziehungen führen?
Welche Entscheidungen würdest du treffen, wenn nicht ständig Angst, Schuld oder alte Muster mit am Tisch säßen?
Wer wärst du, wenn du nicht mehr permanent damit beschäftigt wärst, es allen anderen recht zu machen?
Und was würdest du mit all der Energie anfangen, die dabei plötzlich frei wird?
Genau da möchte ich mit meiner Arbeit hin.
Nicht zu einer perfekteren Version von dir.
Nicht zu einem Menschen, der nie wieder getriggert, traurig oder unsicher ist.
Sondern zu einem Menschen, der immer häufiger selbst entscheiden kann, wie er sein Leben leben möchte.
Und ja: Dabei darf gelacht werden.
Sogar über ziemlich schwere Dinge.
Aber nicht um sie abzuwerten, sondern weil ihnen manchmal ein bisschen Schwere genommen werden muss, damit wieder Platz fürs Handeln entsteht.
Und vielleicht ist das die beste Zusammenfassung meiner Arbeit:
Deine Vergangenheit darf erklären, warum du heute hier stehst.
Aber sie muss nicht entscheiden, wohin du als Nächstes gehst.
17/08/2026
„Ich hasse Lügen. Und trotzdem lüge ich.“
„Alles gut.“
„Kein Problem.“
„Ich hab deine Nachricht nicht gesehen.“
„Mir macht das nichts aus.“
Kleine Sätze. Und manchmal komplette Lügen.
Und vielleicht schämst du dich danach dafür. Weil Ehrlichkeit für dich eigentlich unglaublich wichtig ist und du dir schon hundertmal vorgenommen hast:
Beim nächsten Mal sage ich einfach die Wahrheit.
Und dann fragt jemand:
„Ist es okay, wenn …?“
Und aus deinem Mund kommt:
„Klar. Kein Problem.“
Obwohl es ein Problem ist.
Vielleicht liegt das nicht daran, dass du ein unehrlicher Mensch bist.
Vielleicht hast du irgendwann gelernt, dass eine kleine Lüge sicherer ist als die Wahrheit.
Weil ein Nein Streit ausgelöst hat.
Eigene Bedürfnisse zu Schuldgefühlen geführt haben.
Oder es verdammt unangenehm wurde, wenn jemand mit deiner Antwort nicht zufrieden war.
Dann kann aus:
„Ich sage lieber schnell das, was die Situation sicher macht.“
ein automatisches Muster werden.
Was dich früher vielleicht vor Konflikten geschützt hat, kann dir heute allerdings richtig auf die Füße fallen:
Vertrauen geht verloren. Beziehungen werden schwieriger. Und du schämst dich jedes Mal ein bisschen mehr.
Genau darüber sprechen Sarah und ich in der neuen Folge Schwarze Schafe:
Warum Menschen lügen, obwohl sie Ehrlichkeit lieben. Warum ein simples Nein manchmal so schwierig ist. Und vor allem:
Wie du anfangen kannst, dieses Muster zu verändern.
🎙️ „Ich hasse Lügen. Warum mache ich es trotzdem?“
Das schwarze Schaf und das Ding mit der Wahrheit
Jetzt überall da, wo es Schwarze Schafe auf die Ohren gibt.
Und falls du dich gerade ertappt fühlst:
Du musst dich nicht dafür fertig machen. Aber du darfst anfangen, es zu verändern.
15/08/2026
Vielleicht denkst du schon seit Jahren:
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Weil du immer wieder dieselben Muster lebst.
Weil du dich ständig anpasst.
Weil du dich nicht traust, Grenzen zu setzen.
Weil du dich selbst immer wieder zurückhältst.
Und vielleicht hast du sogar schon Bücher gelesen, Podcasts gehört und unzählige Videos angeschaut.
Aber was, wenn das Problem nie fehlendes Wissen war?
Was, wenn dein Gehirn einfach gelernt hat, dass Freiheit gefährlich ist?
Denn unser Gehirn trifft Entscheidungen nicht danach, was uns glücklich macht (leider…)
Es trifft Entscheidungen danach, was sich sicher anfühlt.
Und genau deshalb reicht Motivation oft nicht aus.
Deshalb scheitern so viele gute Vorsätze (und zwar immer wieder)
Und deshalb ist Veränderung so viel mehr als nur „positiv denken“.
Genau hier setzt meine Arbeit an.
Ich helfe Menschen nicht einfach dabei, ihre Vergangenheit zu verstehen.
Ich helfe ihrem Gehirn dabei, neue Erfahrungen zu machen.
Erfahrungen, durch die sich Freiheit irgendwann nicht mehr bedrohlich, sondern ganz selbstverständlich anfühlt.
Und wenn das passiert, dann verändert sich oft nicht nur ein Verhalten, sondern ein ganzes Leben.