Traumastudio

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"Wo Systeme sich entfalten und Resilienz wächst"

24/08/2026

Wenn die Wechseljahre das Trauma berühren
Wechseljahre sind nicht nur eine hormonelle oder gynäkologische Veränderung.

Für manche Frauen können sie zu einer Phase werden, in der ein lange gut kompensiertes Stresssystem plötzlich deutlich empfindlicher reagiert und genau hier sollten wir als Fachkräfte genauer hinschauen.

Die Forschung zeigt zunehmend Hinweise darauf, dass insbesondere die Perimenopause bei traumaexponierten Frauen mit einer stärkeren Ausprägung von PTBS-, Hyperarousal- und depressiven Symptomen verbunden sein kann.

Warum?

Östrogen und Progesteron wirken nicht nur auf den Zyklus. Ihre Veränderungen stehen auch in Verbindung mit Schlaf, Stressreaktion, Emotionsregulation und verschiedenen Neurotransmittersystemen.

Gleichzeitig können typische Wechseljahressymptome wie
• Schlafstörungen
• innere Unruhe
• Reizbarkeit
• Konzentrationsprobleme
• körperliche Alarmzustände
• Stimmungsschwankungen

traumabezogenen Symptomen ähneln – oder bestehende Regulationsprobleme verstärken.

Das bedeutet nicht, dass Wechseljahre ein Trauma „reaktivieren“ oder Hormone eine Traumafolgestörung verursachen, aber möglicherweise verändern sich die Bedingungen, unter denen ein Nervensystem bisher kompensieren konnte.

Für die traumasensible Praxis bedeutet das:
- Nicht vorschnell psychologisieren
- Nicht vorschnell hormonalisieren
- Sondern beides zusammendenken

Traumabiografie, aktuelle Belastungen, Schlaf, körperliche Veränderungen, Medikamente und hormonelle Übergänge gehören gemeinsam in die Anamnese.

Vielleicht brauchen wir deshalb in der Traumapädagogik und Traumatherapie noch stärker einen Lebensspannenblick auf das Nervensystem.

Denn die Frage lautet manchmal nicht nur:
„Was ist passiert?“

Sondern auch:
„Warum wird es gerade jetzt wieder so schwer?“

21/08/2026

Ererbte Wunden erkennen von Katharina Drexler beschäftigt sich mit der Frage, wie traumatische Erfahrungen unserer Eltern und Großeltern bis in unser eigenes Leben hineinwirken können.

Das Buch zeigt, wie sich solche transgenerationalen Belastungen in Gefühlen, Beziehungen und Verhaltensmustern bemerkbar machen – und wie wir beginnen können, sie zu verstehen und uns davon zu lösen.

Ein verständlicher und praxisnaher Zugang zu transgenerationalem Trauma und innerer Heilung.

20/08/2026

Ein Leuchtturm nimmt uns den Sturm nicht ab.
Er glättet die Wellen nicht.
Und er entscheidet auch nicht, welchen Weg wir gehen.

Aber er macht etwas Entscheidendes:
Er gibt Orientierung, wenn die Sicht verloren geht.
Vielleicht berühren uns Leuchttürme deshalb auch im wirklichen Leben so sehr. Sie stehen für Halt, Klarheit und Verlässlichkeit – gerade dann, wenn es unübersichtlich wird.

In der Traumapädagogik und traumazentrierten Fachberatung erleben wir genau solche Situationen: Menschen geraten in innere Stürme. Verhalten wird unverständlich, Beziehungen werden schwierig, Sicherheit geht verloren. Dann braucht es nicht jemanden, der vorschnell Lösungen vorgibt. Es braucht Menschen, die Orientierung anbieten können.

Menschen, die verstehen, die einordnen können.
Die auch in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben und die Sicherheit ausstrahlen, ohne Kontrolle auszuüben.

Deshalb trägt auch das Traumastudio einen Leuchtturm im Logo.

Für uns steht er für das, was Weiterbildung leisten sollte: Fachwissen vermitteln, Zusammenhänge sichtbar machen, Haltung entwickeln und Fachkräfte darin stärken, selbst zu Orientierungspunkten für andere zu werden.

Denn gute Traumapädagogik bedeutet nicht, Menschen vor jedem Sturm zu bewahren.
Sie bedeutet, gemeinsam dafür zu sorgen, dass auch im Sturm noch ein Licht zu sehen ist.

19/08/2026

Was, wenn Deeskalation nicht erst dann beginnt, wenn eine Situation bereits eskaliert?

Wenn ein Kind schreit, ein Jugendliche droht oder ein Mensch völlig in die Überforderung rutscht, sehen wir zunächst das Verhalten.

Aber die entscheidende Frage liegt oft darunter:
Was hat diesen Menschen eigentlich unter so hohen Stress gebracht?

Genau hier setzt die Systemische Deeskalationspädagogik – SysDePäD an.
Du lernst, Eskalationen nicht nur zu stoppen, sondern ihre Dynamik frühzeitig zu erkennen und zu verstehen. Du verbindest dabei:

• systemisches Denken
• stressor- und traumasensibles Arbeiten
• neurobiologisches Verständnis
• Co-Regulation und Beziehungsarbeit
• klare, deeskalative Grenzsetzung
• konkrete Handlungsmöglichkeiten für akute Krisensituationen

Denn professionelle Deeskalation bedeutet nicht, alles auszuhalten oder Grenzen aufzugeben.

Es bedeutet, klar zu bleiben, Sicherheit herzustellen und handlungsfähig zu sein – ohne die Beziehung zum Gegenüber zu verlieren.

Die Weiterbildung umfasst 6 Module über 7 Monate und verbindet fundiertes Wissen mit Selbsterfahrung, Reflexion und einem hohen Anteil praktischer Übungen.

📍 Köln
📅 Start: 21. Januar 2027

Du möchtest dir die Weiterbildung genauer anschauen?

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Adresse

Neusser Str. 16
Cologne
50670

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Dienstag 09:00 - 18:00
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