20/08/2026
Mit „üben, üben, üben“ sind viele von uns groß geworden.
Und lange galt das als die Antwort auf jedes Matheproblem.
Kind versteht etwas nicht?
👉Mehr üben.
Kind rechnet langsam?
👉Mehr üben.
Kind macht Fehler?
👉Noch mehr üben.
Heute wissen wir: Gerade Kinder mit Rechenschwierigkeiten brauchen oft zuerst etwas völlig anderes.
Denn Mathe baut aufeinander auf.
Wenn ein Kind Mengen nicht sicher erkennen kann, Zahlen nicht als innere Bilder speichert oder Zahlzerlegungen noch nicht versteht, dann übt es durch ständiges Wiederholen vor allem eines: seine Unsicherheit.
Deshalb sehe ich so oft Kinder, die unglaublich fleißig sind. 💛
Sie geben sich unendlich viel Mühe, zählen an den Fingern oder im Kopf.
Erwachsene zeigen ihnen „Rechentricks“ und sie lernen Rechenwege auswendig.
Und trotzdem kommen sie aus ihren Matheschwierigkeiten nicht heraus.
Weil ihnen die solide Basis fehlt, auf der alles aufbaut.
Denn wenn die Mengenvorstellung fehlt, wird ein Kind durch mehr Üben nicht zum besseren Kopfrechner, nur schneller beim Zählen. Und Üben führt dann nur zu Frust, nicht zu Erfolg.
Was wirklich hilft:
• Mengenverständnis aufbauen, damit Zahlen im Kopf zu Bildern werden.
• Zahlzerlegungen bis 10 wirklich verstehen, statt sie nur auswendig zu lernen.
• Mit Spielen und echtem Material arbeiten, statt am Papier zu schreiben.
• Dort anfangen, wo dein Kind gerade steht, nicht dort, wo der Lehrplan schon ist.
Es geht nicht darum, dein Kind fit zu machen für gute Noten beim nächsten Test, sondern ihm den Boden unter den Füßen zu geben, auf dem Rechnen überhaupt erst sicher werden darf. 🌱
👉 In meiner Bio findest du den Link zu meinem effektiven Grundlagentraining. So könnt ihr gemeinsam starten.