19/05/2026
Heute durfte ich für die AWO Schwaben vor rund 70 Kita-Führungskräften einen Vortrag halten zum Thema:
„Offene Arbeitsweisen in der Kita - Warum Offene Arbeit eine konsequente Antwort auf Kinderrechte, BayBEP und zeitgemäße Bildung ist" Schon die Einstiegsfrage zeigte, wie viel in diesem Thema steckt: Woran denken Sie ganz spontan bei Offener Arbeit?
Die Wortwolke machte sichtbar: Offene Arbeit bewegt.
Begriffe wie Freiheit, Selbstbestimmung, Partizipation und Möglichkeiten standen neben Chaos, Kontrollverlust, Druck und Überforderung.
Genau darum ging es im Vortrag: Offene Arbeit ist kein „Türen auf und alles läuft irgendwie". Sie ist eine pädagogische Haltung und ein Entwicklungsprozess.
Dabei hat Offene Arbeit immer zwei Seiten:
Die sichtbare Seite: Bildungsräume, Wahlmöglichkeiten, beweglichere Tagesstrukturen, mehr Beteiligung.
Und die unsichtbare Seite: Bild vom Kind, Bildungsverständnis, Machtbewusstsein, Inklusion, gemeinsame Verantwortung und Haltung.
Erst wenn beides zusammenkommt, wird Offene Arbeit tragfähig.
Ein zentraler Gedanke: Offene Arbeit schafft Struktur nicht ab.Sie gestaltet Struktur vom Kind aus.
Dafür braucht es klare Verantwortung, verlässliche Beziehungen, gute Orientierung, bewusst gestaltete Räume und Führung, die diesen Prozess hält.
Mein Schlussgedanke bleibt:
Offene Arbeit ist nicht überzeugend, weil sie modern klingt.Sie ist überzeugend, weil sie fachlich konsequent ist.
Konsequent vom Kind aus gedacht. Konsequent an Kinderrechten orientiert. Konsequent anschlussfähig an Bildungspläne und gesetzliche Grundlagen. Und konsequent entwicklungsbereit
Danke an die AWO Schwaben für die Einladung und an alle Teilnehmenden für Offenheit, Resonanz und den fachlichen Austausch.