10/04/2026
Denn „Woke“ war nie etwas Abwertendes. Für Schwarze Menschen war es eine Warnung, wachsam zu bleiben, die Wahrheit nicht zu verschweigen und am Leben zu bleiben.
Was als Schutz entstand, wurde verdreht und zur Waffe gemacht. Denn jedes Mal, wenn Schwarze Menschen ihre Realität benennen, wird versucht, unsere Sprache lächerlich zu machen, unsere Geschichte unsichtbar zu machen und unser Wissen als Bedrohung darzustellen.
04/04/2026
Viele sprechen über die Fetischisierung von Schwarzen Frauen, als wäre sie nur eine Frage von Vorlieben oder Begehren. Aber eine Fetischisierung ist keine Bewunderung sondern, eine Form von einer Entmenschlichung. Denn, Schwarze Frauen wurden historisch nicht nur sexualisiert, sondern gleichzeitig auch ausgebeutet, kontrolliert und als weniger schützenswert behandelt. Diese Gewalt beginnt nicht erst heute. Sie zieht sich von Kolonialismus und Versklavung bis in die heutigen Dating-Apps, Popkultur, Medizin und Medien. In meinem neuen Essay geht es darum, warum Schwarze Frauen gleichzeitig begehrt und verachtet werden, warum weißer Feminismus diese Realität oft nicht mitdenkt und warum wir endlich anfangen müssen, über Macht statt nur über „Präferenzen“ zu sprechen.
Ein wichtiges Thema, das viel mehr Aufmerksamkeit braucht. In meinem Schreibprozess bin ich einmal quer durch eine ganze Palette an Wut gegangen. Wut über die Gewalt. Wut über die Geschichte. Wut darüber, wie normalisiert und unsichtbar diese Realität bis heute ist. Wut über meine eigenen Erfahrungen. Aber auch Wut darüber, wie oft wir Schwarze Frauen immer noch allein gelassen werden – selbst in Räumen, die eigentlich von Solidarität sprechen. Und genau deshalb können wir nicht länger so tun, als wäre das alles Vergangenheit. Denn das ist es bei weitem nicht.
đź”—Den ganzen Essay findest du jetzt kostenlos auf Substack. Der Link dazu, ist in meiner Bio
Oder hier:
https://open.substack.com/pub/sabrinaclarke04/p/die-gewalt-der-fetischisierung-schwarzer?r=6pa8qn&utm_medium=ios
31/03/2026
Womanismus erinnert uns daran, dass unsere Kämpfe nicht getrennt voneinander existieren. Rassismus, Sexismus, Armut, Gewalt und koloniale Kontinuitäten greifen ineinander – genauso wie unsere Heilung, unsere Community und unsere Befreiung.
Was verändert sich, wenn wir Freiheit nicht nur individuell denken, sondern wirklich gemeinsam?
29/03/2026
Ein echtes „Ja“ würde bedeuten, den eigenen Wohlstand mit kolonialer Gewalt zu verbinden – und die Frage zuzulassen, was davon heute zurückgegeben werden müsste.
Für das weiße Herrschaftssystem ist das ganz besonders unbequem – weil es bedeutet, sich nicht nur mit der Geschichte auseinanderzusetzen, sondern vor allem, mit dem eigenen Platz in einem System, das bis heute davon profitiert.
28/03/2026
Die UN benennt die transatlantische Versklavung Afrikas als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ – doch viele Staaten, darunter auch Deutschland, enthalten sich. Eine Anerkennung ohne eine wirkliche Verantwortung bleibt unvollständig.
Die Folgen dieses Systems wirken bis heute: globale Ungleichheit, rassifizierte Arbeitsverhältnisse, menschenverachtende Grenzpolitik, Abschiebelager, Masseninhaftierungen. Die Geschichte ist nicht vorbei – sie lebt in unseren Strukturen weiter. Wer also wirklich anerkennen will, muss auch handeln. Das bedeutet: Reparationen, Umverteilung, strukturelle Veränderung, konsequenteres Vorgehen gegen Faschismus – nicht nur Worte.
đź”—Zum ganzen Artikel: https://open.substack.com/pub/sabrinaclarke04/p/schwerstes-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit?r=6pa8qn&utm_medium=ios
Oder Link in meiner Bio.
24/03/2026
Schwarzer Feminismus ist nicht einfach eine Perspektive unter vielen.
Er ist aus Widerstand entstanden.
Aus dem Widerstand dagegen, unter anderem gleichzeitig rassistisch und sexistisch unterdrĂĽckt zu werden.
Aus dem Widerstand dagegen, in feministischen Bewegungen nicht mitgemeint zu sein und ausgeschlossen zu werden.
Aus dem Widerstand dagegen, immer wieder erklären zu müssen, dass Befreiung nicht selektiv sein darf.
Die Frauen in diesem Beitrag haben nicht nur „Impulse gegeben“.
Sie haben benannt, was lange unsichtbar gemacht wurde und immer noch unsichtbar gemacht wird.
Sie haben analysiert, was andere ignoriert haben.
Und sie haben eine Sprache geschaffen für Realitäten, die nicht vorgesehen waren.
Sie haben den Feminismus geprägt.
Das was heute als „intersektional“ gilt, kommt genau aus diesen Kämpfen.
Und wird gleichzeitig oft genutzt, ohne die Perspektiven wirklich zu zentrieren, aus denen es entstanden ist und ohne wirklich verstanden zu haben, was dieser Begriff, wirklich bedeutet.
Deshalb geht es hier nicht nur um Wissen.
Es geht um Anerkennung.
Um Sichtbarkeit.
Und um die Frage, was wir daraus machen.
Wessen Stimmen tragen wir wirklich weiter?
Was wollen wir wirklich verändern?
Und was sind wir bereit, dafür loszulassen – an Macht, Raum und Kontrolle?
23/03/2026
Ich liebe einfach Kimberly Jones und ihr Video von „How Can We Win?“
Schwarze Frauen die so kraftvoll laut sind, ihre Stimmen erheben und für die Schwarze Freiheitsbewegung kämpfen.
Und dann kommen weiĂźe Frauen daher, benutzen all das Wissen ohne je den Namen einer einzigen Schwarzen Frau zu nennen von dem das Wissen stammt. Aber wenn etwas Intersektional gelabelt ist, muss man sich nicht hinterfragen.
Aber es ist und bleibt, weiĂźer Feminismus.
Worte teilen reicht nunmal nicht. Die Macht muss abgegeben werden. Räume müssen geöffnet werden und die Perspektiven müssen zentriert werden. Alles andere ist performativ.
Hab übrigens seit dem feministischen Kampftag und der Streikdemo auf diesen Moment gewartet✊🏾
👉🏾Also wann ist die nächste große Veranstaltung die dann von Schwarzen und People of Color organisiert wird ?
22/03/2026
Es sind keine Einzelfälle!
Was sichtbar wird, ist nicht nur die Tat selbst, sondern die Struktur, die sie möglich macht. Gewalt, sich durch Netzwerke bewegt, durch Schweigen, durch das Wegsehen derer, die wissen – und nichts sagen.
Wir sprechen auch oft über Täter. Seltener aber über die Bedingungen, die sie schützen.
Wer wusste was?
Wer hat Bilder gesehen, gehört, weitergeleitet – und geschwiegen?
Und warum gilt dieses Schweigen so oft als normal?
Das Problem ist nicht nur die Gewalt.
Das Problem ist eine Ordnung, in der sie nicht konsequent unterbrochen wird.
Gerade dann, wenn Gewalt mehrere Ebenen gleichzeitig trifft – misogyn, sexualisiert, rassistisch – zeigt sich, wie tief sie verankert ist. Diese Formen wirken nicht getrennt. Sie greifen ineinander und verstärken sich.
Und genau deshalb dĂĽrfen wir uns nicht davon distanzieren.
Denn Verantwortung beginnt dort, wo unser Schweigen endet!