EPEPE steht für European Partnership of Evidence and Problem Based Paramedical Education.
Der Grundgedanke ist, einheitliche europäische Standards für die physiotherapeutische Ausbildung zu entwickeln. Als Initiator fungierte die Hogeschool Zuyd, die den Kontakt zu unterschiedlichen deutschen Fachschulen für Physiotherapie suchte, um durch Kooperation voneinander zu profitieren. Die Hogeschool umfasst im derzeitigen Studienjahr 2014/2015 rund 15.000 niederländische und internationale S
tudenten, wovon ca. 1.200 aus Deutschland kommen, und gehört somit zu den größten Hochschulen der Niederlande. Die aktuellen deutschen Partnerschulen sind die Präha Bildungsinstitute in Düsseldorf und Kerpen sowie die Reha Rein-Wied in Neuwied. Dies bedeutet in der Praxis für die Schüler der deutschen Fachschulen, dass sie parallel zu der deutschen Ausbildung einen internationalen Bachelor of Science erwerben können. Als vermittelndes didaktisches Element wird hierbei das Problemorientierte Lernen (POL) bzw. das Kompetenzorientierte Lernen eingesetzt, das vom Ausbildungsbeginn an dazu befähigen soll, sich selbstständig in die unterschiedlichen Themen und Problemfelder einzuarbeiten. Außerdem ist das Curriculum ab dem ersten Lehrjahr an die fachlichen Vorgaben der deutschen und der niederländischen Ausbildung angepasst. Somit können die Studenten der Partnerschulen nach Bestehen des deutschen Staatsexamens innerhalb eines weiteren Studienjahres an der Hogeschool Zuyd den Bachelorabschluss in Physiotherapie erreichen. Des Weiteren erhalten die Studenten im Fachbereich Physiotherapie innerhalb der EPEPE- Ausbildung die Qualifizierung zur Direkten Zugänglichkeit der Physiotherapie (DZPh), was die Voraussetzung schafft, in den Niederlanden tätig zu werden.
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