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Photos from Lehrerinfos - Lehrernews - Lehrertipps's post 15/06/2026

Gegen Social-Media-Verbot – Kultusministerin: Kinder haben Recht auf digitale Teilhabe

HANNOVER. TikTok, Instagram und Co. gehören für viele junge Menschen zum Alltag. Der Deutsche Ethikrat sieht Risiken und fordert besseren Schutz. Niedersachsens Kultusministerin fühlt sich bestätigt.
„Altersleitplanken“: Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg. Foto: Simona Bednarek / Julia Hamburg
Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg unterstützt die Stellungnahme des Ethikrats für einen besseren Schutz von Kindern in der digitalen Welt. «Ich teile ausdrücklich die Auffassung, dass Plattformbetreiber stärker in die Verantwortung genommen werden müssen», sagte die Grünen-Politikerin.
Digitale Teilhabe und «Altersleitplanken» seien dabei keine Gegensätze. «Wir müssen Kinder und Jugendliche befähigen, sich sicher und selbstbestimmt in digitalen Räumen zu bewegen», sagte Hamburg. «Sie haben auch ein Recht auf Teilhabe im digitalen Raum. Genau deshalb haben Betreiber von Plattformen den Kinder- und Jugendschutz umzusetzen.»
Wo Betreiber Kinder und Jugendliche gefährden, müsse der Jugendmedienschutz greifen – das sehe auch der Ethikrat so. In diesen Fällen brauche es «zielgenaue Altersgrenzen». Konkrete Beispiele oder Altersangaben nannte die Ministerin nicht.
Der Deutsche Ethikrat hatte sich vergangene Woche gegen ein pauschales gesetzliches Mindestalter bei der Nutzung sozialer Medien ausgesprochen. Für einzelne digitale Angebote sollte es jedoch spezielle Regelungen geben, heißt es in der Stellungnahme. Der notwendige Schutz junger Menschen müsse mit ihren Interessen an digitaler Teilhabe und an der Erlangung bestimmter Fähigkeiten in Ausgleich gebracht werden. News4teachers / mit Material der dpa
Ethikrat lehnt Social-Media-Mindestalter ab – stattdessen: Mehr Medienbildung an Schulen

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08/06/2026

Philologen: „Diskriminierung bekämpft man nicht, indem man Lehrkräfte verunsichert”
DÜSSELDORF. Das geplante Landesantidiskriminierungsgesetz in Nordrhein-Westfalen stößt auf wachsenden Widerstand. Nach einer Anhörung im Landtag warnt nun auch der Philologenverband NRW vor Folgen für den Schulalltag. Die vorgesehene Beweislastregelung könne Lehrkräfte unter Generalverdacht stellen und das Vertrauensverhältnis an Schulen beschädigen.
“Klima des Misstrauens”: Sabine Mistler, Vorsitzende des Philologenverbands NRW. Foto: Philologenverband NRW
Das geplante Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) der schwarz-grünen Landesregierung sorgt für weiteren Widerstand aus dem Bildungsbereich. Der Philologenverband Nordrhein-Westfalen (PhV NRW) lehnt den Gesetzentwurf in seiner vorliegenden Form ab und warnt vor erheblichen Folgen für den Schulalltag. Die vorgesehene Beweislastregelung stelle Lehrkräfte unter Generalverdacht und gefährde die pädagogische Freiheit, erklärt der Verband.
„Diskriminierung bekämpft man nicht, indem man Lehrkräfte verunsichert, sondern indem man sie stärkt”, sagt die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistler. Das Gesetz schaffe keinen besseren Schutz vor Diskriminierung an Schulen, sondern erzeuge vielmehr „ein Klima des Misstrauens gegenüber Lehrkräften“.
Im Zentrum der Kritik steht die im Gesetzentwurf vorgesehene Beweislastregelung. Danach sollen Betroffene zunächst Indizien vortragen müssen, die eine Diskriminierung plausibel erscheinen lassen. Anschließend liegt es an der betroffenen Behörde, den Vorwurf zu entkräften.
Für den Philologenverband birgt dies erhebliche Risiken. „Professionelles Handeln wird zum rechtlichen Risiko”, warnte Mistler bereits Anfang Mai in der Sachverständigenanhörung des Landtags. Einen Negativbeweis – also den Nachweis, nicht diskriminiert zu haben – könnten Betroffene in der Praxis kaum erbringen.
„All dies hätte verheerende Auswirkungen auf das grundlegende Vertrauensverhältnis zwischen allen an Schule Beteiligten“
Der Verband sieht dadurch zentrale Bereiche schulischer Arbeit berührt. Notengebung, pädagogische Entscheidungen oder die Auswahl von Unterrichtsmaterialien könnten künftig Gegenstand von Diskriminierungsbeschwerden werden. Als Beispiel nennt der Philologenverband die Behandlung provozierender literarischer Texte im Deutschunterricht. Lehrkräfte müssten befürchten, dass pädagogische Entscheidungen nicht mehr allein nach fachlichen Kriterien bewertet würden, sondern zugleich unter dem Gesichtspunkt möglicher rechtlicher Auseinandersetzungen. „All dies hätte verheerende Auswirkungen auf das grundlegende Vertrauensverhältnis zwischen allen an Schule Beteiligten“, befürchtet Mistler.
Aus Sicht des Verbands besteht zudem kein zusätzlicher gesetzlicher Regelungsbedarf. Bereits heute seien Schulen an das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes gebunden. Lehrkräfte erfüllten ihren Bildungsauftrag auf dieser Grundlage, zudem gelte für sie die beamtenrechtliche Wohlverhaltenspflicht. Das geplante Gesetz schaffe daher vor allem neue Zuständigkeiten und zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Das LADG nehme, so Mistler, „der Bildung ihre Grundlage”.
Der Philologenverband fordert die Landesregierung deshalb auf, den Gesetzentwurf zurückzuziehen oder grundlegend zu überarbeiten.
Die Landesregierung verfolgt mit dem Vorhaben das Ziel, bestehende Schutzlücken im Umgang mit Diskriminierung durch staatliche Stellen zu schließen. Das Gesetz soll für Behörden und Einrichtungen des Landes gelten und damit auch Schulen erfassen. Betroffene könnten künftig unter bestimmten Voraussetzungen Schadenersatz oder Schmerzensgeld geltend machen. Nordrhein-Westfalen wäre damit das erste Flächenbundesland mit einem eigenen Landesantidiskriminierungsgesetz.
Mit ihrer Kritik stehen die Philologen nicht allein. Auch die Gewerkschaft der Polizei lehnt das Vorhaben ab. Ihr Landesvorsitzender Patrick Schlüter bezeichnete das Gesetz gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ als „Misstrauensgesetz“. Beschäftigte sähen sich bereits heute mit Anzeigen konfrontiert, die als „Retourkutsche“ gedacht seien. „Mit dem LADG könnte es künftig einen weiteren Hebel für solche Revanchen geben“, sagte Schlüter. News4teachers
Studie zeigt verbreiteten Rassismus – Neues Gesetz soll besser vor Diskriminierung schützen (auch durch Schulen)

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Photos from Lehrerinfos - Lehrernews - Lehrertipps's post 01/06/2026

Zu schwach aufgestellt? Schulaufsicht soll Schulen künftig besser beraten

MAINZ. Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung plant eine Reform der zentralen Landesbehörde, die auch die Schulaufsicht stellt. Nach Einschätzung der Bildungsgewerkschaft GEW ist das auch dringend nötig.
Beratung – oder Kontrolle? (Symbolbild.) Foto: Shutterstock
Kommunalaufsicht, Katastrophenschutzbehörde, Steuerstelle für die Flüchtlingsversorgung, oberste Schulaufsicht: Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) ist in Rheinland-Pfalz die zentrale Landesbehörde mit einer Vielzahl von öffentlichen Aufgaben. Ist die Mammutbehörde auch effektiv? Die neue schwarz-rote Landesregierung hat im Koalitionsvertrag eine Reform der ADD verankert. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion wird neu von Andreas Kruppert, bisher Landrat im Eifelkreis Bitburg-Prümm, geführt.
Die Schulabteilung der ADD trägt nach eigenen Angaben für knapp 1.600 Schulen die Verantwortung und betreut mehr als 41.000 Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz. Die Behörde fungiert dabei als Ansprechstelle, ist für die Bewerbungen und Abschreibungen für die Lehrkräfte und das pädagogische Fachpersonal sowie die gesamte Schulorganisation zuständig. Das Startchancen-Programm zur Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendliche wird über die ADD organisiert. Außerdem ist in dem Bereich die berufliche Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung angegliedert.
Kritik an der ADD von Kommunen und Bildungsgewerkschaft
Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht die Behörde personell zu schwach aufgestellt. Die Schulabteilungen in Neustadt, Trier und Koblenz könnten dem breiten Anspruch der Schul- und Dienstaufsicht kaum gerecht werden, kritisiert Gewerkschaftsvorstand Stefan Jakobs. Es fehle an Zeit für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Das gelte gerade für Schwerpunktschulen sowie Förder- und Beratungszentren.
Die GEW fordert mehr Personal mit getrennten Zuständigkeiten für den Bereich der Schulaufsicht und die Dienstleistung für die Schulen. Außerdem sollte es ein neues Schulfachreferat Integrierte Gesamtschulen (IGS) geben, da derzeit die IGS von der Gymnasialabteilung mitverwaltet werden.
Im Koalitionsvertrag haben sich CDU und SPD auf eine Reform der wichtigen Behörde geeinigt. Ziel ist demnach, mehr Schulentwicklung und -beratung sowie schulbezogene Dienstleistungen zu ermöglichen. Das soll unter Berücksichtigung der Führungsstrukturen in den Schulen umgesetzt werden, schreiben die Koalitionäre. Konkrete Details zu den Vorhaben gibt es bislang nicht.
Die SPD hatte sich im Wahlkampf für eine stärkere Regionalisierung der Schulaufsicht unter dem Dach der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion starkgemacht. Neue Bildungsministerin ist Ute Eiling-Hütig (CDU), bisland Landtagsabgeordnete in Bayern. News4teachers / mit Material der dpa
Debatte um Bildungsreformen: „Auf der oberen und mittleren Ebene wird dirigiert, aber in der Schule spielt die Musik“

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Photos from Lehrerinfos - Lehrernews - Lehrertipps's post 18/05/2026

IGLU-Studie – neue Auflage: Wie steht es mittlerweile um die Lesekompetenz?

DORTMUND. In der letzten sogenannten IGLU-Studie von 2021 zur Lesefähigkeit von Grundschülern hatten die schwachen Ergebnisse schockiert. Nun startet in Deutschland eine neue Erhebungsrunde bei Viertklässlern.
“Fundierte Daten”: Professorin Nele McElvany. Foto: IFS
Für die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung – kurz IGLU – beginnen nun in Deutschland die Erhebungen bei Viertklässlerinnen und Viertklässlern für die nächste Analyse. Laut Bildungsforscherin Prof. Nele McElvany, die für IGLU Deutschland die wissenschaftliche Leitung innehat, wird sich zeigen, ob die seit 2021 ergriffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Die letzte Studie hatte damals eklatante Schwächen bei Viertklässlerinnen und Viertklässler gezeigt: Rund 25 Prozent konnten demnach nicht richtig und sinnerfassend lesen.
Deutschlandweit nehmen an der heute startenden Haupterhebung rund 4.000 Grundschülerinnen und Grundschüler des vierten Jahrgangs in 240 Klassen an zufällig ausgewählten Schulen in allen 16 Bundesländern teil. Im Fokus stehe die Lesekompetenz, die in Tests erhoben werde, durchgeführt an digitalen Geräten, schilderte McElvany, Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Uni Dortmund. Neben Testung und Befragung der Schülerschaft würden auch Angaben von Lehrkräften, Schulleitungen und Eltern erfasst.
Letzte IGLU-Studie hatte schockiert
Vor fünf Jahren hatte sich bei der bedeutenden Analyse gezeigt, dass in Deutschland Kinder aus sozial benachteiligten und zugewanderten Familien besonders von der schwachen Lesefähigkeit betroffen waren. Lesekompetenz gilt als Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungs- und Lebensweg. Das IFS betonte, neben individuellen Lebenschancen sei es auch für den Standort Deutschland im zunehmend globalen Wettbewerb entscheidend, dass alle Kinder den Mindeststandard schaffen und möglichst viele Spitzenleistungen erreichen.
Die nun anstehende Erhebung für 2026 erfasse die Entwicklungen über ein Vierteljahrhundert hinweg. Die Untersuchung werde insgesamt mit mehr als 400.000 Schülerinnen und Schülern in rund 60 Staaten und Regionen durchgeführt.
Kompetenz soll im internationalen Vergleich verortet werden
Ziel sei es zudem, Unterschiede zwischen Schülergruppen zu erfassen und Ergebnisse im internationalen Vergleich einzuordnen, hieß es in Dortmund. «Mit IGLU werden fundierte Daten darüber gewonnen, wie gut Kinder vor dem Übergang auf die weiterführenden Schulen Texte verstehen und nutzen können, aber auch zentrale Informationen über die Lernbedingungen in Schulen oder Veränderungen in der Schülerschaft.» Es gehe also konkret etwa um Digitalisierung oder Unterrichtsqualität, international vergleichend untersucht.
Expertin McElvany betonte, die Ergebnisse der alle fünf Jahre stattfindenden Studie führten zu wichtigen Erkenntnissen und Maßnahmen – wie etwa mehr Leseförderung, flächendeckende Diagnostik-Konzepte zu Beginn und während der Grundschule oder auch frühere Sprachförderung.
«Die internationale Perspektive ist dabei besonders wichtig.» Viele Länder stehen der Forscherin zufolge vor ähnlichen Herausforderungen wie Deutschland, haben Erfahrungen mit bestimmten Strategien und Praktiken gesammelt. Das könne wichtige Impulse für das deutsche Schulsystem bringen. News4teachers / mit Material der dpa
Zwei Jahre nach dem IGLU-Schock: Warum Deutschlands Kinder immer schlechter lesen – Forscher ermitteln Ursachen

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Photos from Lehrerinfos - Lehrernews - Lehrertipps's post 11/05/2026

Hammerattacke auf Schulhof: (Rechtsextremer?) Schüler wegen Mordversuchs vor Gericht

AUGSBURG. Mit Hammer, Helm und Uniform auf dem Pausenhof: Ein 15-Jähriger steht wegen des Verdachts des versuchten Mordes aus rassistischen Motiven vor Gericht. Was steckt hinter der brutalen Attacke?
Das Gericht hat zu entscheiden (Symbolbild). Foto: Shutterstock
Wegen einer Hammerattacke auf zwei Schüler auf einem Schulhof muss sich von Dienstag an ein Jugendlicher vor dem Landgericht in Augsburg verantworten. Der Angeklagte soll aus rassistischen Gründen mit dem Hammer auf die Opfer eingeschlagen haben, beide wurden verletzt. Der damals 15 Jahre alte Schüler ist wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor der Jugendkammer angeklagt.
Wegen des Alters des Angeklagten ist das gesamte Verfahren aufgrund des Jugendgerichtsgesetzes nicht öffentlich und findet hinter verschlossenen Türen statt. Ein Urteil könnte es im Juni geben. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den beschuldigten Jugendlichen die Unschuldsvermutung.
Angeklagter wollte laut Anklage Muslime töten
Der 15-Jährige soll am 2. Oktober 2025 morgens das Gelände der Mittelschule in Friedberg betreten haben, um dort Menschen mit islamischer Religionszugehörigkeit und mit ausländischer Herkunft zu töten (News4teachers berichtete). Der Jugendliche soll sich dafür mit einem uniformähnlichen Anzug und einem militärisch wirkenden Helm ausgestattet haben, neben dem Hammer soll er auch zwei erlaubnisfreie Soft-Air-Pistolen dabeigehabt haben.
Auf dem Pausenhof soll er dann einen irakisch-stämmigen Schüler und einen Schüler mit kosovarischen Wurzeln mit dem Hammer auf den Kopf beziehungsweise gegen den Körper geschlagen haben. Die 14 und 13 Jahre alten Schüler wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Der 15-Jährige, der ehemals Schüler der Mittelschule war, wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Jugendkammer plant eine Reihe von Verhandlungstagen
Da die Ermittlungen Hinweise auf ein rechtsextremistisches Motiv ergaben, hatte die Generalstaatsanwaltschaft München das Verfahren bereits kurz nach der Tat übernommen. Die Ermittlungsbehörde in der Landeshauptstadt ist die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.
Für den Gerichtsprozess wurden zunächst elf Verhandlungstage bis 23. Juni terminiert. Es könnte allerdings sein, dass das Verfahren etwas früher endet. Auch wenn das Urteil hinter verschlossenen Türen verkündet wird, will das Landgericht den Ausgang der Öffentlichkeit bekanntgeben. News4teachers / mit Material der dpa
Wenn die Grundschülerin ein NS-Marschlied singt… Der Rechtsextremismus dringt in den Schulalltag vor – mit Macht

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Gelassen bleiben, stark führen, Kinder stärken: Wie Resilienz Lehrkräfte und Klassen nachhaltig verändert

Zwischen Unterrichtsstörungen, Zeitdruck, steigenden Erwartungen und emotional herausfordernden Situationen bleibt im Schulalltag oft eines auf der Strecke: die eigene Stabilität. Dabei ist genau sie die Grundlage für alles andere. Wer als Lehrkraft gelassen bleibt, klar reagiert und sich selbst nicht verliert, schafft nicht nur bessere Lernbedingungen – sondern schützt auch die eigene Gesundheit. Zwei praxisnahe Materialien der früheren Lehrerin und Stressmentorin Bianca Kaminsky setzen genau hier an: bei der Resilienz von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern – und zeigen, wie beides zusammenhängt.
Die Autorin (und frühere Grundschullehrerin) Bianca Kaminsky. Illustration: News4teachers
Das Workbook „Resilienz – Dein Weg zur gelassenen Lehrkraft“ richtet sich konsequent an die Person im Zentrum des Systems Schule: die Lehrkraft selbst. Statt reiner Theorie bietet es einen strukturierten, alltagstauglichen Zugang zu einem Thema, das oft abstrakt bleibt. Was bedeutet Resilienz konkret im Schulalltag? Warum ist sie entscheidend, um langfristig gesund im Beruf zu bleiben? Und vor allem: Wie lässt sie sich gezielt stärken?
Das Besondere an diesem Workbook ist der konsequente Praxisbezug. Es bleibt nicht beim Lesen, sondern fordert zur aktiven Auseinandersetzung auf. Selbsttests helfen dabei, den eigenen Stand zu bestimmen, Reflexionsfragen lenken den Blick auf persönliche Muster, und kurze Übungen lassen sich direkt in den Alltag integrieren. Grundlage bildet ein Resilienzmodell mit sieben Schutzfaktoren – von Selbstwahrnehmung über Selbstregulation bis hin zu Optimismus und Lösungsorientierung. Zu jedem dieser Bereiche liefert das Workbook konkrete Impulse, die ohne großen Aufwand umsetzbar sind. So entsteht Schritt für Schritt ein stabiler „innerer Stand“, der gerade in stressreichen Phasen trägt. Gleichzeitig wird deutlich: Resilienz ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern eine Voraussetzung dafür, den Beruf langfristig ausüben zu können, ohne auszubrennen.
Bestellhinweis: „Resilienz – Dein Weg zur gelassenen Lehrkraft“ (Bianca Kaminsky – Die Stressmentorin) ist als E-Book (Zip-Datei mit zwei PDF-Versionen à 62 Seiten, inklusive interaktiver Variante) sofort verfügbar. Preis: 16,00 Euro. Hier lässt es sich kaufen und herunterladen.
Für den Einsatz im gesamten Kollegium steht zusätzlich eine Schullizenz für 80,00 Euro zur Verfügung – hier geht es hin.
Während dieses Workbook bei der Lehrkraft ansetzt, richtet „Meine rundum resiliente Klasse – Grundschule“ den Blick auf das Klassenzimmer selbst. Denn Resilienz ist keine individuelle Eigenschaft allein – sie entsteht auch im sozialen Raum. Das Praxisheft zeigt, wie Lehrkräfte mit kleinen, gezielten Impulsen eine Umgebung schaffen können, in der Kinder ihre psychische Widerstandskraft entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen sieben Schutzfaktoren, die kindgerecht aufbereitet und mit konkreten Übungen verknüpft sind. Ob Atemübungen zur Selbstregulation, kleine Reflexionsaufgaben zur Selbstwahrnehmung oder spielerische Methoden zur Förderung sozialer Kompetenzen – die Materialien lassen sich flexibel und ohne großen Vorbereitungsaufwand in den Unterricht integrieren. Gerade dieser niederschwellige Zugang macht das Heft besonders alltagstauglich: Kurze Übungen, die sich spontan einsetzen lassen, stärken nicht nur einzelne Kinder, sondern auch das Miteinander in der Klasse. Gleichzeitig entsteht ein Raum, in dem Kinder lernen, mit Gefühlen umzugehen, Lösungen zu finden und sich selbst als wirksam zu erleben.
Das Konzept folgt dabei einer klaren Idee: Resilienz ist eine Schlüsselkompetenz in einer Welt voller Unsicherheiten. Wer sie früh entwickelt, kann Herausforderungen besser bewältigen – im Schulalltag ebenso wie darüber hinaus. Für Lehrkräfte bedeutet das zugleich eine Entlastung, denn ein resilientes Klassenzimmer ist stabiler, ruhiger und lernförderlicher.
Bestellhinweis: „Meine rundum resiliente Klasse – Grundschule“ (Bianca Kaminsky – Die Stressmentorin) umfasst 60 Seiten als PDF-E-Book und ist direkt downloadbar. Preis: 16,00 Euro. Hier lässt es sich kaufen und herunterladen.
Für den Einsatz im gesamten Kollegium steht zusätzlich eine Schullizenz für 80,00 Euro zur Verfügung. Hier geht es hin.
Zusammengenommen zeigen beide Materialien, dass Resilienz kein abstraktes Konzept ist, sondern konkret im Schulalltag verankert werden kann – bei Lehrkräften ebenso wie bei Kindern. Wer bei sich selbst beginnt und gleichzeitig die Klasse in den Blick nimmt, schafft die Grundlage für einen Unterricht, der auch unter schwierigen Bedingungen trägt.
Dies ist ein Advertorial des Netzwerks Lernen.

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Gesunde Schule“.
Wenn Schule (Schüler UND Lehrer) krank macht: Warum die Bildungsreformerin Margret Rasfeld eine radikale Wende fordert

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Photos from Lehrerinfos - Lehrernews - Lehrertipps's post 27/04/2026

Bundeswehr erhöht Präsenz an Schulen. GEW: “Schule kein Ort für Militärwerbung”
LEIPZIG. Der Besuch eines Jugendoffiziers im Politikunterricht ist für viele Schülerinnen und Schüler längst kein Ausnahmefall mehr. Bundesweit treten Vertreter der Bundeswehr tausendfach in Klassenzimmern auf, halten Vorträge, organisieren Planspiele oder informieren über berufliche Perspektiven. Kritiker sehen eine schleichende Normalisierung militärischer Präsenz im schulischen Alltag – die Rede ist von „Militärwerbung“. Das Bundesverteidigungsministerium widerspricht.
Werbemittel? (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock
Nach Angaben der Bundesregierung hat die Bundeswehr ihre Aktivitäten an Schulen in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres gab es bundesweit mehr als 2.000 Schulbesuche. Die meisten Termine entfielen auf große Flächenländer wie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Auch kleinere Länder weisen kontinuierliche Aktivitäten auf. Sachsen kann dabei als Fallbeispiel gelten: Dort wurden im vergangenen Jahr 374 Schultermine gezählt, ergänzt um einzelne Hochschulbesuche. Gegenüber 2021 entspricht das einem Anstieg von rund 40 Prozent, auch wenn die Zahl zuletzt leicht zurückging.
Die Bundeswehr unterscheidet dabei zwei zentrale Formate. Zum einen besuchen Jugendoffiziere Schulen auf Einladung von Lehrkräften. Ihre Angebote richten sich in der Regel an Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse und umfassen Vorträge zu Sicherheitspolitik, internationale Konfliktlagen sowie die Aufgaben der Bundeswehr. Hinzu kommen Planspiele, in denen politische Entscheidungsprozesse simuliert werden, sowie organisierte Truppenbesuche.
Zum anderen sind Karriereberater im schulischen Kontext aktiv. Sie informieren im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung über zivile und militärische Laufbahnen, bieten Bewerbungstrainings an oder führen Workshops durch. Auch niedrigschwellige Formate wie Sporttests oder Hinweise auf Praktika und Schnupperangebote gehören dazu. Individuelle Beratungsgespräche finden nach Angaben des Verteidigungsministeriums jedoch ausschließlich außerhalb der Schulen in speziellen Beratungszentren statt.
Das Bundesverteidigungsministerium betont, dass die Präsenz an Schulen seit Jahrzehnten etabliert sei und auf Einladung erfolge. Eine Sprecherin erklärte, Angehörige der Bundeswehr seien „bereits seit mehr als 60 Jahren“ in diesem Rahmen tätig. Zugleich wird hervorgehoben, dass Jugendoffiziere keine Nachwuchswerbung betrieben. Interessierte Schülerinnen und Schüler würden an die Karriereberatung verwiesen, wo die Bundeswehr „als Arbeitgeberin im Mittelpunkt steht“. Die Teilnahme an Veranstaltungen sei zudem freiwillig.
„Kinder und Jugendliche dürfen nicht schrittweise an Militär und Krieg als Normalität gewöhnt werden“
Diese Darstellung steht im Zentrum einer bildungspolitischen Kontroverse, die sich bundesweit beobachten lässt. Kritiker bezweifeln, dass die Trennung zwischen politischer Bildung und Nachwuchsgewinnung in der schulischen Praxis tatsächlich trennscharf eingehalten wird. Der Leipziger Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann (Linke) formuliert grundsätzliche Bedenken: „Kinder und Jugendliche dürfen nicht schrittweise an Militär und Krieg als Normalität gewöhnt werden.“ Wenn Soldaten im Unterricht aufträten, brauche es „gleichberechtigt zivile Stimmen, etwa von Kriegsdienstverweigerern und Friedensinitiativen“.
Diese Forderung wird auch von bildungsgewerkschaftlicher Seite aufgegriffen. Claudia Maaß, stellvertretende Vorsitzende der GEW Sachsen, verweist auf die besondere Verantwortung von Schule als Ort politischer Bildung: „Statt ‚kriegstüchtiger Bildung‘ brauchen wir eine Bildung, die auf Frieden, Demokratie und diplomatische Konfliktlösungen ausgerichtet ist.“ Schule sei „kein Ort für Militärwerbung“. Die Gewerkschaft fordert, unterschiedliche Perspektiven systematisch einzubinden und zivilgesellschaftliche Akteure stärker zu berücksichtigen.
Die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sind dabei nicht einheitlich geregelt. In einigen Bundesländern existieren Kooperationsvereinbarungen zwischen Kultusministerien und Bundeswehr, die den Einsatz von Jugendoffizieren strukturieren. Diese sehen in der Regel vor, dass keine direkte Werbung für den Dienst an der Waffe erfolgen darf und kontroverse Themen im Unterricht entsprechend behandelt werden müssen. Gleichzeitig bleibt es den einzelnen Schulen überlassen, ob und in welchem Umfang sie entsprechende Angebote nutzen.
Aus bildungspolitischer Perspektive verweist die Debatte auf ein grundlegendes Spannungsfeld. Einerseits gehört die Auseinandersetzung mit Sicherheitspolitik, internationalen Konflikten und staatlicher Gewalt zum Bildungsauftrag politischer Bildung. Andererseits verändert sich die Wahrnehmung dieser Themen, wenn staatliche Akteure selbst als Referenten im Unterricht auftreten. Die Frage nach Ausgewogenheit, Multiperspektivität und pädagogischer Einbettung wird damit zu einer strukturellen Herausforderung.
In der schulischen Praxis zeigt sich, dass Lehrkräfte diese Spannung unterschiedlich bearbeiten. Einige nutzen die Angebote der Bundeswehr gezielt als Ergänzung zum Unterricht und kombinieren sie mit weiteren Stimmen aus Wissenschaft oder Zivilgesellschaft. Andere verzichten bewusst darauf oder setzen alternative Schwerpunkte. Einheitliche Standards existieren bislang nicht. News4teachers / mit Material der dpa
Früh-Militarisierung mit Hüpfburg und Hubschrauber? GEW kritisiert Bundeswehr-Ferien für Grundschüler

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Zunehmende Gewalt an Schulen – Eltern und Schulleitungen: „Die aktuelle Lage ist das Ergebnis struktureller Überlastung auf allen Seiten“
BERLIN. Die Zahl der Gewaltvorfälle an Schulen steigt. Der Bundeselternrat und der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschland (ASD) sehen darin kein isoliertes Problem einzelner Schulen, sondern ein strukturelles. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern sie einen grundlegenden Perspektivwechsel im Umgang mit Gewalt. Statt vor allem auf Sanktionen zu setzen, müsse die Ursachenarbeit in den Mittelpunkt rücken. Andernfalls drohe eine Entwicklung, die sich weiter verstärkt – „mehr Gewalt, mehr Überforderung, mehr Abwanderung von Fachkräften“.
Wer kümmert sich? (Symbolbild.) Foto: Shutterstock
Eltern und Schulleitungen warnen vor einer Zuspitzung der Gewaltentwicklung an deutschen Schulen und fordern ein Umsteuern in der Bildungspolitik. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären der Bundeselternrat und der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschland (ASD), dass Gewalt nicht länger als Einzelfall betrachtet werden könne. Vielmehr zeigten sich inzwischen „systemische Muster“, die für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern „vielerorts nicht mehr tragbar“ seien.
Die Verbände kritisieren zugleich, dass die öffentliche Debatte häufig an der Oberfläche bleibe. Zwar nehme die Aufmerksamkeit für das Thema zu, doch fehle es an einer konsequenten Auseinandersetzung mit den Ursachen. „Die vorliegenden Zahlen sind alarmierend – aber sie erklären noch nichts“, erklärt Sven Winkler, Vorsitzender des ASD. „Wenn wir nicht verstehen, warum Kinder und Jugendliche eskalieren, werden wir Gewalt nicht reduzieren, sondern nur verwalten.“
Als zentrale Hintergrundfolie verweisen die Verbände auf Studien zur psychischen Lage junger Menschen. Die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf dokumentiere seit Jahren eine erhöhte Belastung durch Angststörungen, depressive Symptome und ein vermindertes Gefühl von Selbstwirksamkeit. Auch die Shell-Jugendstudie beschreibe eine Generation, die sich verunsichert und unter Druck erlebe. Diese Entwicklungen werden von den Verbänden als wesentliche Faktoren für Eskalationen im schulischen Alltag benannt.
Aline Sommer-Noack, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, beschreibt den Zusammenhang so: „Wer sich dauerhaft überfordert und gleichzeitig ohnmächtig fühlt, sucht nach Kontrolle. Gewalt ist dann kein Zufall, sondern oft der letzte verfügbare Ausdruck von Handlungsmacht.“
Nach Einschätzung der Verbände trifft diese Entwicklung auf ein Schulsystem, das selbst unter Druck steht. Personalmangel, Zeitknappheit und fehlende multiprofessionelle Unterstützung führten dazu, dass Schulen häufig reagieren müssten, statt präventiv arbeiten zu können. „Ein System, das kaum Raum für Beziehung, individuelle Förderung und emotionale Stabilisierung lässt, verstärkt bestehende Spannungen. Frust verschwindet nicht – er verlagert sich. Und im schlimmsten Fall entlädt er sich in Gewalt“, so Sommer-Noack weiter.
Gleichzeitig wenden sich die Verbände gegen vereinfachende Schuldzuweisungen. Weder Lehrkräfte noch Eltern oder Schülerinnen und Schüler seien als alleinige Ursache zu benennen. „Die aktuelle Lage ist das Ergebnis struktureller Überlastung auf allen Seiten“, heißt es in der Stellungnahme.
„Lehrkräfte erleben Gewalt zunehmend als Teil ihres Alltags. Sie sollen auffangen, regulieren und gleichzeitig Bildung sichern – oft ohne ausreichende Ressourcen oder Unterstützung“
Besondere Kritik äußert der Bundeselternrat am Umgang mit akuten Vorfällen. „Wenn Kinder nach Vorfällen kurzfristig vom Unterricht ausgeschlossen werden, stehen Familien oft von einem Moment auf den anderen vor einer massiven Herausforderung – ohne klare Orientierung, ohne abgestimmtes Vorgehen und ohne ausreichende Unterstützung“, erklärt Sommer-Noack.
Zugleich fordern die Verbände eine differenziertere Betrachtung von Verhaltensauffälligkeiten. Ein Teil der Eskalationen sei nicht als bewusste Regelverletzung zu verstehen, sondern könne mit Überforderung, fehlender Impulskontrolle oder nicht erkannten Unterstützungsbedarfen zusammenhängen, etwa im Kontext von Neurodivergenz. Eine rein sanktionsorientierte Reaktion könne die Situation verschärfen.
Auch die Belastung der Lehrkräfte wird in der Stellungnahme hervorgehoben. Gewalt werde zunehmend als Teil des schulischen Alltags erlebt. Lehrkräfte müssten gleichzeitig regulieren, unterstützen und unterrichten – oft ohne ausreichende Ressourcen. „Lehrkräfte erleben Gewalt zunehmend als Teil ihres Alltags. Sie sollen auffangen, regulieren und gleichzeitig Bildung sichern – oft ohne ausreichende Ressourcen oder Unterstützung. Das ist auf Dauer nicht leistbar“, sagt ASD-Vorsitzender Winkler.
Die Verbände fordern deshalb verbindliche Schutzstrukturen für schulisches Personal. Dazu zählen klare Meldewege, definierte Zuständigkeiten sowie institutionell abgesicherte Unterstützungsangebote nach Vorfällen. Gewalt dürfe nicht als individuelles Berufsrisiko betrachtet werden. In ihrer Gesamteinschätzung beschreiben Bundeselternrat und ASD eine sich verstärkende Dynamik: „Wir laufen in eine Eskalationsspirale: Überlastete Systeme erzeugen Überforderung bei Kindern, diese entlädt sich in Konflikten – und verstärkt wiederum den Druck auf Schulen und Familien.“
„Wenn es nicht gelingt, Schulen spürbar zu entlasten und gleichzeitig Familien aktiv einzubinden, wird sich die Situation weiter verschärfen“
Daraus leiten die Verbände die Forderung ab, Gewalt an Schulen nicht isoliert innerhalb des Bildungssystems zu betrachten. Neben pädagogischen Maßnahmen seien auch verlässliche staatliche Rahmenbedingungen notwendig, die Prävention, Intervention und Konsequenz miteinander verbinden. Dazu gehörten unter anderem eine Entlastung der Schulen, der Ausbau multiprofessioneller Teams, verbindliche Fortbildungszeiten sowie eine stärkere Einbindung von Eltern und eine engere Kooperation mit Jugendhilfe, Polizei und Justiz.
Am Ende der Stellungnahme steht ein gemeinsamer Appell an Politik und Verwaltung, die Verantwortung systemisch zu verstehen. Ohne abgestimmte Verfahren und klare Zuständigkeiten drohten Maßnahmen wirkungslos zu bleiben. Die Entwicklung sei absehbar, warnen die Verbände: „Wenn es nicht gelingt, Schulen spürbar zu entlasten und gleichzeitig Familien aktiv einzubinden, wird sich die Situation weiter verschärfen. Mehr Gewalt, mehr Überforderung, mehr Abwanderung von Fachkräften – das ist keine Prognose, sondern eine absehbare Entwicklung.“ News4teachers / mit Material der dpa
Polizeiliche Kriminalstatistik: Zahl der Gewalttaten gegen Lehrkräfte – auch schwerste Fälle – binnen zehn Jahren nahezu verdoppelt

Der Beitrag Zunehmende Gewalt an Schulen – Eltern und Schulleitungen: „Die aktuelle Lage ist das Ergebnis struktureller Überlastung auf allen Seiten“ erschien zuerst auf News4teachers.



https://www.news4teachers.de/2026/04/zunehmende-gewalt-an-schulen-eltern-und-schulleitungen-die-aktuelle-lage-ist-das-ergebnis-struktureller-ueberlastung-auf-allen-seiten/

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