21/04/2020
Wie die Königin der Gewürze dein Immunsystem unterstützt!
In Südostasien wird eine Pflanze ganz besonders geschätzt: die Kurkuma, auch Gelber Ingwer, Gelbwurzel oder Indischer Safran genannt.
Alte Schriften belegen, dass die Pflanze schon vor 5000 Jahren als Heilmittel verwendet wurde. Die Kurkuma war damals schon das wichtigste Gewürz und galt sogar als heilig.
Indien ist das größte Anbaugebiet und verbraucht selbst 80 % der Ernte weltweit.
Der wichtigste Inhaltsstoff ist das Curcumin, das auch unter der Bezeichnung E100 als Lebensmittelzusatz verwendet wird. In der westlichen Küche ist Kurkuma vor allem als Bestandteil des Curry bekannt und wird wegen seiner gelben Farbe in der Lebensmittelindustrie bei der Herstellung von Senf oder Teigwaren eingesetzt. Wegen ihrer gelb-orangen Farbe wird Kurkuma auch als Färbemittel für Papier, Salben oder Stoffe verwendet, z.B. für die gelb-orangen Gewänder der buddhistischen Mönche.
Wunderwaffe der Medizin
Mittlerweile kennt man über 10.000 chemische Substanzen und mehr als 600 Heilstoffe der Kurkuma. Die Pflanze stellt den Hauptinhaltsstoff Curcumin vor allem zum eigenen Schutz vor Krankheitserregern her. Die Kurkuma wächst auf sumpfigen Boden unter sehr großer Hitze, und damit sie unter solchen Bedingungen gedeihen kann, verfügt sie über starken Abwehrstoffen.
In der US National Library of Medicine findet man mehr als 4.500 Hinweise auf wissenschaftliche Publikationen zu Curcurmin in den letzten 12 Jahren!
• Kurkuma wirkt entzündungshemmend. Es wird deshalb von der Weltgesundheitsorganisation WHO gegen Rheuma empfohlen.
• Kurkuma hemmt die Entwicklung von Osteoklasten, Zellen, die Knochensubstanz abbauen und kann deshalb zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt werden.
• Kurkuma reduziert freie Radikale und ist deshalb ein starkes, natürliches Antioxidans.
• Kurkuma regt die Produktion von Magensaft und Galle an.
• Bei der Immmunabwehr unterstützt Kurkuma die Bildung von weißen Blutkörperchen, die bei der Bekämpfung von Krankheiten unerlässlich sind.
• Curcumin kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und damit durch seine antioxidative Eigenschaft Oxidationen und Entzündungen verhindern. Diese sind für die Beeinträchtigung der Gehirnfunktion verantwortlich. Dadurch ist Curcurmin ein ausgezeichneter Wirkstoff bei der Behandlung von z.B. Alzheimer, Demenz und Multipler Sklerose.
• Curcumin hemmt die Aktivierung krebsauslösender Zellen und die Blutversorgung von Tumoren. Es schützt gesunde Zellen, indem es in die Zellmembran eingebaut wird und diese widerstandsfähiger gegenüber krankhaften Veränderungen macht.
Kurkuma und dein Immunsystem
T-Zellen, auch T-Lymphozyten genannt, sind Teil der Immunabwehr. Curcumin kann den Körper bei der Bildung dieser Zellen unterstützen.
Auch das Funktionieren des Immunsystems wird durch Kurkuma gestärkt. Es schützt einerseits die Zellen, und greift auch aktiv in die Abwehr gegen Viren, Parasiten und Bakterien ein.
Wenn du regelmäßig Kurkuma zu dir nimmst, stärkst du dein Immunsystem.
Die antibakteriellen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften wirken sich positiv auf die Bekämpfung von Infekten aus.
Kurkuma in der Küche
Kurkuma ist sowohl als Pulver, als auch als frische Wurzel erhältlich.
Ich verwende Kurkuma täglich, hauptsächlich zum Würzen von Gemüse. Es passt auch gut zu Fisch und Fleisch oder als Zutat zu Soßen und Dips.
Damit der Körper die Inhaltsstoffe der Kurkuma optimal aufnehmen kann, füge immer schwarzen Pfeffer und etwas Fett hinzu.
2 Tipps für Getränke mit Kurkuma
• Kurkuma – Ingwer – Tee
Jeweils ½ Teelöffel gemahlenen Ingwer und Kurkumapulver mit heißem Wasser übergießen. Etwas Pfeffer dazu und für den Geschmack Zitronensaft oder wer es liebe süßer mag, etwas Erythrit dazu.
• Goldene Milch
1 Glas Mandelmilch in einem Topf leicht erwärmen.
½ Teelöffel Kurkuma, ¼ Teelöffel schwarzer Pfeffer, ½ Teelöffel gemahlener Zimt, ½ Teelöffel Kokosöl und 1Teelöffel Erythrit dazugeben und gut verrühren.
Die Mischung zum Kochen bringen und bei geringer Hitze 3 Minuten köcheln lassen, bis die Milch eine dunkelorange Färbung angenommen hat.
Die leichtere Variante: statt Milch kann man auch Wasser nehmen.
Gib der Königin der Gewürze einen Stammplatz in deiner Küche, als Prävention für ein gesundes Leben