Susanna Reifenrath Reitcoaching Lueneburg Bleckede Garze

Susanna Reifenrath Reitcoaching Lueneburg Bleckede Garze Mein Name ist Susanna Reifenrath und meine Leidenschaft ist Kommunikation mit Menschen und Pferden

24/02/2026

Tiefpunkte

Tiefpunkte können dauern. Wir sind lustlos, fühlen uns ausgelaugt, erschöpft, haben keine Motivation mehr, wir sind gelähmt und fühlen uns leer und hoffnungslos. Nichts macht mehr Freude und alles ist in ein bedrückendes Grau gefärbt. Am liebsten würden wir so lange schlafen bis wir aufwachen und der Tiefpunkt ist vorbei.

In einem Tief fallen wir automatisch in alte Überzeugungen, Denk- und Gefühlsmuster zurück, obwohl wir doch wissen, dass sie nicht hilfreich sind. Wir haben das Gefühl nichts begriffen zu haben, wir denken all die Arbeit an uns selbst hat nichts gebracht. Wir verurteilen uns dafür, dass wir immer noch nicht besser, immer noch nicht fürsorglicher, immer noch nicht liebevoller mit uns selbst umgehen. Und dann kommt die Angst, dass wir das niemals schaffen werden, Angst festzustecken und nie mehr da raus zu kommen.
Diese Angst ist unbegründet.
Tiefpunkte sind normal.
Feststecken ist normal. Es ist sogar sinnvoll.
Es sind Phasen in denen wir lernen dürfen, uns so auszuhalten wie wir gerade fühlen, Phasen, in denen wir ja zu uns selbst sagen, genauso wie wir gerade sind.
Phasen in denen wir uns erlauben, nichts von uns zu erwarten, nichts von uns zu fordern und uns nicht anzutreiben.
Wir dürfen geduldig sein mit uns selbst.

Tiefpunkte gehören dazu. Festecken ist nicht Stillstand.
Du steckst nicht fest, du befindest dich zwischen Vergangenem und Zukünftigen. Im Jetzt.
In diesem Jetzt wird Zuhören möglich - dir selbst zuhören. Dir wirklich zuhören.
Tiefpunkte sind Phasen in denen wir anwenden, was wir gelernt haben: Selbstmitgefühl.
Tiefpunkte haben einen Sinn.
Darauf dürfen wir vertrauen.

Sometimes the journey is not forward.
Sometimes it is inward.

Angelika Wende
www.wende-praxis.de
Kontakt: [email protected]

23/02/2026

Lessons to learn

Wenn du etwas zu sehr forcierst, ist es längst vorbei. Es ist einfach zu Ende.
Wenn du dich ständig auf andere fixierst um ihr Verhalten zu verstehen oder um sie für deine Zwecke zu manipulieren, kommst du niemals bei dir selbst an.
Um eine echte Beziehung zu anderen aufzubauen, muss du zuerst eine echte Beziehung zu dir selbst aufbauen.
Wenn du deine innere Leere mit anderen Menschen oder mit ständiger Ablenkung im Außen füllen willst, bleibst du leer.
Wenn du deine Einsamkeit nicht akzeptieren kannst, wirst du andere als Schutzschild gegen sie benutzen.
Alles was du kontrollieren willst, kontrolliert dich.
Lektionen, die du nicht lernst, kehren solange und umso heftiger wieder, bis du bereit bist zu lernen.

Psychischer Stress entsteht nicht durch die Welt an sich.
Er entsteht durch unsere Vorstellung, wie die Welt sein sollte. Wenn die Realität diesen Vorstellungen nicht entspricht, gerät der Geist in Unruhe. Wir leisten Widerstand und es schmerzt. Wir können mit dem Kopf gegen die Wand rennen, schreien und mit den Füßen aufstampfen: Nichts, aber auch nichts im Leben, lässt sich erzwingen.

Wenn wir das nicht akzeptieren, wird aus Schmerz Leiden.
Wenn wir auf Verständnis und auf Mitgefühl setzen, statt auf Widerstand, werden wir milder.

Angelika Wende
www.wende-praxis.de
Kontakt: [email protected]

28/09/2025

Sie lebt im Keller. Oft vertreiben die Nachbarn sie, aber sie kommt immer wieder zurück. Sie wartet den ganzen Tag und die ganze Nacht still, wird nervös, wenn die Nachbarn nach draußen gehen, legt den Schwanz zwischen die Beine und legt die Ohren an. Sie ist der bravste Welpe, den man je gesehen hat. Morgens und abends geht sie an der Leine spazieren, mit einem Mädchen, das sich um sie kümmert. Aber am Samstag wird dieses Mädchen sie allein auf der Straße zurücklassen.

Sie ist ein weiblicher Welpe, etwa 5 Monate alt. Gut erzogen, weiß, wie man an der Leine läuft, tut niemandem etwas, geduldig und lieb. Wir lassen sie kastrieren oder übernehmen die Kosten dafür. Wir nehmen sie auf. Bitte helft, ein Zuhause für sie zu finden!

24/09/2025

Was wir schwächen wollen wird stark

Der Philosoph Alan Watts hat den Begriff „law of reversed effort“, zu deutsch „Das rückwärts gerichtete Gesetz“ geprägt.
Das Gesetz besagt, dass wir oft das Gegenteil von dem erreichen, was wir suchen, wenn wir zu stark danach streben. Je mehr wir nach etwas verlangen, desto mehr verstärken wir das Gefühl, dass es uns fehlt, und desto weiter entfernt es sich.

Im Grunde geht es bei diesem Gesetz darum, dass wir uns umso schlechter fühlen, je verzweifelter wir uns positive Erfahrungen wünschen, dass wir umso unzufriedener werden, je mehr wir danach streben, uns ständig besser zu fühlen. Das Streben nach etwas bestärkt uns nur darin, dass es uns fehlt. Es füttert und verstärkt das Bewusstsein von Mangel.

Je verzweifelter wir glücklich werden wollen, desto unglücklicher fühlen wir uns. Je verzweifelter wir heil werden wollen, desto unheiler fühlen wir uns. Je verzweifelter wir nach einer Liebesbeziehung suchen, desto ungeliebter fühlen wir uns. Je verzweifelter wir uns nach Gesehenwerden und Anerkennung sehnen, desto wertloser fühlen wir uns. Je verzweifelter wir versuchen unangenehme Gefühle loszuwerden, desto stärker werden sie.

Was wir schwächen wollen wird stark.

Je weniger wir wollen, je weniger wir uns dem, was ist, widersetzen und je mehr wir akzeptieren was "ist", desto leichter ist es in Harmonie mit der Existenz zu leben.
Sobald wir anfangen, was wir haben und was wir sind, zu schätzen, sobald wir alle guten und schlechten Seiten in unserem Leben und an uns selbst akzeptieren, sobald wir die Kontrolle lockern und mit dem Fluss der Dinge gehen, entsteht Fülle und Harmonie, statt Mangel und Frust.

„Das Leben ist keine Reise mit einem bestimmten Ziel, eine Abfolge von Zielen, sondern ein kontinuierlicher Fluss. Das Geheimnis des Lebens ist kein Problem, das gelöst werden kann, sondern eine Realität, die erfahren werden muss."
Alan Watts

Angelika Wende
www.wende-praxis.de

19/09/2025

Wir haben keine Macht über andere Menschen

Oft ist die größte Quelle unseres Unbehagens und unserer Frustration unser Versuch einen anderen zu ändern. Wir vergessen dabei, dass wir keine Macht über das Denken, Fühlen, das Verhalten und die Lebensweise anderer haben, auch wenn es uns missfällt, auch wenn wir sehen, dass dieser andere sich selbst und uns schadet.
Wir vergessen dabei, dass jeder das Recht hat sein Leben so zu leben und zu gestalten, wie er das will, auch wenn es uns missfällt wie er es tut. In Wahrheit geht es uns nichts an, es sei denn, wir werden um Hilfe gebeten.

Wenn wir einen anderen ändern wollen, verschwenden wir Energie auf das Unmögliche.
Wir sind dann enttäuscht, wütend und frustriert, dass dieser untaugliche Versuch trotz all unserer gut gemeinten Anstrengungen misslingt. Wir machen etwas für den anderen, was er gar nicht will. Wir merken es vielleicht sogar, aber wir machen weiter mit diesem untauglichen Versuch, immer in der Hoffnung, dass der andere es doch endlich begreift, es einsieht, es anerkennt, sich wandelt, weil wir es doch gut meinen und meinen es besser zu wissen für ihn.
Wir versuchen es immer wieder.

Diese Versuche können zwanghafte Ausmaße annehmen.
Diese Versuche können uns geradezu beherrschen.
Wir machen damit unser Wohlbefinden von dem abhängig, den wir ändern wollen und merken es nicht einmal, so sehr sind wir in unserem zwanghaften Verhalten gefangen.
"Die Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten", sagte einst Albert Einstein.

Wir können andere Menschen nicht verändern, wenn sie es nicht selbst wollen.
Wir haben keine Macht über andere Menschen.
Wir haben keine Kontrolle über andere Menschen.

Der Versuch einen Menschen ändern oder kontrollieren zu wollen, führt zu nichts außer Stress und im Zweifel zu Leid.
Das Einzige, was wir kontrollieren können sind unsere eigenen Gedanken und die Überzeugungen, die durch diese Gedanken geformt werden und das auch nur mit viel Gewahrsein, Achtsamkeit und Übung. Aber selbst die Handlungen und deren Ergebnisse, die unseren Gedanken folgen, entziehen sich unserer Kontrolle.

Wenn wir versuchen etwas zu kontrollieren, was nicht in unserem Einflussbereich liegt, folgt der Focus diesem Bemühen. Wir machen uns abhängig von unkontollierbaren Zuständen, Ereignissen oder Menschen.
Das Einzige was wir dann noch kontrollieren können, ist unser Reaktion auf die Ereignisse, Zustände oder Menschen. Auch das läuft bei vielen von uns als automatisches Muster ab, das wir nicht kontrollieren können, solange wir uns dessen nicht bewusst sind und solange wir nicht verinnerlicht haben, dass es einen Raum zwischen Reiz und Reaktion gibt, den wir nutzen können. Die Reaktion ist auch nur dann kontrollierbar, wenn wir unsere Emotionen und Affekte im Griff haben.
Welch ein Trugschluss, wenn der Mensch meint, andere unter Kontrolle haben zu müssen, wo er nicht einmal sich selbst unter Kontrolle hat.

Angelika Wende
www.wende-praxis.de

06/05/2025

Hi guten Morgen,
Ich würde gerne einigen Post erstellen antworten, habe aber keine Möglichkeit, da diese Funktion bei mir nicht vorhanden ist🤷🏼‍♀️.woran liegt das, weiss daß jemand? LG Susanna

05/04/2025

Worauf wartest Du?

Mit warten verschwendest du dein Leben!
Du musst was machen!
Du musst dich bewegen!
Du musst handeln!
Du musst das jetzt ändern!
Wer sagt das?
Ist das so?

Manchmal geraten wir in Situationen in denen wir ausgebremst werden, wir geraten in Situationen, die uns missfallen, weil sie nicht so sind, wie wir das gerne hätten, wir geraten in Situationen, in denen wir keine Lösungen finden und keine Entscheidung fällen können, wir geraten in Situationen, in denen wir einfach nicht weiter wissen. Wir geraten in Situationen, in denen uns die Häne gebnden sind. Wir sitzen da und alles was wir gerade tun können ist: Sit and wait. Und das mögen die meisten Menschen gar nicht.

Ein Beispiel:
Mein Klient ist seit einem Jahr Single und hält es mit sich selbst nicht aus. Er braucht eine Beziehung um sich, wie er sagt, „gut zu fühlen“, findet aber, trotz aller Anstrengungen, keine Partnerin. Er ist täglich auf Tinder und vielen anderen Dating-Portalen aktiv, er hat jede Woche mindestens ein Date, aber außer kurzen Begegnungen und One-Night-Stands tut sich nichts. Er strengt sich an um sein Glück zu schmieden, er investiert eine Menge Energie in seine Suche, er hat ein klares Ziel, aber sein Beziehungsglück stellt sich einfach nicht ein. Er ist total frustriert, schwankt zwischen Wut und Traurigkeit, weil er das, was er will nicht bekommt.
Als ich ihn frage, ob es nicht sinnvoll wäre in dieser Zeit als Single an sich selbst zu arbeiten, um sich mit sich selbst wohler zu fühlen, winkt er ab: „Ich vergeude doch keine sinnlose Zeit mit warten!“

Warten - vergeudete, sinnlose Zeit?
Kann man Zeit vergeuden?
Kann Zeit sinnlos sein, wenn wir nicht haben, was wir meinen zu brauchen?
Ist warten immer ein Warten auf Godot?
Ist warten falsch?
Gibt es nur entweder oder?
Oder gibt es ein Dazwischen - eine Zeit des Wartens, die durchaus sinnvoll sein kann?
Sind im Warten nicht auch Möglichkeiten verborgen, nämlich die Zeit des Wartens und was sie beinhaltet zu entdecken, zu nutzen und zu gestalten?

Warten, wie auch immer wie es für uns definieren mögen, beinhaltet Geduld.
Geduld ist eine Tugend und eine Fähigkeit.
Geduld ist ein Zeichen von Stärke und Zähigkeit.
Geduld ist ein innerer Zustand, der von äußeren Umständen unabhängig ist.
Geduld beinhaltet das Erkennen, dass nicht die Situation, sondern meine Einstellung und meine Erwartung das Problem ist.
Geduld ist die Fähigkeit, eine innere Spannung anzunehmen, ohne mich dabei zu verspannen.
Geduld ist eine Übung im Durchhalten
Geduld ist Gelassenheit.
Geduld wird in unserer „schneller, höher, weiter“ Zeit leider unterschätzt.

„Don´t push the river it flows by itself“, ist ein Satz, der mir in vielen Situationen des Wartens geholfen hat.
Dieses Zitat soll von Barry Stevens stammen, einer amerikanischen Psychotherapeutin, die in ihrem gleichnamigen Buch ihre persönlichen Erlebnisse in einer von Fritz Perls gegründeten Gestalt-Gemeinschaft in Kanada beschreibt.
Don´t push the river …
übe dich in Geduld.

Geduld kann warten und Wünsche zurückstellen.
Geduld sagt ja zu dem was ist, im Wissen, dass nichts bleibt wie es ist.
Geduld erträgt Mühen und kann Schmerz aushalten.
Geduld kann Rückschläge einstecken, dran bleiben, durchhalten. Geduld erinnert uns daran, dass die Dinge Zeit und Hingabe benötigen, um sich zu entwickeln.
Geduld kann auch unschöne Gefühle annehmen und sagen: Es ist jetzt wie ist es. Es ist okay.
Geduld kann Impulse kontrollieren, sie treibt sich nicht an.
Geduld hat gelernt sich nicht unter Stress zu setzen um alles sofort haben oder schaffen zu müssen.
Geduld kann zuwarten und abwarten.
Geduld weiß um den Wert von kleinen Erfolgen und Teilzielen.
Geduld verschwendet keine Energie an Unrast und Eile.
Geduld kennt den Wert von Entschleunigung und Stille.
Geduld weiß um den Sinn von Achtsamkeit und Präsenz im Moment.
Geduld vertraut in den Prozess des Lebens.
Geduld ist das Vertrauen, dass das für uns Richtige geschehen wird.
Geduld steuert nicht auf das ferne Endziel, sondern agiert aufmerksam im Hier & Jetzt.
Geduld weiß um den Prozess der Dinge.
Geduld hat gelernt nicht auf das Ziel zu starren, sondern die Reise zu schätzen.
Geduld weiß: Der Weg ist das Ziel.

"Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen."
Blaise Pascal

Angelika Wende
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Kontakt:[email protected]

Malerei: Carl Vilhelm Holsøe

26/03/2025
09/03/2025

Hilfreiches um mit den dynamischen Energien dieser Zeit besser umzugehen

Bleib geerdet: Wenn im Außen das Chaos herrscht, ist es wichtig, geerdet zu bleiben. Finde heraus, was dich erdet.

Bleib in der hellen Energie: "Die Weisheit lebt im Licht", schrieb Rudolf Steiner. Lass dich nicht von den dunklen Energien dieser Zeit manipulieren, verängstigen und runterziehen. Lerne zu unterscheiden, wer oder was dir schadet, wer es gut mit dir meint und was heilsam ist. Vertraue deiner Intuition. Umgib dich mit Menschen, die dich lieben und wertschätzen. Übe dich in Selbstfürsorge und tu Dinge, die heilsam sind und dir gute Energie schenken.
Bleib im Vertrauen auf die Kraft des Guten.

Sei achtsam, zentriert, klar und fokussiert: Veränderungen können beängstigend und überwältigend sein. Um achtsam und klar zu bleiben helfen Atem-und Achtsamkeitsübungen, Meditation, Journaling und alles, was emotionalen Stress reduziert.

Sprich über deine Ängste und Gefühle: Das hilft dich emotional zu entlasten und dich besser zu fühlen, wenn du traurig, wütend oder ängstlich bist. Wenn wir über unsere Gefühle sprechen, kann das nicht nur helfen, uns selbst und die Situation besser zu verstehen, es verbessert auch unsere Beziehungen. Einem vertrauten Menschen zu erlauben an unseren Gefühlen teilzuhaben, zeigt unsere Wertschätzung und unsere Zuneigung.
Mach dir bewusst: Alles was sich nicht ausdrückt, drückt sich ein.

Zuversicht und Gleichgewicht: Es ist gut, zuversichtlich zu sein, aber es ist ebenso wichtig, den Bezug zur Realität nicht zu verlieren. Stell sicher, dass deine Pläne und Ziele auf einer soliden umsetzbaren Grundlage basieren.

Sei offen: Sei offen und empfänglich für neue Gedanken, Ideen, Erfahrungen und Menschen. Hab den Mut über den Tellerrand hinauszublicken, unkonventionelle Ideen und Möglichkeiten in Betracht zu ziehen und Neues auszuprobieren.

Sammle Wissen: Vermeide einseitige Informationen und Informationen, die nur eins wollen: Dir Angst machen. Mach dir ein Bild vom Ganzen. Übe komplexes Denken. Kontinuierliches Lernen und Wissen helfen dabei Herausforderungen als Chancen zu betrachten. Das kann helfen, auch in Zeiten der Unsicherheit Ruhe zu bewahren und zu wachsen.

Erlange Selbstkenntnis: Strebe nach Selbstkenntnis. Kümmere dich um deine emotionalen und seelischen Baustellen und sei offen für deine innere Wahrheit. Je besser du dich selbst kennst und je klarer du in deiner Wahrheit bist, desto selbstsicherer und selbstbewusster bist du. Je selbstbewusster du bist, desto freier bist du innerlich und desto weniger manipulierbar bist du.

Digital Detox: Die Informationsflut, der hohe Medienkonsum und das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, machen Stress. Digitaler Dauerkonsum von Bildern, Videos und Texten führt dazu, dass das Gehirn keine Ruhephasen mehr hat.
Die Folge dieser Reizüberflutung: die Konzentrationsfähigkeit lässt mehr und mehr nach und es wird immer schwieriger uns auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren.
Eine digitale Entgiftung hilft unserem Gehirn und unserer Seele, auch wenn sie nur kurzzeitig ist, wieder zur Ruhe zu kommen.
Geh so oft du kannst, bewusst offline.
Lies wieder mal ein Buch und triff dich öfter mit Menschen. Wende deine Aufmerksamkeit vermehrt der realen Welt zu.
Mach dir bewusst: Das Internet ist nicht das wahre Leben!

Unterstütze andere und tu Gutes: Anderen Menschen zu unterstützen ist Sinngebung und Selbsttranszendenz.
Wer anderen hilft, tut nicht nur seinen Nächsten etwas Gutes, sondern fördert sein emotionales und geistiges Wohlbefinden. Wenn wir etwas Gutes tun, um anderen Menschen zu helfen, schüttet der Körper Glückshormone aus, die positive Emotionen hervorrufen. Außerdem hilft es, unsere eigenen Probleme einmal zu vergessen, wenn wir andere unterstützen.

Such dir selbst Unterstützung, wenn es dir nicht gut geht: Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, dir Hilfe zu holen, wenn du alleine nicht weiterkommst.

Bleib in deinem Einflussbereich. Kümmere dich um das, was du beeinflussen kannst und verschwende keine kostbare Energie auf das, was du nicht beieinflussen kannst.

Würdige deine Fortschritte: Jeder Fortschritt, den du würdigst, stärkt deine Motivation, dein Selbstbewusstsein und deine innere Stärke.

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt."
Mahatma Gandhi

Namasté Ihr Lieben.

Angelika Wende
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09/03/2025

„Kampf ist normal“ - oder warum sich manche Menschen keine professionelle Hilfe suchen

Eine Freundin klagt regelmäßig, wenn ich sie treffe, wie schlecht es ihr geht. Die Last ihrer Probleme erdrückt sie, sagt sie. Ich bitte sie zum wiederholten Male, sich professionelle Hilfe zu suchen. Sie sagt, wie jedes Mal: "Ach, das bringt doch auch nichts. Das Leben ist eben ein Kampf." Meine Freundin leidet weiter und ist nicht bereit Hilfe anzunehmen. Jeder Versuch endet in Vergeblichkeit.

Probleme und Schwierigkeiten gehören zum Leben und sind eine Herausforderung. Es ist normal uns manchmal überfordert zu fühlen. „Das Leben ist nun mal ein Kampf“, sagen wir uns, wie meine Freundin, und kämpfen weiter bis wir vollkommen erschöpft sind und manche von uns kämpfen dann immer noch weiter. Wir kämpfen Tag für Tag den gleichen Kampf, ohne uns darüber im Klaren zu sein, dass innere wie äußere Kämpfe uns zermürben und unser seelisches, geistiges und körperliches Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen können und dass es zu weiteren Komplikationen führt, wenn wir sie als normal empfinden oder ignorieren. Wer aber zu lange erfolglos kämpft wird krank. Es kommt u.a. zu emotionalen Zusammenbrüchen, Ängste, Panikattacken, Burn-out, Bore-out, Depressionen, Zwängen, psychosomatischen Erkrankungen, körperlichen Krankheiten, zu Medikamentenmissbrauch und Süchten.

Der Glaube, dass Kämpfen ein normaler Teil des Lebens ist und kein professionelles Eingreifen erfordert, kann uns schweren Schaden zufügen und er kann uns davon abhalten, professionelle Hilfe zu suchen. Statt zu sagen: „Ich schaffe das alleine nicht mehr“, spielen wir unsere Gefühle herunter, schleppen Probleme ewig mit uns herum ohne eine Lösung zu finden, oder wir verleugnen und ignorieren sie. Die Probleme aber interessiert das nicht, sie wachsen in dem Maße, wie wir Widerstand leisten.

Wer lange erfolglos kämpft braucht Hilfe.
Aber manchen fehlt die Einsicht. Sie gehen längst auf dem Zahnfleisch und glauben noch immer, sie schaffen es alleine. Den Glauben keine Hilfe suchen zu müssen, findet man oft bei Menschen, die gelernt haben, dass sie alles alleine schaffen müssen. Viele Menschen, die in der Vergangenheit ohne professionelle die Hilfe schwierige Situationen gemeistert haben, gehen davon aus, dass sie alle neuen Herausforderungen bewältigen. Der Glaube, dass Selbsthilfe allein ausreicht, kann das Nutzen professioneller Unterstützung verhindern und dazu führen, dass die Komplexität und die Schwere der Situation unterschätzt wird. Diese Haltung kann schließlich dazu führen, dass Menschen die Dramatik ihrer aktuellen Situation übersehen, was die psychische Gesundheit schwer beeinträchtigen kann.

Ein weiterer Grund warum sich Menschen keine Hilfe suchen liegt darin, dass es ihnen schwer fällt sich anderen anzuvertrauen, da sie aufgrund vieler negativer zwischenmenschlicher Erfahrungen ein generelles Misstrauen in sich tragen. Andere wiederum fühlen sich schon so lange als Opfer, dass sie der fatalistischen Überzeugung sind, ihre Situation sei unveränderbar und ergeben sich in ihr Schicksal. Das führt dazu, dass keine Motivation besteht durch die Annahme professioneller Hilfe etwas zum Besseren zu verändern.

Auch die Annahme, dass die eigenen Probleme nicht schlimm genug sind um Hilfe zu rechtfertigen und dass es andere gibt, denen es noch viel schlechter geht, kann verhindern, dass notwendige Hilfe gesucht wird.

Manche Menschen empfinden oft ein Gefühl des inneren Widerstands, wenn sie erwägen, sich auf professionelle Hilfe einzulassen. Dem zugrunde liegt die Angst vor dem Unbekannten und die Angst vor Veränderung. Sie bleiben lieber in ihrer Komfortzone, auch wenn diese alles andere als komfortabel ist, aber sie ist vertraut und erscheint, trotz hohem Leidensdruck, noch immer sicherer als das Betreten unbekannten Terrains, z.B ein Coaching oder eine Therapie.

Auch die Angst in Abhängigkeit zu geraten ist ein Grund, dass Menschen sich keine Hilfe suchen oder zulassen. Ihr Autonomiebedürfnis ist so groß, dass sie befürchten, von einem anderen abhängig zu werden, in dem Falle von einem Coach oder einem Therapeuten. Auch wer in Beziehungen negative Erfahrungen mit Abhängigkeit gemacht hat, ist weniger bereit sich einem anderen anzuvertrauen und sich helfen zu lassen. Das Gegenteil aber wäre der Fall, denn professionelle Hilfe ist u.a. immer darauf ausgelegt uns zu mehr Unabhängigkeit und Selbstwirksamkeit zu verhelfen.

Bei Problemen und emotionalem Schmerz greifen viele anstatt sich Hilfe zu suchen auf Substanzen zurück, die das Leid betäuben sollen. Dazu gehören insbesondere Drogen, Tabletten und Alkohol. Das schafft vorübergehend Linderung ist aber keine Lösung. Anstatt der erhofften Linderung kommt es zur Verschlimmerung. Jede Art der Selbstmedikation verdeckt immer die zugrunde liegenden Probleme.
Sie verschlimmert sie und schafft ein weiteres Problem – Sucht.

Auch Menschen, die sich sozial isoliert haben, haben oft Schwierigkeiten sich Hilfe zu suchen oder Hilfe anzunehmen. Sie haben sich in sich selbst zurückgezogen. Sie haben Probleme in Kontakt zu gehen, haben resigniert oder fühlen sich so wertlos, dass sie sich der Hilfe nicht würdig fühlen. Je länger sich ein Mensch sozial isoliert, desto stärker werden jedoch Gefühle des Getrenntseins, des Unverstandenseins und der inneren Einsamkeit und desto schwerer wird es, sich aus diesem selbstgebauten Käfig herauszutrauen und sich Hilfe zu suchen.

Auch die Überzeugung sich Hilfe zu suchen sei ein Zeichen von Schwäche verhindert nicht selten, dass Menschen weiter kämpfen, anstatt Hilfe anzunehmen.

All das sind Gründe warum Menschen weiter einen Kampf kämpfen, den sie nicht gewinnen können, der sie nur immer weiter schwächt und am Ende im Zweifel zum Zusammenbruch führt.

"Man muss wissen, wann man aufhört. Aufhören ist eine Stärke, nicht eine Schwäche.“ Ingeborg Bachmann

Angelika Wende
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Kontakt: [email protected]

01/03/2025

Emotionale Unerreichbarkeit

Warum ziehe ich emotional unerreichbare Menschen an?
Warum begehre ich nur diese Menschen?
Diese Frage stellen wir uns irgendwann, wenn wir immer wieder in diese Art von Beziehungen geraten.
Die Antwort ist nicht sonderlich kompliziert: Man begehrt den nicht Erreichbaren, genau deshalb, weil er sich einem vorenthält, weil keine echte Nähe und keine sichere Beziehung mit diesen Menschen möglich ist und erhofft sich, diejenige oder derjenige zu sein, der etwas bei diesem unerreichbaren Menschen erreichen kann und ihn emotional knackt.

Oft liegt dieser magischen Anziehungskraft eine Bindungsstörung zugrunde. Bindungstraumata in der Kindheit sind der Urgrund, wenn wir im späteren Leben Probleme mit Nähe entwickeln. Aber auch Erfahrungen wie eine toxische Beziehung kann zu einer Bindungsstörung führen. Wir machen emotional dicht, weil die Angst wieder verletzt zu werden zu groß ist.

Wenn wir in einem Umfeld aufgewachsen sind, in dem ein oder beiden Elternteile emotional nicht erreichbar waren, es wenig oder keine Nähe, keine Zuwendung und keine bedingungslose Liebe gab und/oder nicht über Gefühle gesprochen wurde, suchen wir uns oft im späteren Leben PartnerInnen, die diesem familiären Umfeld in irgendeiner Weise ähneln. In einer Art Wiederholungszwang reinszenieren wir unbewusst die Vergangenheit in der Absicht es dieses Mal besser zu machen – nämlich den oder die Unerreichbare zu erreichen um das Trauma zu heilen, nach dem Motto: Es muss doch endlich gut werden, was es aber nicht wird, weil das Objekt der Begierde ein untaugliches Objekt ist um das Trauma zu lösen.

Ein weiterer Grund, warum wir unerreichbare Menschen anziehend finden ist: Wir selbst sind diejenigen, die emotional unerreichbar sind.

Unerreichbarkeit bedeutet: emotionale Distanz.
Emotionale Distanz bedeutet: Abstand – Sicherheitsabstand.
Wenn wir selbst emotional unerreichbar sind fällt es uns schwer gesunde Beziehungen einzugehen, denn das würde bedeuten den Sicherheitsabstand zu „entsichern“.
Was dann geschieht, wenn wir uns emotional öffnen und emotionale Nähe zuzulassen.
Nähe zulassen gelingt oft nur auf einer sexuellen Ebene. Hier findet dann auf der körperlichen Ebene das statt, was sich emotional unerreichbare Menschen wünschen aber nicht zulassen können – tiefe Verbundenheit. Auch wenn es nur für einen Moment in der Zeit ist.

Sich verbinden, in teife Resonan gehen, fällt emotional distanzierten Menschen schwer.
Vertrauen, Zuneigung zeigen, die eigenen Gefühle wahrnehmen, über die eigenen Gefühle sprechen und sich sicher zu binden ist für sie bedrohlich und angstbesetzt.
Daher finden sie Menschen anziehend, die ihnen emotional ähnlich sind, weil es sich für sie vertraut, bzw. „innerlich verwandt“ anfühlt. So geraten sie nicht in Gefahr sich tief einzulassen, denn da ist ja die emotionale Distanz des Gegenübers die, davor schützt.

Wer selbst emotional unerreichbar ist hat unbewusst eine tiefe Angst vor Nähe, denn Nähe bedeutet auch, ich kann verletzt werden, genau das will der emotional unerreichbare Mensch verhindern. Er hat Angst vor Selbstverlust und vor allem: Angst die Kontrolle zu verlieren. Ist der andere ebenso unerreichbar wie man selbst kann er uns nicht überraschen und nicht enttäuschen – wir wissen es ja, wir glauben, weil wir es wissen, haben wir die Kontrolle und weil wir die Kontrolle haben, meinen wir, wir können wir nicht verletzt werden. Emotional unerreichbare Menschen sind unbewusst der festen Überzeugung, dass emotional distanzierte Beziehungen die einzige Form von Beziehung ist, die ihnen möglich ist, um nicht (wieder) verletzt zu werden und verletzen sich dabei selbst.
Damit verweigern sie sich der Liebe, vor allem der Liebe zu sich selbst, die sie nicht fühlen können, und nach der sie sich so sehr sehnen.

Angelika Wende
www.wende-praxis.de
Kontakt: [email protected]

Adresse

Hauptstrasse 42 C
Bleckede
21354

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00

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