23/08/2026
Manchmal fühlt sich das, was uns innerlich und äusserlich beschäftigt, an wie ein Wollknäuel.
Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, alte Erfahrungen, Ängste und das, was gerade im Hier und Jetzt passiert – alles scheint irgendwie miteinander verwoben. Es ist schwer zu erkennen, wo der eine Faden beginnt und der andere aufhört.
Wenn wir neugierig hinschauen: Welche Fäden sind da eigentlich? Was gehört zusammen – und was vielleicht gar nicht? Was gehört zu heute und was zu einer früheren Erfahrung? Was ist meins und was vielleicht das eines anderen?
Je mehr Raum zwischen den einzelnen Fäden entsteht, desto klarer wird, was vorher nur wie ein einziges grosses Durcheinander wirkte. Zusammenhänge werden sichtbar. Dinge können sich neu sortieren. Und oft entsteht daraus nicht nur mehr Verständnis für das eigene Erleben, sondern auch mehr Wahlfreiheit darin, wie wir damit umgehen.
Das Knäuel muss dabei nicht verschwinden.
Vielleicht geht es vielmehr darum, die eigenen Fäden immer besser kennenzulernen.