03/06/2025
Hey Leute – Grüße aus dem emotionalen Sperrmüll – hier ist wieder kackbeutel&klartext.
Wie oft heute mal wieder die Birne geplatzt ist? Keine Ahnung.
Zählen ging nicht – ich war damit beschäftigt, mich bei Social Media durchzuwürgen.
Erste Szene:
Ein Chihuahua rammelt seelenruhig den Arm der Trainerin –
während sie der Welt erklärt, dass man das nicht unterbrechen darf.
Weil, Achtung, das sei „natürliches Verhalten“.
Na klar.
Wär’s ein Dobi gewesen, hätt’s geheißen: Einschläfern oder Exorzismus.
Zweite Szene:
Ein stark außenorientierter Hund schleift seinen Halter durch die Gegend.
Ein Trainer zeigt, wie man ihn im richtigen Moment körperlich stoppt.
Der Hund reagiert direkt, bricht ab, fokussiert sich auf den Halter – wunderbar.
Aber nein – Zeter & Mordio:
„Der Hund hat Angst! Der hat sich geduckt! Beziehung zerstört!
Tierquälerei! Stress! Ich hab’s GENAU gesehen!!!“
Ey – warum denken eigentlich alle beim Wort „körperlich“ sofort an einen Kampf mit nem Drachen?!
Und warum bedeutet ein Ducken immer gleich Angst?
Kann hier keiner mehr Körpersprache lesen, ohne vorher ein 12-Wochen-Online-Coaching zu buchen?
Gestern im Wald fliegt ne Taube aus dem Baum wie ’ne Ketchupflasche auf Backpulver –
meine Hunde schrecken zusammen, ich gleich mit.
Und jetzt? Anzeige wegen Tierquälerei? Taube verklagen? Trauma-Therapie für alle?
Und dann noch diese Videos von Angsthunden, die seit Jahren im Tierheim hocken.
Kommt mal jemand, der ihnen Lebensqualität geben will –
heißt es sofort:
„Der Hund hat Stress. Das bringt nix. Der ist nicht richtig gesichert. Die Hand-Attrappe würd ich auch beißen.“
JA LECKS MI AM OARSCH!
Ein Hund im Tierheim hat JEDEN Tag Stress. Und übrigens auch fast alle Tut-Nixe da draußen....
Wenn jeder Klugscheißer im Netz wenigstens EINEN dieser Hunde aufnehmen würde,
hätten wir vielleicht... gut, andere Probleme. Aber ihr wisst, worauf ich hinaus will.
Leinenruck = Genickbruch. Schonmal einen Hund mitten in einem Angriff am Geschirr versucht von sich weg zu kriegen ?
Gruppe Wattebausch will Kastration.
Gruppe Stahlhelm schreit „Finger weg vom Sack!“
Und irgendwo dazwischen die, die einfach mal denken wollen –
aber die gehen im Geschrei unter wie ein Luftballon auf'm Schrottplatz.
Nicht falsch verstehen: Kastration? Komplexes Thema.
Aber Klicker-Karen und Watte-Wilma würden wahrscheinlich schon an einem intakten pubertierenden Labbi scheitern,
selbst wenn er sich vorher noch höflich vorgestellt hätte.
Und dann diese fast schon religiöse Vergötterung der positiven Verstärkung –
verehrt wie die heilige Kuh in Indien.
Alles andere? Blasphemie.
Kopf ab, Konto dicht, öffentlich gesteinigt in der nächsten Facebookgruppe.
Mit Pixel-Galgen und animiertem Fackel-Emoji.
Ganz ehrlich?
Ich werd zum Kinski, wenn ich noch länger darüber nachdenke.
Mit Peitsche. Und Zorn.
Aber lassen wir das. Sonst steht morgen PETA vor der Tür.
Fazit?
Es gibt kaum ein Thema, bei dem eigentlich so glasklar sein sollte:
Es gibt kein Richtig oder Falsch – es gibt Charaktere.
Bei Menschen. Und bei Hunden.
Was natürlich nicht geht, ist körperliche und seelische Gewalt! Aber die sehen wir in den wenigsten Fällen öffentlich!
Nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen.
Nicht jede Methode passt zu jedem Hund.
Aber Hauptsache weiter Glaubenskriege führen.
Das bringt niemanden weiter. Am wenigsten die Hunde.
Und noch was:
Wer keine Intuition hat, keine Körpersprache lesen kann,
wer kein Bauchgefühl mitbringt –
der kann meinetwegen gerne Trainer-Shirts tragen.
Aber Hunde wird der nie verstehen.