Fuchs & Bär

Fuchs & Bär

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Lehrerin, Lerncoach und Resilienztrainerin

Tipps und Tricks für ganzheitliches Lernen

Komm mit auf meine Mission, Kinder und Jugendliche stark zu machen, für eine bessere Welt.

Photos from Fuchs & Bär's post 14/12/2023

Kurzarbeit Religion, 9.Klasse.
Inhalt war eine Stationenarbeit zum Judentum. Wir hatten bereits zur Sicherung und Vertiefung gemeinsam ein Quiz erstellt und gespielt.
Irgendwie fehlte da noch der wirkliche „Aha-Effekt“.

Also bestand meine Vorbereitung der Vorstunde im Heraussuchen passender Operatoren für die Kurzarbeit.
Und dann erstellten die Schülerinnen und Schüler selbst Fragen.

Aus diesen erstellte ich dann einen Fragenkatalog - zum gezielten Lernen, aber auch für mich als Inspirationsquelle für den Test selbst.

Vorteil für die Lehrkraft:
Relativ schnelle Vorbereitung einer Wiederholungsstunde

Vorteil für die Lernenden:
Tiefgehende Beschäftigung mit den Inhalten,
Transparenz über Testformate und damit Sicherheit

05/12/2023

Wenn es doch immer so einfach wäre.

Schülerin vor Präsentation. Tagelang ein nervliches Wrack. Ich hatte mir für den Präsentationstag schon ein paar Hilfestellungen überlegt, Notausstiege inklusive.

Und dann? Steht dieses Mädel da vorne und rockt ihre Präsentation. Von Aufregung äußerlich keine Spur.

Wie konnte das nur sein? Ich fragte nach:
Sie hatte beschlossen, dass sie keine Angst mehr haben wollte. Dafür hatte sie sich jeden Tag gesagt, dass sie voller Mut in die Präsentation gehen wird. „Ich bin mutig. Ich bin mutig.“ Was für ein starker Satz. Und was für eine Wirkung.

Wie schön wäre es, wenn wir solche Affirmationen für unsere Kinder und Jugendlichen immer wieder aufs Neue mit ihnen geneinsam finden und einüben könnten? Wie sehr könnte das nur die Welt verändern?

04/12/2023

Das war die wohl stärkste Antwort eines Schülers, bei dem die Vokabeln noch so gar nicht gesessen hatten.

Er wusste, das kann er besser.

Die Chance durfte er auch gerne nutzen - und schon war es für ihn gar kein Problem, zu zeigen, was er wirklich konnte.

Die zweiten Chancen brauchen wir in der Schule. Damit Kinder sich nicht aufgeben. Damit sie wirklich lernen können. Damit wir Druck herausnehmen und stattdessen motivieren.

03/12/2023

Portfolio-Arbeit, Klasse 5.
„Möchtest du noch ein bisschen Farbe verwenden?“

Meine Frage zielte eigentlich darauf ab, dass ICH das Ergebnis „noch nicht fertig“ fand.

Glücklicherweise interessierte das mein Gegenüber so gar nicht. „Mir reicht das Ergebnis, ich bin zufrieden, ich lass das jetzt so.“

Bewundernswert. Sollten wir öfter nachmachen.

Wie oft machen wir unseren Arbeitseinsatz davon abhängig, was andere von dem Ergebnis halten? Wie oft dürfen Schülerinnen und Schüler wirklich nach eigenen Vorstellungen etwas gestalten, ohne dass wir schon recht starre Kriterien zur Bewertung im Hinterkopf haben?

Wie können wir es schaffen, Dinge auch mal „gut genug“ sein zu lassen?

02/12/2023

Ein Schüler sitzt vor der Beurteilung seines Essays. Es war keine hochtrabende sprachliche Leitung gefordert, sondern das Ausarbeiten ganz eigener Ideen. Ich dachte, das sei „leicht“ und für alle Schülerinnen und Schüler total easy umzusetzen, weil Gedanken und Visionen und Träume haben wir doch alle?!

Da habe ich falsch gedacht. Es fiel nicht allen leicht. Ganz im Gegenteil: für manche war es ganz schön schwer.

Und dann sitzt da ein Schüler vor mir, der ansonsten offen, reflektiert und mit Weitblick im Gespräch verschiedenste Themen beleuchtet. Und diese Aufgabe hat so gar nicht klappen wollen.

Ich hatte eine enttäuschte Reaktion erwartet, mich schon mit tröstenden Worten gewappnet.

Stattdessen sagt er: „Die Aufgabe war einfach nichts für mich.“

Das fand ich stark. Keine Selbstvorwürfe, keine Verzweiflung. Sondern Schicht die Erkenntnis, dass man nicht alles können kann und nicht alles können wollen muss.
„Ja, das Thema fand ich schon irgendwie interessant, aber so richtig getroffen hat es mich nicht.“

Bestechend ehrlich.

Was ich darauf mitnehme? Für mich persönlich: Ich kann viele Dinge gut. Und viele Dinge sind auch irgendwie „nicht für mich gemacht“. Und statt mich darüber selbst zu geißeln, darf ich da auch loslassen. Und vielleicht sogar ein bisschen über mich selbst schmunzeln, dass mir manches einfach so gar nicht liegen mag.

Als Lehrkraft habe ich mitgenommen: mitunter noch mehr auf viele verschiedene Zugänge und Erarbeitungsmöglichkeiten zu achten. Damit alle hin Zeit zu Zeit die Chance haben, Aufgaben zu finden, die zu ihnen passen.

01/12/2023

Zitat meines eigenen Kindes.

Eine Sache ging schief. Stellte nicht zufrieden. Verzweiflung?
Fehlanzeige.

Er fragte nach einem neuen Blatt. Und schon begann er von vorn.

Und mir geht es auch oft so. Manchmal ist es besser, einfach alles auf Anfang zu setzen. Auf einem ganz leeren Blatt zu beginnen. Altes hinter sich zu lassen. Alte Muster nicht mehr zu wiederholen, sondern stattdessen Platz für neue Ideen zu schaffen.

Welche Ideen bekommen Platz auf deinem neuen Blatt?

29/11/2023

Das Mädchen hat meine Bewunderung echt verdient:

Inmitten einer Horde von Mitschülerinnen und Mitschülern, die sich auf kooperative und kollaboratives Aufgaben stürzen, die meistens gar nichts alleine machen wollen, steht sie da und schmettert jedes Angebot zur Zusammenarbeit ab. Das tut sie nicht immer. Manchmal aber schon.

Und auf Nachfrage tut sie das auch ganz bewusst. Heute geht’s nicht. Sie ist müde, genervt. Oder sie hat schon einen eigenen Plan, der alleine einfach viel besser aufgeht.

Und ich finde das echt mutig. Immerhin riskiert sie, andere vor den Kopf zu stoßen. Und gleichzeitig steht sie für sich und ihre Bedürfnisse ein.

Erzwungene Kollaboration ist Mist. Wenn sie sich ergibt und allen die Möglichkeit zu Entfaltung und Wachstum bringt, ist sie wunderbar. Und manchmal geht’s alleine einfach besser.

Lässt sich noch niemand so richtig von meinen Plänen und Visionen anstecken? Dann versuche ich die ersten Schritte eben erst mal alleine, bevor ich sie gar nicht gehe.

Schlimm? Eigentlich gar nicht, oder? Eher ziemlich stark.

Photos from Fuchs & Bär's post 28/11/2023

Vor zwei Jahren unterrichtete ich ein ganz zauberhaftes Mädchen, das irgendwann einen so weisen Spruch raushaute, dass ich den einfach nie mehr vergessen wollte.

Seitdem hängt der Spruch nun als Poster in meinem Klassenzimmer.

Und irgendwie kam da vor ein paar Wochen wieder ein Schüler mit so einer Erkenntnis um die Ecke, dass ich mir vornahm, mal ganz bewusst hinzuhören, welche Lebensweisheiten da noch so in meinen Schülerinnen und Schülern schlummern.

Zusammengekommen sind ein paar Highlights, die ich gerne mit euch teilen will - die sind allerdings mit ihren jeweiligen Hintergründen viel zu lang für einen Post.

Fuchs und Bär werden in den nächsten Tagen also meine persönlichen Weisheiten-Highlights posten - und ich verspreche dir, dass sie auch deinen Schulalltag verändern können, wenn du dich auf sie einlässt.

Gespannt?

Photos from Fuchs & Bär's post 17/11/2023

Bist du auch so ein Perfektionist? Immer höher, besser, weiter?

Genau das treibt uns oft an - und das geben wir auch an unsere Schülerinnen und Schüler weiter.

Nur: Wer bestimmt eigentlich, was mein „bestes Ich“ ist? Welche Normen stecken dahinter? Und teile ich sie überhaupt?

„Besser geht immer.“ Stimmt. Und damit gibt es auch immer jemanden, der besser ist als ich - egal in welchen Dingen. Statt zum großen Ansporn kann das ganz schnell mal zur großen Demotivation führen oder uns (noch viel schlimmer, wie ich finde): rastlos und unzufrieden mit uns selbst werden lassen.

Schauen wir also lieber hin, was WIR SELBST wollen:
Wie möchte ich am liebsten sein? Wie gefalle ich MIR am besten? Wie lebe ich nach meinen Werten?

Probiere doch mal, was es mit dir macht, wenn du nicht immer nach dem „Besten“ strebst, sondern nach dem, was dir wichtig ist. Wie oft kannst du schon vor dem perfekten Ergebnis aufhören, weil es den Zweck schon längst erfüllt? Was kannst du vielleicht sogar ganz weglassen, weil es gar nicht dazu dient, DIR in DEINEM eigenen Weg zu dienen?

Erkunde auch als Lehrkraft mit deinen Schülerinnen und Schülern ihre ganz eigenen Wege. Und gestehe auch ihnen zu, ihr „liebstes“ Ich zu entdecken.

Photos from Fuchs & Bär's post 12/11/2023

„Alter, die Lehrer haben gar keinen Respekt vor uns!“ „Die Klasse ist so was von respektlos.“

Ich habe die letzten Tage öfter darüber nachgedacht, was ich mit dem Begriff „Respekt“ überhaupt anfangen kann. Und versucht, zu reflektieren, wie respektvoll ich im Umgang mit meiner Umwelt überhaupt bin.

Ich bin auf zwei Sachen gestoßen, die mich seither nicht mehr wirklich loslassen:

Ich glaube, dass wir einander vollkommen in unserem Sein akzeptieren müssen. Nur das ist echter Respekt. Dabei kann ich das Verhalten durchaus doof finden - die Person allerdings darf sein, wie sie ist. Es hat ein schmaler Grat. Und wie oft kommen wir an unsere Grenzen mit echter Akzeptanz, wenn jemand etwas anderes will, als wir selbst?

Und: Respekt geht nur in beide Richtungen. Sprich: Ich kann nicht erwarten, dass Menschen mich in all meinen Eigenarten akzeptieren, wenn ich nicht bereit bin, es ebenso zu machen.
Gleichzeitig ist mein respektvolles Verhalten aber auch kein Garant dafür, dass mir auch Respekt bewiesen wird (auch wenn die Wahrscheinlichkeit deutlich zunimmt).

Ich finde, wir müssen viel genauer hinschauen, wie wir WIRKLICH miteinander umgehen. Ob wir ehrlich Anderssein akzeptieren können. Oder ob wir es nur vorgeben, während wir doch nur ein Ziel verfolgen. Erziehung funktioniert nicht. Zumindest nicht, wenn sie so passiert, wie wir es gemeinhin verstehen. Es muss sich etwas ändern, damit die Welt sich ändern kann.

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