01/10/2026
Der ehemalige Rektor der TU Graz, Harald Kainz, verabschiedet sich heute mit seiner Emeritierungsvorlesung „panta rhei“. Während seiner zwölfjährigen Amtszeit als Rektor richtete der Bauingenieur die Universität konsequent auf Internationalisierung, Digitalisierung, Kooperationen, Nachhaltigkeit und Profilschärfung aus.
Der akademische und berufliche Weg von Harald Kainz ist eng mit der TU Graz verbunden. Nach dem Studium des Bauingenieurwesens und des Wirtschaftsingenieurwesens im Bauwesen war er ab 1984 als Universitätsassistent am Institut für Siedlungswasserwirtschaft tätig, wo er 1990 promovierte. Anschließend zog es ihn in die Wirtschaft: Zehn Jahre lang war er in der Industrie aktiv, davon acht Jahre als Geschäftsführer der Umwelttechnik Wien.
Im Jahr 2000 kehrte Kainz als Universitätsprofessor für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau an die TU Graz zurück. In seiner Forschung widmete er sich fortan der Optimierung und Sanierung von Wasserinfrastrukturanlagen, der Niederschlags- und Mischwasserwirtschaft mittels innovativer Messtechnik sowie der verfahrenstechnischen Optimierung von Kläranlagen.
Von 2011 bis 2023 bekleidete er schließlich das Amt des Rektors der TU Graz – so lange wie kein Rektor vor ihm.
Ruhestand bedeutet im Fall von Harald Kainz keineswegs Stillstand: Neben seinen sechs Enkelkindern und den regelmäßigen Besuchen von Tennis- und Golfplatz wird er sich weiterhin Forschungsprojekten sowie diversen Ämtern und Funktionen widmen. So ist er etwa Mitglied der Gründungskommission der Technischen Universität Nürnberg, Vorsitzender des Verbandes der Professorinnen und Professoren der TU Graz, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der Österreichischen Forschungsgemeinschaft sowie Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Grundwasserschutzprogramms Steiermark.
Emeritierungsvorlesung „panta rhei“ von Harald Kainz�Zeit: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 17 Uhr�Ort: Aula der TU Graz, Rechbauerstraße 12, 8010 Graz�Vorstellung durch Altrektor Hans Sünkel und Rektor Horst Bischof
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📸 Bildquelle: Lunghammer - TU Graz