06/10/2017
Pro-KomMa hat am 3. Rundgespräch von der Förderinitiative "Kompetenzmodellierung und -erfassung im Hochschulsektor" teilgenommen. Gastgeber war das IPN in Kiel.
Pro-KomMa untersucht die Fähigkeiten von frühpädagogischen Fachkräften, Bildungsprozesse im Feld der frühen mathematischen Bildung anzuregen.
Im Rahmen des Projekts Pro-KomMa werden die Fähigkeiten von frühpädagogischen Fachkräften untersucht, Bildungsprozesse im Feld der frühen mathematischen Bildung anzuregen. Die in diesem Projekt verwendete Vorstellung von Fähigkeiten beinhaltet verschiedene Ansätze, u.a. aus der Kompetenzforschung, der Frühpädagogik, der Entwicklungspsychologie und Theorien zur Educational Effectiveness. Aus diesen
06/10/2017
Pro-KomMa hat am 3. Rundgespräch von der Förderinitiative "Kompetenzmodellierung und -erfassung im Hochschulsektor" teilgenommen. Gastgeber war das IPN in Kiel.
Tomorrow, Lars Jenßen, coordinator from Pro-KomMa is talking about preschool teachers' math anxiety at the conference of the European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) in Tampere, Finland. The study is part of the collaboration between Prof. Oliver Thiel from Trondheim and Lars.
Today, Lara, Catharina and Lars met Audrey Cooke from the University of Perth in Berlin to talk with her about international perspectives of preschool teachers' professional competence in the field of mathematics. Thanks for the fruitful meeting and discussions, Audrey!
15/06/2017
Hier ein Foto von unserem Workshop mit Prof. Oliver Thiel vom Queen Maud's University College for Early Childhood Education in Trondheim (Norwegen) zur frühen mathematischen Bildung in Vorbereitung auf die Beobachtungsstudie im Herbst diesen Jahres. Tusen takk, Oliver!
Noch einmal vielen Dank an alle Teilnehmer/innen und unseren Gast für die intensiven Gespräche und anregeneden Diskussionen.
(von links nach rechts hintere Reihe: Oliver Thiel, Barbara Glieden, Aljoscha Jegodtka und in der untere Reihe von links nach rechts: Catharina Ma, Jenny Roll, Lars Jenßen und Lara Pohle)
Am 15.11.2016 fand die Fachtagung "Faszination Mathematik" statt, an der auch Mitarbeitende von Pro-KomMa beteiligt war. Die Dokumenation der Fachtagung ist nun online - unter anderem mit den Vorträgen der Referentinnen und Referenten.
Hier der Link für die Interessierten:
http://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb2.c.823445.de
24/11/2016
Die ASH Berlin, Projektpartner von Pro-KomMa, startet am 25.01.2017 mit dem "Netzwerk frühe mathematische Bildung". Alle sind herzlich zum Austausch eingeladen!
16/11/2016
Fachtag: Faszination Mathematik!
15.11.2016 im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg
Dr. Aljoscha Jegodtka, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Alice Salomon Hochschule und Teil des Pro-KomMa Teams organisierte in Zusammenarbeit mit dem SFBB Berlin-Brandenburg eine Fachtagung zum Thema "Frühe Mathematik".
Nach einem informationsreichen Vormittag mit Vorträgen rund um das Thema "frühe mathematische Bildung" gab es am Nachmittag in 7 verschiedenen Workshops die Möglichkeit, neue Anregungen für die Umsetzung in der Praxis zu sammeln.
02/11/2016
Pro-KomMa stellt sich vor! Heute: Barbara Glieden
Barbara Glieden von der Freien Universität Berlin ist seit 2008 staatlich anerkannte Erzieherin, studiert Erziehungswissenschaften und europäische Ethnologie an der Humboldt Universität zu Berlin und arbeitet für Pro-KomMa als studentische Mitarbeiterin. Sie war bereits im Vorgängerprojekt KomMa angestellt. Neben ihrer Berufserfahrung als Erzieherin hat sie freiberuflich externe Evaluationen von Kindertagesstätten in Berlin-Brandenburg durchgeführt und Seminare an einer Erzieherfachschule gegeben. Im Studium liegt ihr Forschungsinteresse in der Qualitätsentwicklung im frühpädagogischen Feld.
# # # # #
Barbara, du arbeitest neben deinem Studium als studentische Mitarbeiterin für Pro-KomMa. Was ist eigentlich deine persönliche Motivation im Projekt mitzuarbeiten?
Als ausgebildete Erzieherin interessiere ich mich besonders für die Schnittstelle zwischen den Daten von Pro-KomMa und meinen persönlichen Erfahrung aus der Berufsausbildung und -praxis.
Die Ausbildung zum/r Erzieher_in ist in Berlin durch einen Rahmenplan der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Themenfelder gegliedert. In diesen Themenfeldern spielt Mathematik ein verschwindend geringe Rolle - ich selbst kann mich an keine einzige Lerngelegenheit zum Thema Mathematik in meiner Ausbildung erinnern. Dennoch räumt das Berliner Bildungsprogramm als Grundlage der Arbeit aller Berliner Kitas der Mathematik einen eigenen Bildungsbereich ein, und beschreibt, wie die Fachkräfte ihre Kompetenzen einbringen sollen. Diesen Missstand halte ich für sehr bedauerlich, da er vermuten lässt, dass in der Praxis Bildungsangebote zum Thema Mathematik eher vermieden werden da ein Konzept für "Frühe Mathematik" nicht ausreichend erarbeitet wurde. Meine Beobachtung ist, dass den Fachkräften häufig eine Vorstellung von Angeboten der frühen Mathematik fehlt, welche sie sich dann im Laufe der Berufsjahre erst selbst oder durch Weiterbildungen aneignen müssen.
Pro-KomMa erhebt Daten rund um diesen Themenkomplex und ich bin sehr gespannt, ob sich meine Erfahrungen und Vermutungen darin widerspiegeln werden.
26/10/2016
Pro-KomMa stellt sich vor! Heute: Sigrid Blömeke
Frau Prof. Blömeke ist seit Oktober 2013 die Direktorin des Centre for Educational Measurement an der Universität Oslo (CEMO) und berät Pro-KomMa als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates. Frau Blömeke war Projektleiterin des Vorgängerprojekts von Pro-KomMa. Sie war u.a. für die Durchführung der internationalen Studie TEDS-M in Deutschland verantwortlich, in der die professionelle Kompetenz von Lehrerinnen und Lehrern untersucht wurde.
# # # # #
Frau Blömeke, inwieweit ist Pro-KomMa auch aus internationaler Perspektive interessant?
Im Vergleich zur professionellen Kompetenz von Lehrpersonen, sei es der Primarstufe, sei es der Sekundarstufen, ist die Frühpädagogik auch international ein weitgehend unerforschtes Gebiet. Dies gilt ganz besonders, wenn wir von quantitativen Studien sprechen, noch vielmehr wenn es um Testungen von Erzieherinnen und den Zusammenhang zur Entwicklung von Kindern geht und erst recht, wenn wir den informellen Kindergartenalltag untersuchen. Die wenigen Studien zum Zusammenhang der professionellen Kompetenz frühpädagogischer Fachkräfte mit der Entwicklung von Kindern, die international vorliegen, wurden in Kontexten durchgeführt, die stark vorstrukturiert sind und die wir als „Vorschule“ bezeichnen würden, also nicht in den spielerischen Situationen unseres Kindergartens. Insofern ist auch international kaum etwas dazu bekannt, welches Wissen und welche situationsspezifischen Fähigkeiten Erzieherinnen haben müssen, um Kinder erfolgreich fördern zu können. Dies bedeutet zugleich, dass sich die Ausbildung der frühpädagogischen Fachkräfte auf recht schwankendem Boden bewegt. Welche Lerngelegenheiten müssten eigentlich geboten werden, um Erzieherinnen angemessen auf ihren Beruf vorzubereiten? Oft ist dies derzeit leider eine vor allem normativ geführte und wenig evidenzbasierte Diskussion. In vielen Ländern würden die bildungspolitisch Verantwortlichen dies gern ändern, da sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass sich Investitionen im Bereich der Frühpädagogik auszahlen. Norwegen wird daher im nächsten Jahr eine große Forschungsinitiative starten, die zu einer besseren wissenschaftlichen Fundierung von bildungspolitischen Entscheidungen zur Ausbildung von frühpädagogischen Fachkräften führen soll. Pro-KomMa könnte hier als Vorbild dienen.
18/10/2016
Prof. Katja Eilerts und Lars Jenßen haben heute die Projektideen von Pro-KomMa an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz im Rahmen des zweiten Rundgesprächs der Förderinitiative "Kompetenzmodellierung und Kompetenzerfassung im Hochschulsektor" präsentiert. Ein grundlegendes Ziel des Treffens ist es, Netzwerke zu anderen Forschungsprojekten in Deutschland herzustellen und auszubauen.
Foto: Dr. Julia Rasche
18/10/2016
Pro-KomMa stellt sich vor! Heute: Corinna Schmude
Corinna Schmude ist Professorin für inklusive Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kindheitspädagogik und Familienbildung im Studiengang Erziehung und Bildung im Kindesalter an der Alice Salomon Hochschule Berlin [ASH]. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung sind die mathematische frühe Bildung, Inklusion, inklusive Pädagogik im Kontext von Lernwerkstattarbeit sowie mathematische Kompetenzen von pädagogischen Fachkräften. Sie begleitete bereits das Vorgängerprojekt KomMa fachwissenschaftlich und übernahm nun in der zweiten Förderphase die Projektleitung des an der ASH angesiedelten Teilprojektes ProKomMa, in dem Interaktionsprozesse zwischen angehenden frühpädagogischen Fachkräften und Kindern in mathematikhaltigen Situationen untersucht werden.
# # # # # #
Corinna, warum ist es überhaupt wichtig, dass frühpädagogische Fachkräfte auch mathematische Inhalte bei den Kindern in der Kita fördern?
Ich würde diese Frage gerne etwas anders formulieren: Warum ist es wichtig, dass frühpädagogische Fachkräfte erkennen können, wenn Situationen im Kita-Alltag mathematische Inhalte beinhalten?
Mathematik als die Wissenschaft von den Mustern ist eine im Laufe der Menschheitsgeschichte entwickelte Antwort auf die Komplexität der Welt und verschiedenste von uns zu bewältigende Alltagsanforderungen – oder anders formuliert, sich die Welt mit Hilfe der Mathematik zu erschließen und Mathematik zu nutzen, um sie zu gestalten, ist eine Kulturtechnik. Um Mathematik zu verstehen und selbst mathematisch tätig werden zu können, sind grundlegende kognitive Operationen erforderlich, wie das Klassifizieren, Sortieren, Reihenbilden und fortsetzen und sich im Raum orientieren können, um Muster, z.B. Formen und Mengen, erkennen zu können. Genau mit diesen grundlegenden kognitiven Operationen erschließen sich bereits sehr junge Kinder die Welt, sie werden mathematisch tätig ohne dass sie über ein Konzept von Mathematik verfügen. Mathematik entsteht aus diesem Tätigsein aber nicht einfach so, sondern muss aktiv konstruiert werden. Und dies gelingt Kindern umso besser, wenn sie dabei von pädagogischen Fachkräften sensibel begleitet werden. Ausgangspunkt und Gegenstand dieser Begleitung sind aber nicht - wie im schulischen Kontext - curricular zu fassende Inhalte, sondern die ganz individuellen mathematikhaltigen kindlichen Zugänge, Welt zu entdecken.
So verstandene frühe mathematische Bildung ist wichtig,
- um Kindern mathematikbezogene Erfahrungen und den Aufbau mathematikbezogener Wissensbestände zu ermöglichen, auf die später bei der Vertiefung mathematischer Inhalte mit Hilfe der abstrakten Symbol- und Formelsprache der Mathematik aufgebaut werden kann,
- für die Weiterentwicklung grundlegender kognitiver Operationen, die nicht nur für mathematischen Denken relevant sind, und
- weil das Recht der Kinder auf Bildung, das Recht auf mathematische Bildung miteinschließt.
11/10/2016
Pro-KomMa stellt sich vor! Heute: Markus Szczesny
Markus Szczesny von der Humboldt Universität zu Berlin ist studierter Pädagoge und Philosoph und seit 2013 promovierter Erziehungswissenschaftler. Bei Pro-KomMa ist er vor allem für die Aufbereitung, Dokumentation und Analyse der erhobenen Daten zuständig. Im Rahmen seiner Forschung beschäftigte er sich bisher mit der Frage, warum die Herkunft von Menschen Auswirkungen auf den Bildungserfolg hat.
# # # # #
Markus, was sind die größten Herausforderungen bei Pro-KomMa für einen Statistiker?
„Bei Pro-KomMa gewinnen wir eine außerordentlich große Menge an hoch interessanten und relevanten Forschungsdaten von Erzieher/-innen, Frühpädagoginnen und Frühpädagogen sowie Kindergartenkindern. Als Statistiker habe ich zunächst die Aufgabe die Unmenge an gewonnen Informationen so zu ordnen, zu sortieren und zu dokumentieren, dass unsere Projektmitarbeiter/-innen damit arbeiten können. Eine große Herausforderung sehe ich darin, unsere Forschungsergebnisse so zu präsentieren, dass komplizierte Zusammenhänge für alle Projektbeteiligten nachvollziehbar werden."