02/10/2026
Dein Kind gehört dir nicht.
Auch wenn sich dieser Satz vielleicht hart anhört.
Du hast keine Eigentumsrechte an deinem Kind, nur weil du seine Mama bist.
Auch nicht, wenn du jeden Morgen aufstehst.
Du die Jause machst.
Du zum Kindergarten fährst.
Du tröstest.
Du badest.
Du die Einschlafbegleitung machst.
Du nachts wach wirst.
Du Termine organisierst.
Du gefühlt 24/7 verantwortlich bist.
Und dann sagt dein Kind plötzlich:
„Ich will zu Papa.“
Oder:
„Ich vermisse Papa.“
„Bei Papa ist es lustiger.“
„Ich möchte heute lieber bei Papa sein.“
Und vielleicht schreit in dir für eine Sekunde alles:
Excuse me?!
ICH bin doch diejenige, die immer da ist.
ICH mache den ganzen Alltag.
ICH fange jeden Wutanfall auf.
ICH kenne jede verdammte Lieblingssocke.
Und trotzdem:
Dein Kind darf Papa vermissen.
Es darf bei ihm Spaß haben.
Es darf sich auf ihn freuen.
Es darf eine wunderschöne Zeit mit ihm haben.
Es darf manchmal lieber dort sein wollen.
Und nichts davon nimmt dir deinen Platz als Mama weg.
Wir dürfen verletzt sein.
Wir dürfen Eifersucht spüren.
Wir dürfen denken: F**k, das tut gerade weh.
Aber diese Gefühle gehören zu uns.
Unser Kind sollte sie nicht tragen müssen.
Es sollte nicht überlegen müssen, ob es Mama verletzt, wenn es Papa vermisst.
Es sollte seine Liebe nicht dosieren müssen, damit sich ein Elternteil wichtiger fühlt.
Und es sollte niemals das Gefühl bekommen, uns etwas zu schulden, weil wir mehr Care-Arbeit leisten.
Manchmal bedeutet Elternsein deshalb auch:
Ego zur Seite.
Nicht:
Nach allem, was ich für dich mache …
Sondern:
„Du vermisst Papa? Das verstehe ich. Du hast ihn sehr lieb.“
Denn dein Kind ist kein Besitz.
Es ist ein eigener Mensch.
Und unsere Aufgabe ist nicht, dafür zu sorgen, dass es uns am meisten liebt.
Unsere Aufgabe ist, ihm genug Sicherheit zu geben, dass es frei lieben darf.
… 🤎