19/08/2026
Wo liegen deine Talente – auch die, für die dich noch niemand gelobt hat? Was fällt dir so leicht, dass du es für selbstverständlich hältst? Woran scheiterst du immer wieder an derselben Stelle? Und wessen Leben planst du gerade eigentlich – deins, oder das, was jemand anderes nicht gelebt hat?
Die meisten kommen zwischen Mitte und Ende zwanzig. Ein paar sind jünger und entwerfen zum ersten Mal. Das mischt sich gut – die einen haben noch keine Antwort, die anderen eine, die nicht mehr trägt.
Ein Gestüt in der Lüneburger Heide. Pferde, die nicht auf Worte reagieren, sondern auf Haltung. Ein See. Ein Feuer am Abend. Und ein Kreis aus Menschen, die dich nicht kennen und deshalb nichts von dir erwarten.
In den Aufstellungen wird sichtbar, was du mitbringst und was dich hält. Beides gehört zum Entwurf.
Du fährst nicht mit einer fertigen Antwort nach Hause. Du fährst mit deinem eigenen Material nach Hause – und mit einer Ahnung, was daraus werden kann.
Vier Plätze sind noch frei. Wenn du spürst, dass es Zeit ist, melde dich.
Design Your Life
28.08.–04.09.2026 · Gestüt Fährhof, Sottrum
18–30 Jahre · 1.400 €
Finanzielle Förderung ist möglich, manche Arbeitgeber übernehmen einen Teil.
Link in Bio
18/08/2026
Die Entscheidungen, die sich später falsch anfühlen, waren selten falsch. Sie wurden nur getroffen, bevor du wusstest, wer sie trifft.
Mit Mitte zwanzig liegt der Abschluss hinter dir, der Job läuft, die Richtung war einmal vernünftig. Von außen sieht alles stimmig aus. Und trotzdem bleibt eine Frage übrig, für die es keinen Anlass gibt und keinen Termin.
Neuorientierung heißt nicht, das alles wegzuwerfen. Sie heißt, das eigene Material zum ersten Mal selbst anzusehen. Was kannst du, ohne es zu bemerken – die Begabung, für die dich nie jemand gelobt hat, weil sie dir zu leicht fällt? Woran scheiterst du immer wieder an derselben Stelle? Und wo ist ein Widerstand kein Hindernis, sondern eine Auskunft?
Sieben Tage auf einem Gestüt in der Heide. Pferde, die nicht auf Worte reagieren, sondern auf Haltung. Ein See, ein Feuer am Abend, ein Kreis aus Menschen, die dich nicht kennen und deshalb nichts von dir erwarten.
In den Aufstellungen wird beides sichtbar: was du mitbringst und was dich hält. Beides gehört zum Entwurf.
Du fährst nicht mit einer fertigen Antwort nach Hause. Du fährst mit deinem eigenen Material – und mit einer Ahnung, was daraus werden kann.
Design Your Life
28.08.–04.09.2026 · Gestüt Fährhof, Sottrum
18–30 Jahre · 1.400 € · Förderung möglich
Noch wenige freie Plätze · Link in Bio
17/08/2026
Mit achtzehn wirst du gefragt, was du werden willst. Mit dreißig fragt dich niemand mehr – da wird vorausgesetzt, dass du es weißt.
Beide Fragen meinen meistens etwas Kleines: einen Beruf, einen Titel, eine Antwort, die reicht, damit niemand nachfragt. Was niemand fragt, ist die eigentliche Frage – was kannst du, was sonst keiner kann, und was steht dir dabei im Weg.
Design Your Life heißt genau das. Kein Plan von der Stange. Sieben Tage, in denen du dein Leben behandelst wie einen Entwurf: Material sichten, Stärken benennen, Widerstände ernst nehmen, eine Form suchen, die zu dir passt.
Manche entwerfen zum ersten Mal. Andere entwerfen neu – weil das, was mit zwanzig richtig war, mit dreißig nicht mehr trägt. Ein Studium, das nicht deins war. Ein Job, der funktioniert und trotzdem leer ist. Eine Richtung, die du eingeschlagen hast, bevor du wusstest, wer du bist.
Wo liegen deine Talente – auch die, für die dich noch niemand gelobt hat? Was fällt dir so leicht, dass du es für selbstverständlich hältst? Woran scheiterst du immer wieder an derselben Stelle? Und wessen Leben planst du gerade eigentlich – deins, oder das, was jemand anderes nicht gelebt hat?
Ein Gestüt in der Lüneburger Heide. Pferde, die nicht auf Worte reagieren, sondern auf Haltung. Ein See. Ein Feuer am Abend. Und ein Kreis aus Menschen, die dich nicht kennen und deshalb nichts von dir erwarten.
In den Aufstellungen wird sichtbar, was du mitbringst und was dich hält. Beides gehört zum Entwurf.
Du fährst nicht mit einer fertigen Antwort nach Hause. Du fährst mit deinem eigenen Material nach Hause – und mit einer Ahnung, was daraus werden kann.
Vier Plätze sind noch frei. Wenn du spürst, dass es Zeit ist, melde dich.
Design Your Life
28.08.–04.09.2026 · Gestüt Fährhof, Sottrum
18–30 Jahre · 1.400 €
Finanzielle Förderung ist möglich, manche Arbeitgeber übernehmen häufig.
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14/08/2026
Es gibt einen Menschen, den fast jede:r hat. Der Kollege, der zu laut ist. Die Schwägerin, die zu viel Raum nimmt. Der Nachbar, der immer etwas braucht.
Auffällig ist nicht die Person. Auffällig ist die Heftigkeit. Alle anderen kommen mit ihm zurecht. Nur ich nicht.
C. G. Jung hat dafür einen Begriff geprägt, der oft missverstanden wird. Der Schatten ist bei ihm nicht das Böse und nicht das Verdrängte im engeren Sinn. Er ist das Ungelebte: alles, was in einer Person angelegt war und keinen Platz bekommen hat. Die Lautstärke, die einmal leise werden musste. Die Bedürftigkeit, für die niemand da war. Die Wut, die nie jemand hören wollte.
Was nicht gelebt werden durfte, verschwindet nicht. Es wandert nach außen und heftet sich an Menschen, die es offen zeigen. Deshalb ist die Reizschwelle so niedrig. Es ist keine fremde Eigenschaft, die stört. Es ist eine eigene, die eine andere Person ungestraft leben darf.
In der systemischen Aufstellungsarbeit wird das schnell körperlich sichtbar. Sobald jemand aufgestellt wird, den eine Person nicht aushält, verändert sich meist ihre eigene Position im Raum, nicht die des anderen.
Der Satz, der dabei am häufigsten fällt, ist nicht „Ich verstehe ihn jetzt besser.“ Er lautet: Ich habe das nie gedurft.
13/08/2026
Eine Vision zu haben ist nicht das Problem. Die meisten haben zu viele.
Was fehlt, ist der Moment, in dem sich eine davon anfühlt, als gehöre sie wirklich zu einem. Nicht zu den Erwartungen. Nicht zu dem, was gut aussieht. Zu einem selbst.
Paula war 21, als sie eine Woche am Fährhof verbracht hat. Sie ist nicht mit einem neuen Plan nach Hause gefahren. Sondern mit einem, der schon da war – nur schärfer.
Design Your Life · Gestüt Fährhof · für Menschen zwischen 18 und 30�28. August bis 4. September�Infos im Link.
12/08/2026
Wer mit 26 alles richtig macht, wird selten gefragt, ob er es auch will.
Es wird ja gelobt. Der Abschluss, die Stelle, der Plan, der aufgeht. Niemand kommt auf die Idee, dass man etwas Richtiges tun kann und darin trotzdem nicht vorkommt.
Zwei Lebensläufe können identisch aussehen. Der eine ist entstanden, weil jemand geprüft, verworfen und dann gewählt hat. Der andere, weil er nahelag.
Von außen sieht man den Unterschied nicht. Von innen jeden Tag.
Das hier ist auch nur ein Blatt Papier. Aber auf diesem hat nichts nahegelegen. Da hat jemand angefangen, ohne zu wissen, was daraus wird, und ist geblieben, bis es sich nach ihm anfühlte.
Sieben Tage am See. Ein Tisch, an dem alle dieselbe Frage kennen. Keine Ratschläge. Nur der Raum für den Satz, den zu Hause niemand ausspricht: Ich weiß nicht, ob ich das will.
Design Your Life · Gestüt Fährhof · für Menschen zwischen 18 und 30
28. August bis 4. September
Infos im Link.
11/08/2026
Irgendwann sagt man einen Satz zu seinem Kind und hört die eigene Mutter. Dieselbe Betonung, dieselbe Stelle.
Was weitergegeben wird, ist nicht das, was eine Familie getan hat. Es ist das, was sie ausgelassen hat. Und man kommt nicht durch Nachdenken daran – man denkt aus genau der Position, um die es geht.
Meet And Lead Your Self · Weekend, Gestüt Fährhof, 10. bis 13. September.
10/08/2026
Es gibt einen Moment am Abend, in dem niemand mehr etwas beweisen muss.
Der Tag ist getan. Die Schuhe stehen irgendwo im Gras. Das Feuer nimmt einem das Reden ab, wenn gerade nichts zu sagen ist.
Was tagsüber im Kreis begonnen hat, sortiert sich hier weiter. Ohne dass jemand daran arbeitet. Zwischen zwei Sätzen, die nichts miteinander zu tun haben.
Am Fährhof gehören diese Stunden dazu. Sie stehen in keinem Programm.
Meet And Lead Your Self · Weekend · Fährhof · 10.–13. September 2026�Infos im Link.
07/08/2026
Man kann nicht allein aufstellen.
Ein Anliegen wird erst sichtbar, wenn andere sich zur Verfügung stellen. Als Repräsentant:innen für etwas, das nicht ihres ist. Einer für alle, alle für einen — hier ist das keine Formel, sondern die Bedingung, unter der die Arbeit überhaupt stattfindet.
Wir haben diese Seite jahrelang selbst erlebt. Und wir sagen: Repräsentant:in zu sein ist nicht die kleinere Rolle. Es ist die eigentliche Schule.
Denn in der Repräsentanz stellt sich unentwegt dieselbe Frage: Was davon ist meins — und was ist deins? Denke ich gerade? Spüre ich? Oder interpretiere ich schon?
Albrecht Mahr nennt es repräsentierende Wahrnehmung. In einem aufgestellten System wird zugänglich, was niemand im Raum gewusst hat. Das wissende Feld.
Wer dort steht, trainiert Mitgefühl im genauesten Sinn: mitfühlen, ohne sich zu verlieren.
Und Mitgefühl ist einer der zentralen sozialen Skills überhaupt. Die Hirnforscherin Tania Singer hat gezeigt, dass es keine Charaktereigenschaft ist, sondern eine trainierbare Fähigkeit — und dass Empathie und Mitgefühl im Gehirn verschiedene Wege nehmen. Empathie kann erschöpfen. Mitgefühl trägt.
Genau diese Unterscheidung übt man in der Repräsentanz. Nicht als Theorie. Im Stehen.
One Day Experience · Systemische Aufstellungen
26. September · Köln
10:00–19:00 Uhr
Mit eigenem Anliegen: 250 € · Als Repräsentant:in: 65 €
Anmeldung im Link.
07/08/2026
Kaltes Wasser lässt keinen Gedanken zu. Das ist der Punkt.
Zwei Schritte hinein, und der Atem geht flach. Der Körper weiß sofort, dass er nichts mehr tragen kann, was er eben noch getragen hat. Die Schultern lassen los, bevor der Kopf mitkommt.
Zwischen zwei Aufstellungen liegt manchmal ein See.
In der Arbeit kommt etwas an die Oberfläche, das lange unten lag. Es ist nicht schwer. Aber es hängt an einem, wie Staub aus einem Raum, den lange niemand geöffnet hat. Das Wasser nimmt das mit. Nicht symbolisch. Es kühlt einfach so entschieden, dass für das Alte kein Platz bleibt.
Und dann lacht jemand am Ufer, weil das erste Eintauchen immer dasselbe Geräusch macht. Zwei schwimmen raus, weil sie sehen wollen, wie weit. Eine bleibt an den Hagebutten stehen und geht doch noch rein.
Erwachsene Menschen, die vor drei Stunden über ihre Herkunft geweint haben, planschen jetzt.
Das ist kein Ausgleich zur Arbeit. Das ist, was danach möglich wird.