23/05/2026
Singen mit Ausdruck beginnt gar nicht mit einem Ausdruck - sondern mit einem ganz entspannten Gesicht. Ich nenne diesen Moment "Stillpunkt". Aus diesem ruhigen Moment heraus bin ich offen und empfänglich für einen Gedanken, eine Emotion oder eine neue Haltung, die ich für die Interpretation eines Liedes brauche. Davon erzähle ich in meinem neuen Blog-Beitrag. Schau mal rein! Link ist in den Kommentaren.
18/05/2026
Manchmal beginnt ein neues Projekt nicht mit einem großen Plan, sondern mit einem Online-Raum voller lachender Frauen, Besen, Schlafanzug-Ideen und der Frage, wie man eigentlich Kühlschranklicht filmen kann.
Gestern war unser erstes Treffen für das neue Video-Projekt „Küchentango“. Und ich glaube, man konnte sofort spüren: Das wird besonders.
Einige Frauen sind schon lange dabei, andere ganz neu. Manche singen seit Jahrzehnten, andere zum ersten Mal wieder nach 30 Jahren. Und plötzlich sitzen da Menschen aus verschiedenen Orten zusammen, die sich vorher noch gar nicht kannten, und denken gemeinsam darüber nach, wie sich nächtliche Heimlichkeit, kleine Heißhunger-Momente,Tango-Energie im Schattenspiel zeigen und mit Musik verbinden lassen.
Noch ist nichts fertig.
Es wird ausprobiert, verworfen, gelacht, neu gedacht.
Genau so mag ich kreative Prozesse am liebsten.
Denn neben allem, was „funktionieren“ muss, braucht es für mich genau diese Momente, in denen etwas entsteht, das vorher noch niemand genau kennt.
Ich freue mich sehr auf die nächsten Wochen mit euch. Und bin jetzt schon sowas von gespannt...
15/05/2026
Heute habe ich meinen Selfie-Kurs aktualisiert. Die Bilder entstehen auf eine ganz bestimmte Weise, nämlich nicht aus einer Pose, sondern aus dem Spiel mit Gedanken, Haltung und Gefühl. Bald ist es wieder so weit! Wenn du dabei sein willst, trag dich in meinen Newsletter ein 👇. Das wird ein schönes Kunst-Stückchen - ausnahmsweise mal ganz ohne Gesang.
12/05/2026
Hin und wieder entstehen hier kleine Kunst-Stückchen: Musikvideos, Mini-Performances oder andere verrückte Ideen rund ums Chorsingen.
Mitmachen können alle, die Lust auf so etwas haben. Nicht Leistung steht dabei im Mittelpunkt, sondern Neugier, Atmosphäre und die Freude daran, gemeinsam etwas entstehen zu lassen.
Die meisten Projekte beginnen ziemlich unspektakulär mit einer Mail. Dort teile ich neue Ideen, suche Mitstreiterinnen oder erzähle von aktuellen Kunst-Stückchen.
👉 Trag dich gern in den Kunst-Stückchen-Newsletter ein, wenn du dich das interessiert (Link in den Kommentaren)
Aktuell planen wir einen kleinen Musikvideodreh zum Song „Küchentango“.
Diesmal experimentieren wir mit Schattenspielen. Jede baut sich zu Hause mit einfachen Mitteln ein kleines Mini-Set — Bettlaken, Baustrahler, Küchenstühle, was eben gerade da ist. Noch wissen wir selbst nicht genau, wie das am Ende aussehen wird. Wir sind selbst gespannt! Das fertige Musikvideo erscheint dann Mitte August 2026.
👉 Willst du noch reinspringen? Es gibt noch einen freien Platz. Wie beginnen Anfang Juni. Schreib mir einfach eine PN.
10/05/2026
Chöre sind nicht witzig. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, und es gibt sie – diese Abende, an denen man wirklich lachen muss, an denen ein Chor Leichtigkeit, Timing und Selbstironie auf die Bühne bringt. Warum es Gruppen aber meistens schwer fällt, witzig zu sein - und wie es trotzdem gelingen kann - lest ihr in meinem neuen Beitrag (Link in den Kommentaren)
06/05/2026
Für mich ist Chormusik vor allem eine künstlerische Ausdrucksform.
Gemeinschaft entsteht darin oft ganz selbstverständlich — aber sie ist nicht der eigentliche Zweck des Singens.
Diesen Unterschied fühle ich schon lange, aber es hat Jahre gedauert, bis ich ihn formulieren konnte. Denn ich habe innerhalb einer Szene gearbeitet, in der es oft eher andersherum ist: Gemeinschaft first. Daran ist nichts falsch — es ist einfach ein anderer Ansatz.
Ich bin immer wieder angestoßen und irritiert gewesen, ohne genau zu verstehen, warum. Denn so selbstverständlich es für manche ist, dass Beziehungen innerhalb einer Chorgruppe an erster Stelle stehen, so selbstverständlich ist für mich die gemeinsame Sache.
Ich habe beobachtet, dass daraus große Missverständnisse entstehen können, weil Verhalten gegenseitig falsch gedeutet wird. Wenn ich zum Beispiel mit einer gewissen Ungeduld angemerkt habe, dass ein Song nun wirklich bald auswendig sitzen muss — damit wir endlich mit dem beginnen können, was für mich das Eigentliche ist: der Ausarbeitung der künstlerischen Form — wurde das nicht selten als „Druck machen“ empfunden. Ich wurde gelesen als jemand, der sich durchsetzen will, anderen zu viel abverlangt oder kein Verständnis für private Situationen hat.
Ich kann nicht zählen, wie viele Konflikte daraus entstanden sind, manchmal sogar echte Verwerfungen. Hätte ich früher verstanden, welches grundlegende Missverständnis hier wirksam ist, hätte ich auf beiden Seiten viel Frust verhindern können.
Ich habe außerdem beobachtet, dass es in Gruppen oft beide Typen gibt: Menschen, die vor allem ein künstlerisches Ergebnis erreichen möchten — und Menschen, für die die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Nicht selten entstehen genau zwischen diesen beiden Polen Spannungen.
Ich habe mich deshalb entschieden, mich nicht länger in solchen gemischten Gruppen zu verausgaben, sondern von Anfang an klarer zu benennen, worum es mir geht. So können sich diejenigen anschließen, die sich davon angesprochen fühlen.
Denn auch ich brauche und suche Gemeinschaft — aber sie darf fluider, wechselnder und weniger dicht sein. Mit einem gemeinsamen Fokus auf das Ergebnis.
Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, vorerst keine festen Gruppen mehr zu betreuen. Stattdessen initiiere ich kleinere Projekte: Musikvideo-Drehs, Mini-Performances oder andere „Kunst-Stückchen“. So kann jede immer wieder neu entscheiden, ob sie diesmal dabei sein möchte.
Auf diese Weise entstehen lockere Gruppen, die ungewöhnlich intensiv, zielstrebig und mit Lust am Detail an einem gemeinsamen Ergebnis arbeiten. Mit Menschen, die sich weiterentwickeln wollen. Die Herausforderungen als Chance begreifen und bereit sind, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen.
Was mir daran besonders gefällt: Die Teilnehmerinnen können beides haben. Ein festes Gruppengefüge in ihren Heimatchören — mit wöchentlichen Proben und allem, was dazugehört. Und zusätzlich eine projektartige, zielgerichtete Zusammenarbeit mit einem kleinen Kollektiv Gleichgesinnter, das sich nach Abschluss eines Projekts wieder auflöst.
Momentan gibt es zum Beispiel eine Gruppe von neun Frauen, die gemeinsam ein Musikvideo zum „Küchentango“ dreht. Die Idee ist, den nächtlichen Tanz als Schattenspiel zu gestalten. Es gibt Zoom-Meetings für Besprechungen und Brainstorming, einen Online-Bereich für Fragen und Austausch zwischendurch und am Ende eine gemeinsame Premiere. Jede fügt dem Projekt ihren Teil hinzu — vorbereitet und aufgenommen zu Hause.
Sobald sich eine Gruppe findet, die Lust auf ein nächstes Projekt hat, beginnt eine neue Runde.
Wenn du dich davon angesprochen fühlst, abonniere gern meinen Newsletter. Darüber organisiere ich momentan diese kleinen Kunst-Stückchen. Ich freue mich über jede Neugierige.
Leistung steht hier übrigens nicht im Zentrum — aber die Lust aufs Detail.